Neben der 9070 XT, die ich bereits in einem eigenen Test unter die Lupe genommen habe, schickt AMD auch die abgespeckte RX 9070 ins Rennen.
Die große Frage: Wie viel Leistung bleibt im Vergleich zur XT-Version auf der Strecke? Und wie schlägt sie sich gegen die RX 7900 XT?
All das klärt dieser Test.
Technische Daten im Vergleich
| RX 9070 XT | Sapphire Pulse RX 9070/RX 9070 (Referenz) | RX 7900 XT | |
|---|---|---|---|
| Grafikchip | Navi 48 XT | Navi 48 XL | Navi 31 XT |
| Kerne | 4.096 | 3.584 | 5.376 |
| Takt (Game/Boost) | 2.400/2.970 MHz | 2.070/2.520 MHz | 2.025/2.394 MHz |
| Speicher | 16 GByte GDDR6 (256 Bit) | 16 GByte GDDR6 (256 Bit) | 20 GByte GDDR6 (320 Bit) |
| Speichertransferrate | 20 Gbps | 20 Gbps | 20 Gbps |
| Speicherbandbreite | 640 GB/s | 640 GB/s | 800 GB/s |
| Leistungsaufnahme | 304 Watt | 220 Watt | 300 Watt |
| UVP (Marktstart) | 689 Euro | 629 Euro | 1.049 Euro |
Das Testsystem
- Mainboard: MSI MPG X870E Carbon Wifi
- Prozessor: AMD Ryzen 7 9800X3D
- Kühlung: Corsair iCUE H150i RGB Pro XT
- Arbeitsspeicher: 2x 16 GByte DDR5-6000 Kingston Fury RGB
- Speicher: 1 TByte Solidigm P44 Pro PCIe 4.0 NVMe-SSD, 4 TByte Kingston Fury Renegade PCIe 4.0 NVMe-SSD
- Netzteil: MSI MEG Ai3000P 1.300 Watt
- Monitor: MSI MPG 321URXDE QD-OLED 4K 240 Hertz
Treiber
Es kommen die jeweils aktuellsten Treiber oder spezielle Review-Treiber zum Einsatz. Im Falle von AMD ist das Version 24.30.31.03 und bei Nvidia Version 572.50.
Synthetische Benchmarks
3DMark Time Spy Extreme
- Grafik-Punkte
- 0
- 5200
- 10400
- 15600
- 20800
- 26000
In 3DMark Time Spy Extreme und Steel Nomad liegt die Sapphire Pulse RX 9070 zwölf beziehungsweise 17 Prozent hinter ihrer großen Schwester. Damit reiht sie sich leistungsmäßig auf Augenhöhe mit der RX 7900 XT ein.
Doch Steel Nomad tanzt etwas aus der Reihe: Hier performt die RX 9070 deutlich besser als die 7900 XT, bleibt aber auch klarer hinter der XT-Version zurück. Und wie sieht das in der Spielepraxis aus?
Performance-Rating (Rasterisierung)
Rasterleistung: 3.840 x 2.160
Durchschnitt aus Alan Wake 2, Stalker 2, Ghost of Tsushima, Enshrouded, Senua's Sage: Hellblade 2 und Forza Horizon 5
- 3.840 x 2.160 (Ø FPS)
- 3.840 x 2.160 1% Low (Ø FPS)
- 0,0
- 14,0
- 28,0
- 42,0
- 56,0
- 70,0
Der Praxis-Check zeigt, dass sich der zwölfprozentige Rückstand aus den Benchmarks in echten Spielen bestätigt – zumindest in 4K. In niedrigeren Auflösungen rückt die Pulse RX 9070 erwartungsgemäß näher an die XT-Version heran.
Immerhin ist sie einen Wimpernschlag schneller als die RX 7900 XT. Gegenüber der RTX 5070 Ti fehlen ihr rund zehn Prozent, während sie die RTX 5070 deutlich abhängt.
1:08:00
5.000 Euro für KI Trickserei? Die Wahrheit über Fake Frames
Einzelbenchmarks
Alan Wake 2
Höchste Voreinstellung
- 1.920 x 1.080 (Ø FPS)
- 2.560 x 1.440 (Ø FPS)
- 3.840 x 2.160 (Ø FPS)
- 0,0
- 26,0
- 52,0
- 78,0
- 104,0
- 130,0
Performance-Rating (Raytracing)
Performance-Rating (Raytracing)
Durchschnitt aus Alan Wake 2, Cyberpunk 2077, Hogwarts Legacy und Indian Jones und der Große Kreis
- 1.920 x 1.080 (Ø FPS)
- 2.560 x 1.440 (Ø FPS)
- 3.840 x 2.160 (Ø FPS)
- 0,0
- 20,0
- 40,0
- 60,0
- 80,0
- 100,0
In Sachen Raytracing zeigt sich die RX 9070 von einer ungewohnt muskulösen Seite: Trotz nur halb so vieler RT-Kerne schlägt sie die RX 7900 XT deutlich. AMD hat hier ordentlich zugelegt, doch Nvidia bleibt weiterhin der Platzhirsch.
