Die RTX-4000-Reihe von Nvidia soll Gerüchten zufolge ein enormes Leistungplus mitbringen, aber auch reichlich Strom verbrauchen. Herkömmliche Kühllösung könnten dadurch nicht mehr genügen und größere Konstruktionen nötig werden.
Das gilt vor allem für Modelle, die auf der AD102-GPU basieren, denn das soll der leistungsstärkste Chip der kommenden Geforce-Generation werden. Er wird für die Top-Modelle RTX 4080, RTX 4090 und RTX 4090 Ti vermutet.
Erst kürzlich gab es neue Gerüchte von den Leakern kopite7kimi und Greymon55 zum Stromverbrauch dieser High-End-Karten. Demnach hat kopite wohl erfahren, dass die RTX 4090 bei 600 Watt liegen soll:
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Das deckt sich mit Informationen von Greymon55, der Angaben für alle drei Modelle mit dem AD102-Chip postet:
Laut ihm braucht die RTX 4080 am unteren Spektrum 450 Watt, die RTX 4090 liegt bei 600 Watt und die RTX 4090 Ti eventuell bei mehr als 800 Watt. Zum Vergleich: Nvidias aktuelles Top-Modell Geforce RTX 3090 kommt offiziell auf eine Leistungsaufnahme von 350 Watt.
Nvidia empfiehlt dazu ein Netzteil mit 750 Watt, für die schnellsten Grafikkarten der RTX-4000-Generation könnte die Empfehlung entsprechend ebenfalls ansteigen.
Grafikkarten bei Mindfactory
Vier-Slot-Kühlung könnte zur neuen Norm werden
Eine hohe Leistungsaufnahme bringt hohe Temperaturen mit sich. Auch dafür hat kopite7kimi bereits eine Idee, wie die Kühlung der neuen High-End-Modelle aussehen könnte. Auf die wohl bewusst überspitzte Frage eines Twitter-Nutzers, ob die Karten mit Flüssigstickstoff ausgeliefert werden, oder ob das eine separates Add-On sei, schlägt der Leaker einen 4-Slot-Luftkühler vor:
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Die Slot-Angabe bezieht sich auf die Menge an belegten Mainboard-Slots beziehungsweise die Breite der Karten. Bislang liegt das Maximum in aller Regel bei drei Slots, um die steigende Abwärme bei den kommenden Generationen in den Griff zu bekommen, sind aber größere Konstruktionen denkbar.
Der erhöhte Platzbedarf könnte vor allem in kompakten Gehäusen für kleine Mini-ITX-Mainboards zu Problemen führen. Bei Gehäusen für Mainboards im weit verbreiteten ATX-Format dürfte der zusätzliche Slot dagegen keine Schwierigkeiten machen, zumal die Grafikkarte vermutlich in vielen Fällen das einzige Gerät ist, dass einen PCI-Express-Slot benötigt.
Durch das potenziell steigende Gewicht der neuen Karten könnte es aber durchaus sein, dass eine zusätzliche Halterung der GPU zur Stützung an Popularität gewinnt beziehungsweise dass bereits vorhandene ATX-Gehäuse mit einer solchen Lösung beliebter werden.
Welchen Größenunterschied ein zusätzlicher Slot ausmacht, seht ihr im folgenden Vergleichsbild:
Der kompakte PCIe-x1-Slot rechts neben der Grafikkarte ist mit der RTX 3080 im Zwei-Slot-Design noch nutzbar, mit der RX 6900 XT im Drei-Slot-Design wird er dagegen überdeckt.
Eine weitere Möglichkeit wären Wasserkühlungen. Ihrer starken Kühlleistung stehen aber die Nachteile eines höheren Preises und des zusätzlichen Platzbedarfs für den nötigen Radiator gegenüber. Man darf also gespannt sein, wie die Hersteller mit der steigenden Leistungsaufnahme umgehen werden, sofern sie sich denn wirklich bestätigt (worauf immer mehr hindeutet).
Die Kühllösung, die der Youtuber aus dem folgenden Artikel für die Speicherchips einer RTX 3070 Ti eingesetzt hat, um ihre Temperaturen um stolze 45 Grad zu senken, dürfte es aufgrund des hohen Risikos allerdings nicht auf den Massenmarkt schaffen:
Wie schätzt ihr die Lage ein? Werden sich die Gerüchte zum Stromverbrauch der neuen RTX-4000-Modelle am Ende ohnehin nicht bewahrheiten und damit auch keine stärkeren Kühllösungen notwendig? Oder ist tatsächlich mit Grafikkarten mit größeren Kühllösungen oder mehr Modellen mit Wasserkühlungen zu rechnen, um die hohe Abwärme in den Griff zu bekommen? Schreibt es gerne in die Kommentare!



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