Ausgerechnet die gefragtesten CPUs sollen teils große Probleme machen: Über 100 Fälle gemeldet – AMDs Statement dazu

Der Ryzen 7 9800X3D ist in den vergangenen Wochen aufgrund einer ungewöhnlichen Häufung an Defekten auffällig geworden. AMD meldet sich nun zu Wort.

Der Ryzen 7 9800X3D hat weiterhin einige Ausfälle zu vermelden. AMD gibt nun eine Stellungnahme heraus, die die Schuld nicht beim Prozessor selbst sieht. Der Ryzen 7 9800X3D hat weiterhin einige Ausfälle zu vermelden. AMD gibt nun eine Stellungnahme heraus, die die Schuld nicht beim Prozessor selbst sieht.

Die vor etwas mehr als einem Monat angefangenen Diskussionen rund um defekte Ryzen 7 9800X3D halten weiter an.

Inzwischen haben sich mehr als 100 Fälle auf dem Asrock-Subreddit zusammengefunden, die allesamt dasselbe Problem monieren: Die teure CPU quittiert nach unterschiedlichen Zeitspannen einfach den Dienst. Bei manchen seien Spuren verbrannter Pins zu sehen.

Einige der Einträge stellen den Ausfall erst nach einigen Monaten fest; Videocardz berichtet indes von einem Nutzer mit einem Ryzen 9 9950X3D, der nach nur drei Wochen aufgegeben hat, ebenfalls auf einem Asrock-Mainboard.

Die Suche nach der Ursache gestaltet sich beim Durchforsten des Reddit-Threads weiterhin als schwierig, ein eindeutiger gemeinsamer Nenner außerhalb der Kombination aus AM5-CPU mit 3D-V-Cache und Asrock-Mainboard nicht heraus.

Gegenüber dem Portal PC Gamer hat AMD nun eine Stellungnahme abgegeben, die die Schuld nicht bei defekten Prozessoren sieht:

Uns ist eine begrenzte Anzahl von Nutzerberichten bekannt, bei denen Asrock-AM5-Motherboards den POST nicht abschließen konnten.

Nach einer gemeinsamen Untersuchung haben AMD und Asrock ein Speicherkompatibilitätsproblem in früheren BIOS-Versionen festgestellt, das in der neuesten Version behoben wurde.

Asrock hat bereits eine Anleitung zu diesem Verhalten herausgegeben und sich mit einem einzelnen Bericht über eine beschädigte CPU befasst.

Video starten 0:45 »Die Legende ist unschlagbar«: AMD stellt den Ryzen 7 9800X3D offiziell vor

Fehlgeschlagene POSTs laut AMD kein definitives Zeichen

Auch auf fehlgeschlagene POSTs (Power-on Self-test) geht AMD in dieser Stellungnahme näher ein. Diese müssen nicht unbedingt auf »nicht funktionierende CPUs« hinweisen und können eine Vielzahl an Ursachen haben, die nicht näher ausgeführt werden.

Betroffene Nutzer sollen für das spezifische Mainboard auf die neueste BIOS-Version aktualisieren, um sich um etwaige POST-Probleme zu kümmern. Sollten diese weiterhin bestehen, lautet der nächste Schritt die Kontaktaufnahme zum AMD-Kundendienst.

Eine Sache fehlt allerdings in der Stellungnahme: Was ist mit den Nutzern im Reddit-Thread, deren Prozessor eigenen Angaben zufolge den POST besteht und für kurze Zeit funktioniert, ehe es zu den Defekten kommt?

Zumindest laut PC Gamer liegt hiermit nahe, dass es sich eben nicht zwangsläufig um BIOS- oder Speicherkompatibilitätsprobleme handelt. Eine weitere Stellungnahme seitens AMD zur Klarstellung wurde entsprechend angefragt.

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