Ich habe einen smarten Kalender ausprobiert – mein liebstes Feature hat aber nichts mit Planung und Terminen zu tun

Der smarte Kalender ist ein überraschend schöner Bilderrahmen. Nur eben mit zusätzlichen Planer-Funktionen.

Der Tabwee P15 ist ein smarter Kalender mit Bilderrahmen-Funktion – oder eher ein Bilderrahmen mit Kalenderfunktion? (Bildquelle: Duy Linh DinhGameStar Tech) Der Tabwee P15 ist ein smarter Kalender mit Bilderrahmen-Funktion – oder eher ein Bilderrahmen mit Kalenderfunktion? (Bildquelle: Duy Linh Dinh/GameStar Tech)

Der Kalender ist für viele nicht mehr als ein Browser-Tab, eine App, ein physischer Planer oder Papier an der Wand. Ich habe jetzt eine weitere Option entdeckt und ausprobiert: einen physischen Smart-Planer mit 15-Zoll-Bildschirm.

Nach 30 Tagen damit habe ich bemerkt, dass mein liebstes Feature gar nichts mit Planung und Terminen zu tun hat.

Tabwee P15: Ein Kalender mit Bilderrahmen-Funktion

Der Tabwee P15 ist ein smarter Kalender mit großem 15-Zoll-Bildschirm um 16-zu-9-Format. 

Aussehen: Optisch erinnert das Gerät sehr stark an einen großen Bilderrahmen mit Passepartout. Auf der Rückseite gibt es einen abnehmbaren Metall-Ständer, mit dem ihr den smarten Kalender im Hoch- oder im Querformat aufstellen könnt. 

Auf einem Regal sieht der Tabwee P15 echt schön aus, allerdings stört mich das aufgedruckte Logo – besonders im Hochformat. Außerdem müsst ihr beachten, dass in diesem Gerät kein Akku verbaut ist und somit immer ein Stromkabel heraushängt, solltet ihr es an die Wand montieren wollen. 

Der 15,6-Zoll-IPS-Touchscreen hat eine Auflösung von 1920 x 1080 Pixel und ist für diesen Zweck und Preis mehr als ausreichend. Die Blickwinkelstabilität ist IPS-typisch überzeugend, was mir bei so einem Gerät besonders wichtig ist. 

Kalender- und Planer-Funktionen: Also … was bringt denn ein smarter Kalender? 

Zuallererst habe ich die Smartphone-App des Herstellers heruntergeladen und mir ein Konto erstellt. Anschließend konnte ich den Kalender mit bestehenden synchronisieren und schon mit Terminen, Geburtstagen und Events füllen. 

Der Kalender kann fast vollständig ohne Smartphone über den Touchscreen bedient werden, aber mit der App ist es weitaus komfortabler. Trage ich einen Termin auf dem Handy ein, erscheint er auf dem Kalender (umgekehrt funktioniert es genauso).

Eine kleine Besonderheit vom Tabwee P15 ist die Gamification der Planer-Funktionen. Man kann unter anderem Routinen oder Aufgaben festlegen, die mit selbst festgelegten virtuellen Punkten und Abzeichen belohnt werden. 

Beispiel: Nachdem ich 10-mal im Fitnessstudio war, erhalte ich ein Abzeichen und die Nachricht »Du hast dir eine Pizza verdient«. Braucht es dafür einen smarten Kalender? Nein, aber es kann Spaß machen, aus alltäglichen Dingen ein Spiel zu machen.

Der Kalender kann auch von mehreren Personen gleichzeitig verwendet werden, etwa als Familienkalender. Dann könnt ihr jeden Termin oder jede Farbe einer Person zuordnen. 

Die Benutzeroberfläche erinnert an die von Android-Tablets. (Bildquelle: Duy Linh DinhGameStar Tech) Die Benutzeroberfläche erinnert an die von Android-Tablets. (Bildquelle: Duy Linh Dinh/GameStar Tech)

Bilderrahmen: Der Tabwee P15 ist dank seines großen Displays ein hervorragender digitaler Bilderrahmen. Die Fotos kommen darauf sehr schön zur Geltung und können in einer Diashow angezeigt werden. Sollte sich das Foto nicht im 16-zu-9-Format befinden, nutzt der Kalender eine stark verschwommene Version davon als Hintergrund – das sieht richtig gut aus.

Tippt man auf das gerade angezeigte Foto, lässt es sich auch bildschirmfüllend darstellen, wobei es dadurch natürlich etwas beschnitten wird. Zusätzlich lassen sich Fotos rotieren, als Favorit speichern oder direkt löschen. Mit dem Finger kann ich während der Diashow durch die Fotos wischen. 

Die Bilderrahmen-Funktion ist mein persönliches Highlight des Gerätes. (Bildquelle: Duy Linh DinhGameStar Tech) Die Bilderrahmen-Funktion ist mein persönliches Highlight des Gerätes. (Bildquelle: Duy Linh Dinh/GameStar Tech)

Fotos werden auf das Gerät per App übertragen. Dabei finde ich es richtig schön, dass man zu jedem Foto einen Gruß oder eine Beschreibung hinzufügen kann. Das ist vor allem dann praktisch, wenn ihr den smarten Kalender jemandem geschenkt habt. 

Es nervt jedoch, dass man immer nur 50 Fotos auf einmal senden kann und es keine andere Möglichkeit der Datenübertragung gibt – einen USB-Anschluss oder Kartenleser hat der Tabwee P15 nicht.

Alles in allem hat sich die Bilderrahmen-Funktion als mein Lieblings-Feature des smarten Kalenders herausgestellt, obwohl es eigentlich nur eine Bonus-Funktion ist. 

Übrigens zieht der Tabwee P15 dauerhaft etwa 5 bis 7 Watt. Bei den üblichen deutschen Strompreisen und Dauerbetrieb kostet das etwa 1 bis 2 Euro im Monat.

Tabwee P15 Smarter Kalender
Planung mit Gamification
Tabwee P15 Smarter Kalender
Mit digitaler Bilderrahmen-Funktion
299 €149 €

Fazit: Ein Bilderrahmen mit Kalender-Funktion

Also, für wen lohnt sich der Tabwee P15? Er ist auf jeden Fall super für Familien oder Personen, die mit etwas Gamification mehr Spaß in alltägliche Aufgaben bringen wollen.

Trotzdem muss man ehrlich sein: 150 Euro sind viel Geld für ein Gerät, das eigentlich nur eine Funktion hat, die jedes Handy oder Tablet heute ohnehin schon erfüllen kann.

Genau hier kommt mein Lieblings-Feature ins Spiel: Der Tabwee P15 ist zusätzlich ein praktischer digitaler Bilderrahmen, was den Preispunkt für mich in ein besseres Licht rückt. 

Gute digitale Fotorahmen in dieser Größe kosten oft ähnlich viel und bei diesem Gerät bekommt man die smarte Kalender-Funktion eben einfach on top.


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