Samsung testet wohl gerade riesige 20.000-mAh-Akkus für Handy – allerdings gibt es schlechte Nachrichten

Sind Handy-Akkus mit 20.000 Milliamperestunden bald Standard? Samsung testet sie offenbar gerade, allerdings noch mit mäßigem Erfolg.

Kommen künftige Samsung-Handys mit Mega-Akku? Tests laufen wohl – aber die Technik ist noch nicht so weit. (Bildquelle: GameStar Tech) Kommen künftige Samsung-Handys mit Mega-Akku? Tests laufen wohl – aber die Technik ist noch nicht so weit. (Bildquelle: GameStar Tech)

Die Kapazitäten von Handy-Akkus werden immer größer – vor allem wegen der modernen Bauweise mit Silizium-Kohlenstoff-Anode.

Ich hatte beispielsweise erst kürzlich das neue realme GT8 Pro im Test, das einen Akku mit 7.000 Milliamperstunden (mAh) besitzt und auch andere Hersteller wie Honor, Xiaomi oder OnePlus setzen inzwischen auf entsprechend große Kapazitäten.

Samsung hat offenbar noch ambitioniertere Pläne: Das Unternehmen testet aktuell einen neuen Riesen-Akku – doch das Projekt hat noch einen entscheidenden Haken.

Laut dem Leaker phonefuturist hat Samsung einen Dual-Cell-Akku aus Silizium-Kohlenstoff mit 20.000 mAh Gesamtkapazität entwickelt. Die Batterie besteht aus zwei Zellen – eine mit 12.000 mAh, eine mit 8.000 mAh.

Die Testergebnisse sind vielversprechend: Samsung soll damit 27 Stunden Display-Zeit erreicht haben, dazu rund 960 Ladezyklen pro Jahr.

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Wäre da nicht dieses Problem: Die Batterie ist während des Tests aufgebläht. Damit sind die Akku-Zellen derzeit noch zu instabil, um sie in Smartphones einzubauen – zumindest in der aktuellen Form.

Zu viel Silizium?

Der Grund für die Stabilitätsprobleme könnte laut AndroidAuthority im Silizium-Anteil liegen. Um die Kapazität von Silizium-Kohlenstoff-Akkus zu erhöhen, braucht es mehr Silizium in der Mischung.

Allerdings ist das ein Balanceakt, da sonst die Zuverlässigkeit leidet. Das OnePlus 15 mit seinem 7.300-mAh-Akku setzt beispielsweise auf maximal 15 Prozent Silizium-Anteil – ein Kompromiss zwischen hoher Kapazität und Zuverlässigkeit.


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Realme hatte im August 2025 einen Prototyp mit 15.000-mAh-Akku gezeigt (via AndroidAuthority), bei dem mit 100 Prozent Silizium gearbeitet wurde. Das ermöglicht zwar deutlich höhere Kapazitäten, bringt aber eben auch die bekannten Probleme mit Aufblähungen und schnellerem Verschleiß mit sich.

Es ist gut möglich, dass Samsungs 20.000-mAh-Akku ähnlich hohe Silizium-Werte nutzt – und deshalb mit dem Aufblähen zu kämpfen hat.

Ausblick

Die Chance, dass ihr in absehbarer Zeit ein Galaxy-Handy mit 20.000-mAh-Akku in der Hand haltet, ist gering. Derzeit sind solch hohe Kapazitäten bei einer schlanken Bauweise noch zu unsicher und gerade Samsung wird nach dem Akku-Debakel des Galaxy Note 7 sicher kein Risiko eingehen.

Das bedeutet aber natürlich nicht, dass die Forschung sinnlos ist – mittelfristig könnte ein stabilerer 15.000-mAh-Akku oder knapp darunter durchaus Realität werden.

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