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Seite 2: Samsung C24FG70 mit FreeSync - Quantum-Dot-TFT für Spieler

Bildqualität

Bei den Messungen zur Bildqualität mit einem Spyder 5 Pro schneidet der TFT von Samsung dank vollständiger Abdeckung des sRGB-Farbraums, hoher maximaler Helligkeit und ausreichenden Kontrasten gut ab. Bei den Messungen zur Bildqualität mit einem Spyder 5 Pro schneidet der TFT von Samsung dank vollständiger Abdeckung des sRGB-Farbraums, hoher maximaler Helligkeit und ausreichenden Kontrasten gut ab.

Samsung setzt beim C24FG70 auf die vor allem aus dem TV-Bereich bekannte Quantum-Dot-Technik. Zur Filterung der (blauen) Hintergrundbeleuchtung wird dabei eine Schicht mit den namensgebenden Quanten-Punkten (beziehungsweise Halbleiter-Nanokristallen) in zwei verschiedenen Varianten eingesetzt. Je nach Größe erzeugen sie rotes oder grünes Licht, was zusammen die drei Grundfarben (RGB) ergibt.

Gegenüber herkömmlichen Display-Techniken haben Quantum Dots vor allem den Vorteil, dass sie Farben genauer und mit weniger unerwünschten Mischungen darstellen können. Außerdem ermöglichen sie eine vergleichsweise hohe Helligkeit. Mit dem beeindruckenden Schwarzwert und der niedrigen Reaktionszeit der (teureren) und selbstleuchtenden OLEDs (siehe auch den Test des Alienware 13 mit OLED-Display) können sie aber zumindest in der hier beschriebenen Form der Nutzung nicht mithalten.

Unsere Messungen mit einem Spyder 5 Pro bescheinigen dem C24FG70 dementsprechend eine hohe maximale Helligkeit von knapp über 350 cd/m², in Kombination mit dem guten, aber nicht überragenden Schwarzwert von 0,34 cd/m² führt das zu einem guten Kontrastverhältnis von etwa 1.000:1.

Samsung selbst spricht von 3.000:1, was auch die Kollegen von Prad.de mit einem Messwert von 2.700:1 weitgehend bestätigen, unser Testgerät erreicht diesen Wert aber auch bei wiederholten Messungen mit Werkseinstellungen in einem komplett abgedunkelten Raum nicht.

Die Ausleuchtung des Monitors weist unter diesen Bedingungen und bei einem kompletten Schwarz-Bild wie so häufig zu sehen an den Rändern leichte Lichthöfe auf, wobei in unserem Fall vor allem der obere und der linke Rand betroffen sind. Im Windows- und Spielealltag ist das aber nicht störend wahrnehmbar. Die Farbraumabdeckung liegt gleichzeitig auf einem guten Niveau: Der sRGB-Farbraum wird zu 100 Prozent abgedeckt, der AdobeRGB-Farbraum immerhin zu 86 Prozent.

Auch bei der subjektiven Einschätzung der Bildqualität hinterlässt der Samsung-TFT einen guten Eindruck, die Farben wirken kräftig, aber nicht übertrieben und hohe Kontraste sorgen für ein differenziertes Bild. Die Blickwinkel sind allerdings weniger stabil als von VA-Panels gewohnt, was mit der Wölbung des Panels zusammenhängen könnte.

Etwas ärgerlich ist dagegen, dass bei unserem Testgerät mit aktivierten FreeSync in der linken, unteren Ecke auf dem Windows-Desktop teilweise eine kleiner, weißer Strich aufleuchtet. Außerdem neigt das Bild zum Flackern, wenn man den Monitor per Menü auf 60 Hertz limitiert. Der flackernde Strich scheint laut Berichten in Foren ein generelles Problem des TFTs zu sein, weil der Strich sehr klein ist, fällt er in der Regel allerdings kaum auf. Da uns gleichzeitig für PC-Spieler kein guter Grund einfällt, den Monitor künstlich per Menü auf 60 Hertz zu limitieren, fällt auch das zweite Problem letztlich nicht schwer ins Gewicht.

