RTX 4000 könnte laut großem Leak bis zu 100 Prozent mehr Rechenleistung bringen

Die Leaks zu Nvidias neuer Generation Geforce RTX 4000 gehen weiter. Ein YouTuber will mehr zu Leistung, Stromverbrauch und dem verbauten Speicher wissen.

von Kay Nordenbrock,
08.03.2022 12:44 Uhr

Das Top-Modell der RTX-4000-Reihe könnte extrem schnell werden, aber auf Kosten einer hohen Leistungsaufnahme. Das Top-Modell der RTX-4000-Reihe könnte extrem schnell werden, aber auf Kosten einer hohen Leistungsaufnahme.

Durch den Hacker-Angriff auf Nvidia in der letzten Woche sind bereits einige Informationen zu der neuen Generation in Form der RTX-4000-Karten ans Licht gekommen. Der YouTuber Moores Law is Dead gibt in seinem neuesten Video noch weitere spannende Infos aus seinen eigenen Quellen dazu.

Wir erfahren mehr zum voraussichtlichen Stromverbrauch, der Speicherkonfiguration und auch wie groß der Leistungssprung gegenüber der Vorgängergeneration sein könnte. Wie immer in solchen Fällen gilt aber: Genießt die Informationen mit großer Vorsicht, da es sich nur um unbestätigte Gerüchte handelt.

Vor einigen Wochen gab es bereits Gerüchte, dass der Stromverbrauch der Karten irgendwo zwischen 450 Watt und 800 Watt liegen könnte. Diese verdichten sich mit den neuesten Leaks, auch wenn 800 Watt demnach unrealistisch scheinen. Alles dazu lest ihr hier:

Nvidias neue Karten könnten den Verbrauch verdoppeln   121     3

RTX 4000 als Stromfresser?

Nvidias neue Karten könnten den Verbrauch verdoppeln

Aber fangen wir von vorne an: Laut Moores Law war der Top-Chip AD102 zunächst als 400- bis 450-Watt-Karte geplant, die rund 60 bis 80 Prozent höhere Performance bringt als der Vorgänger. Dieser Chip wird wahrscheinlich in der RTX 4090 und eventuelle RTX 4080 verbaut sein, also den Top-Modellen der kommenden Geforce-Generation. 

Allerdings hat Nvidia wohl den Stromverbrauch erhöht, damit die Flaggschiff-Karten mit der neuen Generation von AMD mithalten können. Für die RX-7000-Modelle wird durch das Chiplet-Design ein großer Leistungssprung erwartet.

Deswegen rechnen Moores Laws Quellen mittlerweile mit einer Leistungsaufnahme von bis zu 600 Watt, die im Vollausbau eine Performancesteigerung von 80 bis 110 Prozent gegenüber dem aktuellen Top-Modell RTX 3090 bringen soll. Das sei gerade noch mit Luftkühlung in den Griff zu bekommen, so die Quellen weiter.

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RTX 4000 ist scheinbar bereit für neuen GDDR-Standard

Die RTX 3090 bietet 24 GByte GDDR6-Speicher. Die maximale Menge dürfte sich mit der nächsten Generation nicht erhöhen, es könnte aber nochmal schnellerer Speicher zum Einsatz kommen. Die RTX 3090 bietet 24 GByte GDDR6-Speicher. Die maximale Menge dürfte sich mit der nächsten Generation nicht erhöhen, es könnte aber nochmal schnellerer Speicher zum Einsatz kommen.

Auch der GDDR-Speicher der RTX-4000-Karten soll laut Moores Law ein Update erfahren. Demnach werden die Karten einen Speichercontroller haben, der bereits für GDDR7-Speicher geeignet ist.

Es ist aber gut möglich, dass GDDR7-Speicher zum Release der neuen Generation noch nicht verfügbar ist und Nvidia erstmal auf GDDR6X oder GDDR6+-Speicher setzt. In dem Fall wären sie aber trotzdem für die neue Speichergeneration gewappnet, sodass sie zum Beispiel nächstes Jahr ein Upgrade der RTX-4000-Karten mit dem neuen Speicher bringen könnten. 

Was kann GDDR7-Speicher überhaupt? Kurz gesagt kann er Daten schneller übertragen als die älteren Generationen. Wahrscheinlich schafft der Speicher-Standard eine Datenübertragungsrate von 32 Gbps. Zum Vergleich: GDDR6 schafft 16 Gbps und die aktuelle Version GDDR6+ bis zu 24 Gbps. 

Mit einem 512-Bit Bus kommt dabei eine enorme Bandbreite von 2 TByte pro Sekunde heraus. Mit einem 384-bit Bus sind es immer noch 1,5 TByte pro Sekunde und bei einem 256-bit Bus 1 TByte pro Sekunde. Dadurch würde die Datenübertragung der neuen Grafikkarten um einiges schneller werden. 

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Diese Leistung könnte die nächste Generation bringen 

Mit den neuen und älteren Leaks zur nächsten Grafikkartengeneration von Nvidia haben wir mittlerweile einige Anhaltspunkte dazu, wie viel Leistung die Karten im Vergleich mit der Vorgängergeneration bringen könnten. Moores Law hat die Infos aus seinen eigenen Quellen und die aus dem Nvidia-Hack zusammengefasst und seinen Vorhersagen nach könnte die Leistung wie folgt aussehen:

RTX 4090 & 408018.432 Shader+ 80 bis 110% Leistung verglichen mit RTX 3090
RTX 4070 & 4060 Ti10.752 Shader+ 10 bis 30% Leistung verglichen mit RTX 3090
RTX 40607.680 ShaderLeistung wie RTX 3080
RTX 4050 Ti4.608 ShaderLeistung zwischen RTX 2080 SUPER und RTX 2080 Ti
RTX 40503.072Leistung wie RTX 3060

Die Angaben beziehen sich auf die klassische Rasterisierung und nicht auf die Beschleunigung von Raytracing-Berechnungen. Hier sollen die neuen Karten nochmal etwas stärker zulegen, aber auch das bleibt abzuwarten.

Sollten die Vorhersagen zutreffen, ist das ein enormer Leistungsschub von Generation zu Generation. Die RTX-4000-Karten werden in der zweiten Hälfte dieses Jahres erwartet. Sehr wichtig wird aber vor allem auch sein, wie die Preise und die Verfügbarkeit aussehen.

Immerhin investiert Nvidia fleißig, um sich die Produktionskapazitäten für die Grafikkarten zu sichern: 

Habt ihr die kommende Generation bereits im Blick oder schaut ihr euch noch nach einem Schnäppchen bei älteren Karten um? Und rechnet ihr mit einer klar besseren Verfügbarkeit und niedrigeren Preisen als jetzt oder bleibt es erstmal beim Alten? Schreibt es gerne in die Kommentare.

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