Das zeigt sich besonders, wenn man die RTX 5070 als Vergleich heranzieht: In Sachen Rasterleistung ist sie deutlich unterlegen, doch beim Raytracing liegt sie plötzlich auf Augenhöhe mit der 9070.
FSR 4
Kingdom Come: Deliverance 2
Höchste Voreinstellung
- 1.920 x 1.080 (Ø FPS)
- 2.560 x 1.440 (Ø FPS)
- 3.840 x 2.160 (Ø FPS)
- 0,0
- 36,0
- 72,0
- 108,0
- 144,0
- 180,0
Schon im Test zur RX 9070 XT hat sich FSR 4 als riesiger Sprung nach vorn erwiesen. Zwar kostet es minimal mehr Performance als FSR 3.1, doch die deutlich verbesserte Bildqualität gleicht das mehr als aus. Wer sich mit Upscaling anfreunden kann, bekommt hier ein richtig gutes Paket.
Hier seht ihr FSR 4 im Vergleich zu FSR 3.1 (beides im Modus Leistung
) in Spider-Man: Miles Morales bei einer Vergrößerung von 300 Prozent:
In der Bildergalerie könnt ihr euch zudem ansehen, wie das neue FSR 4 im Vergleich zur nativen Auflösung und DLSS 3.7.10 abschneidet:
Leistungsaufnahme und Effizienz
Leistungsaufnahme (Rasterleistung)
Durchschnitt aus Alan Wake 2, Stalker 2, Ghost of Tsushima, Enshrouded, Senua's Sage: Hellblade 2 und Forza Horizon 5
- 3.840 x 2.160 Ø Watt
- 0,0
- 96,0
- 192,0
- 288,0
- 384,0
- 480,0
Die RX 9070 Pulse gönnt sich in 4K im Schnitt 220 Watt aus sechs getesteten Spielen. Das sind satte 28 Prozent weniger als die RX 9070 XT!
Doch das eigentlich Beeindruckende ist das Verhältnis von Leistung zu Verbrauch: Zwölf Prozent weniger FPS, aber über ein Viertel weniger Stromverbrauch? Das sorgt für eine Effizienz, die sämtliche andere Karten im Testfeld in den Schatten stellt.
Nvidia hatte hier lange die Nase vorn, aber AMD zieht jetzt mindestens gleich.
Lautstärke
Die Sapphire Pulse RX 9070 gehört zu den leisesten Karten im Testfeld. In meinem offenen Aufbau messe ich aus 30 Zentimetern Entfernung gerade einmal 35 Dezibel – und das unter Volllast.
Sie ist so leise, dass ich schon mit den Ohren ganz nah an die Grafikkarte heranrücken muss, um die Lüfter überhaupt zu hören. Aber gut, ich bin ja auch nicht mehr der Jüngste!
Preis-Leistungs-Verhältnis
Preis-Leistungs-Verhältnis (insgesamt)
Stand der Preise: 24.02.2025 (FPS-Basis: Performance-Rating Raster 3.840 x 2.160)
- Euro pro FPS
- 0,00
- 8,00
- 16,00
- 24,00
- 32,00
- 40,00
Auch beim Preis-Leistungs-Verhältnis gehört die RX 9070 zur Spitze und liegt nur minimal hinter der RX 9070 XT (Referenz), zumindest mit Blick auf die UVP.
Wie viel davon am Ende im Handel übrig bleibt, ist noch abzuwarten.
Fazit der Redaktion
Alexander Köpf
@NebulaMutara
Die Sapphire Pulse RX 9070 sticht im Testfeld heraus – allerdings nicht allein durch ihren Verbrauch, sondern durch ihre beeindruckende Effizienz. Keine andere Karte liefert mehr FPS pro zehn Watt Leistungsaufnahme. Chapeau, AMD!
Dazu kommen nur zwölf Prozent weniger Bilder pro Sekunde in 4K im Vergleich zur XT-Variante, ein solides Raytracing-Upgrade gegenüber der Vorgängergeneration und satte 16 GB Grafikspeicher – ausreichend für 4K in den meisten Szenarien. Dennoch fühlt sie sich in WQHD am wohlsten.
Mit einer UVP von 629 Euro liegt sie jedoch möglicherweise etwas zu nah an der RX 9070 XT (689 Euro), um wirklich attraktiv zu sein. Obwohl Preis und Leistung nahezu linear skalieren, müsste sich die RX 9070 meiner Meinung preislich stärker von ihrer großen Schwester absetzen.
Nichtsdestotrotz bietet die RX 9070 bereits ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Besonders in der klassischen Rasterisierung schlägt sie die direkte Konkurrenz von Nvidia, die RTX 5070, klar und liegt beim Raytracing auf Augenhöhe. Nvidia behält jedoch die Oberhand beim Upscaling sowie bei (Multi) Frame Generation.

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