RTX 5090: Nvidia-GPU genehmigt sich wohl bis zu 600 Watt – und Custom-GPUs könnten noch mehr schlucken

Ein neuer Leak spricht von der maximalen Leistung, die sich die RTX 5090 zieht. Bis zu 600 Watt sollen es werden – während Custom-GPUs sich nicht unbedingt daran halten müssen.

Die RTX 5090 wird wohl ein echter Stromfresser. Die RTX 5090 wird wohl ein echter Stromfresser.

In etwas weniger als einer Woche steht die CES 2025 an, auf der mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die Nvidia Geforce RTX 5090 gezeigt wird. Viele Leaks und Teaser von Boardpartnern (unter anderem Gigabyte) sind in den vergangenen Tagen erschienen und deuten darauf hin.

Die bisher geleakten technischen Daten der RTX 5090 lassen eine »Monster-GPU« vermuten. Diese Annahme wird nun durch eine neue Vorabinformation des chinesischen Portals BenchLife weiter befeuert.

  • So soll die Spannungsmodulation der RTX 5090 aus 16+6+7 Phasen (also insgesamt 29 Phasen) bestehen.
    • Zum Vergleich: Die RTX 4090 benötigte hier »nur« 23 Phasen (Aufbau aus 20 + 3).
  • Auch zur TGP (»Total Graphics Power«) nennt der BenchLife-Bericht konkrete Zahlen: Bis zu 600 Watt sollen es für die RTX 5090 sein.

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Mit TGP ist übrigens die Leistung gemeint, die sich Chip und VRM maximal vom Netzteil ziehen. Die TDP-Angabe, die ihr immer mal wieder lest, ist in den Augen von Nvidia hingegen eine Angabe, wie viel Abwärme der zugehörige Kühler in Watt »auffangen« muss. Der Hersteller selbst bezeichnet diese Abkürzung in seinen Erklärungsfolien auch als »Thermal Design Power«.

Lange Rede, kurzer Sinn: Tatsächlich müsst ihr damit rechnen, dass der Energieverbrauch der RTX 5090 noch höher als beim Vorgänger ausfällt.

Zwar dürfte dieser 600-Watt-Wert nur unter absoluten Extrembedingungen erreicht werden, doch es wird spannend zu beobachten sein, ob der bei Nvidia-GPUs inzwischen verpflichtende 12V-2x6-Anschluss den Anforderungen langfristig gewachsen sein wird.

RTX 5090: Referenz-PCB besteht aus 14 Schichten

BenchLife bestätigt an dieser Stelle auch, dass das PCB (»Printed Circuit Board«, auch als Leiterplatte bekannt) aus insgesamt 14 Schichten besteht.

Auch hier ist also bei der RTX 5090 ein Zuwachs zu beobachten, denn das PCB der RTX 4090 besteht ebenso wie die RTX 3090 Ti aus 12 Schichten.

  • Der Vorteil: Die Topologie der Leiterbahnen lässt sich breiter fächern, sodass etwa mögliche Störsignale im Kontext des wohl auf 32 GByte anwachsenden Videospeichers (so gut es geht) vermieden werden können.
  • Laut Benchlife soll das 14-Schichten-PCB zum Nvidia-Referenzdesign der RTX 5090 gehören, das in der Regel auch direkt zur Founders Edition übernommen wird.
  • Inwieweit andere Custom-GPUs die genannten Werte einhalten, bleibt indes abzuwarten. Insbesondere die höherpreisigen Boardpartner-Modelle der RTX 4090 verlangen gerne mal etwas mehr Leistung: MSI wollte im Zuge der »Suprim Liquid X« genannten Version etwa 480 statt der offiziellen 450 Watt sehen, was natürlich auch der Wasserkühlung geschuldet war.
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