Zwei weitere Probleme, von denen in Foren und Bewertungen teilweise zu lesen ist, sind bei unserem Testgerät nicht aufgetreten: Einerseits Farbartefakte an den Rändern von sich bewegenden Objekten (laut Berichten meist lilafarben), andererseits eine sichtbare blaue Linie am linken oder rechten Bildschirmrand (vermutlich durch die blaue Hintergrundbeleuchtung hervorgerufen).

Wie weit verbreitet diese Faktoren sind, können wir nicht einschätzen, dass sich die Qualität von Monitormodellen derselben Reihe relativ stark voneinander unterscheiden kann, ist allerdings (leider) nichts ungewöhnliches - Stichwort: Panel-Lotterie.

Anmerkung: In relativ naher Zukunft erscheint mit dem C24FG73 ein Nachfolgemodell des C24FG70 mit angepasster Firmware und überarbeiteten Standfuß, bei dem die angesprochenen Probleme möglicherweise behoben sind. Danke an unseren Leser captain_drink für den Hinweis dazu.

Verarbeitung und Bedienung

Ergonomieoptionen Die etwas ungewöhnliche Halterung des Displays erlaubt es, den C24FG70 in der Höhe zu verstellen, zu neigen und zu schwenken. Der Platzbedarf ist durch die Konstruktion aber vergleichsweise hoch.

Bedienung und Anschlüsse Das Monitormenü wird über einen kleinen Joystick an der Rückseite gesteuert. In Sachen Anschlüsse stehen zwei HDMI-Ports, ein DisplayPort und eine Kopfhörer-Verbindung zur Verfügung.

Spiegelungen Das Panel des Monitors ist teilweise entspiegelt. Bei frontaler Betrachtung halten sich störende Reflexionen in Grenzen, seitlich betrachtet sorgt die Wölbung aber für mehr Spiegelungen.

Eine weitere Besonderheit des Samsung C24FG70 ist die Verbindung von Display und Standfuß. Sie erinnert an einen Roboterarm oder an eine klassische Schreibtischlampe und besteht aus zwei zylinderförmigen Elementen, die jeweils über ein flexibles Gelenk miteinander und mit dem Display verbunden sind. Auch eine kleine Schlaufe zur Kabelführung ist vorhanden.

Der Monitor lässt sich dadurch vielfältig justieren: Er ist in der Höhe verstellbar, leicht schwenk- und neigbar, außerdem unterstützt er die (für Spieler eher uninteressante) Pivot-Funktion zur Drehung des Display um 90 Grad. Die Konstruktion hat allerdings zur Folge, dass der Monitor relativ viel Platz auf dem Schreibtisch einnimmt.

Der Rahmen des frontal betrachtet ausreichend entspiegelten Displays ist relativ schmal. An den Seiten erinnert er optisch an gebürstetes Aluminium, sonst kommt fast ausschließlich mattes Plastik zum Einsatz. Das macht zwar einen robusten Eindruck, besonders hochwertig und edel wirkt der Monitor aber nicht. Die relativ große Standfußfläche kann auf Wunsch mit einem pulsierenden oder passend zur Tonausgabe erstrahlenden Blaulicht bestrahlt werden, mehr optische Akzente gibt es nicht.

Die Bedienung erfolgt über ein etwas futuristisch anmutendes, aber dennoch zweckmäßiges und gut strukturiertes Menü. Bestimmte Einstellungen wie die Hertz-Zahl oder der Low Input Lag lassen sich dabei in einem von drei Profilen abspeichern, die sich über drei entsprechende Tasten an der Unterseite des Monitors direkt auswählen lassen. Die allgemeine Menünavigation erfolgt über einen kleinen Joystick an der Rückseite, der seine Sache abseits der etwas zu schwergängigen Tastenfunktion zur Auswahl von Elementen sehr gut macht.

Samsung C24FG70 - Monitormenü ansehen

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