Nachdem Ende des vergangenen Jahres erste Gerüchte über eine abgespeckte RTX 3050 mit 6 GByte Videospeicher aufgetaucht sind, macht GPU-Hersteller Nvidia nun Nägel mit Köpfen.
Ohne große Ankündigung sind seit vergangenem Mittwochabend erste Custom-Modelle der RTX 3050 6 GByte im Handel aufgetaucht. Damit stehen auch alle Specs der Grafikkarte sowie die tatsächlichen Europreise der Budget-GPU fest.
Das Wichtigste in Kürze
- Nvidia hat ohne große Ankündigung erste Custom-Modelle der RTX 3050 6 GB im Handel veröffentlicht.
- Die RTX 3050 6 GB hat 6 GB VRAM, einen GA107-325 Chip und 2.304 CUDA-Kerne.
- Der Boost-Takt beträgt 1.470 MHz und die Leistungsaufnahme liegt bei 70 Watt.
- Die GPU benötigt keinen externen Stromanschluss und startet bei einem Preis von 179 Euro.
RTX 3050 6 GByte: Alle technischen Daten im Überblick
Namensgetreu setzt diese Version der RTX 3050 auf sechs Gigabyte Videospeicher, die per 96-Bit-Speicherinterface angesprochen werden. Die geringere Menge an VRAM ist aber nicht die einzige Komponente, bei der Nvidia den Rotstift ansetzt.
So verbaut der Hersteller hier mit dem GA107-325 einen anderen Chip, der wiederum auf 2.304 CUDA-Kerne bauen kann und von Samsung im 7nm-Verfahren hergestellt wird. Das bisherige RTX-3050-Modell hatte hier noch den GA106-150-Chip mit 2.560 Shadereinheiten.
Ebenfalls gesunken ist der Boost-Takt. Nvidia selbst hat allerdings keine Referenzmodelle zu den beiden Versionen der RTX 3050 im Portfolio, weshalb wir uns hierfür an grob geschätzten Durchschnittswerten von Custom-GPUs orientieren müssen. Demzufolge sinkt der Boost-Takt von etwa 1.777 auf 1.470 MHz.
Immerhin geht der Verlust an theoretischer Performance auch mit einem geringeren Stromverbrauch einher. So benötigt die neue RTX 3050 nur noch 70 Watt an Leistung. Die vergleichsweise geringe TDP führt auch dazu, dass kein externer Stromanschluss benötigt wird, stattdessen bezieht die RTX 3050 6GB ihren Saft über den PCI-E-Steckplatz des Mainboards.
| Geforce RTX 3050 (Neu) | Geforce RTX 3050 (Alt) | |
| Chip | GA107-325 | GA106-150 |
| CUDA-Kerne | 2.304 | 2.560 |
| Boost-Takt | 1.470 MHz | 1.777 MHz |
| Speicher | 6 GByte GDDR6 96-Bit | 8 GByte GDDR6 128-Bit |
| Anschlüsse | 3x DisplayPort 1.4a 1x HDMI 2.1 | 3x DisplayPort 1.4a 1x HDMI 2.1 |
| Leistungsaufnahme | 70 Watt | 130 Watt |
Bei den erwähnten Custom-Modellen, die zur RTX 3050 6 GByte in den Handel gebracht wurden, handelt es sich um die üblichen Verdächtigen. Der derzeit günstigste Vertreter ist hier etwa die Gainward Geforce RTX 3050 Pegasus, die bei 179 Euro startet.
Daneben gibt es auch einzelne Modelle mit Passivkühler, etwa die Palit Geforce RTX 3050 KalmX GPU, die sich im Mini-ITX-Format auch für extrem kleine PC-Builds eignet. Hier durchbricht die Grafikkarte allerdings zumindest zu Beginn die 200-Euro-Marke.
Insgesamt ist die neue GPU die preislich günstigste, die es seit Jahren von Nvidia gegeben hat. Zuletzt hatte der Hersteller mit der GTX 1650 Super (Releasejahr: 2019) ein Modell unterhalb von 200 Euro im Portfolio.
Welche Alternativen gibt es? Unterhalb der 200-Euro-Grenze ist hier etwa die Intel Arc A580 zu nennen, die auch die RTX-3050-Version mit acht GByte Speicher in vielen Benchmarks leicht hinter sich lassen kann.
Allerdings geht ihr hier das Risiko eines nicht optimalen Treibers ein, den Intel immerhin stetig mit neuen Verbesserungen versorgt:
In einem leicht höheren Preisbereich befindet sich als AMD-Alternative indes die Radeon RX 6600, die immer mal wieder für rund 200 Euro erhältlich ist und ebenfalls als solide Full-HD-Grafikkarte mit acht GByte Videospeicher gilt.
Jetzt seid ihr gefragt: Lohnt sich die neue RTX 3050 6 GByte in euren Augen für besonders kleine und aufgeräumte PC-Builds? Kann das Palit-Modell mit Passivkühlung die entsprechende Nische auf dem GPU-Markt füllen - oder sind die Specs zu schwach, um euch zu überzeugen? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

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