Smarter Trink-Tracker: Lucy weiß, wie viel ich diesen Sommer getrunken habe

So schaffe ich meine zwei Liter Wasser locker am Tag! Lucy Smart Cap unterstützt mich im Kampf gegen den Durst.

Eine Flasche, die trackt, wie viel man trinkt? Eine Flasche, die trackt, wie viel man trinkt?

Jetzt, wo es wieder wärmer wird, fließt der Schweiß und seine zwei bis drei Liter täglich zu trinken ist besonders wichtig. Der Wasserhaushalt muss stimmen. Ich gehöre zu den Menschen, die sich schon sehr disziplinieren müssen, darauf zu achten, genug zu trinken.

Die Smart Cap namens Lucy der Firma Waterdrop soll mich regelmäßig ans Trinken erinnern und gleichzeitig noch das Wasser in der Flasche reinigen. Kein schlechter Service, den die 4 cm hohe Kappe verspricht. Hat es die Smart Cap geschafft, dass ich täglich zwei Liter Wasser in mich reinpumpe?

Was genau ist Lucy?

Die Smart Cap ist ein Trink-Tracker, der nur in Kombination mit den Glas- und Edelstahlflaschen und der Waterdrop Hydration-App funktioniert. Die Smart Cap wird anstelle des Flaschendeckels angeschraubt.

Sitzt der Tracker auf der Flasche, reinigt er das Wasser, misst getrunkene Mengen und erinnert einen ans regelmäßige Trinken.

Das Gadget kostet rund 80 Euro und ist im Bundle mit einer Flasche zwischen 100 und 110 Euro erhältlich - ein stolzer Preis.

Wie startet man Lucy?

Zunächst muss die App heruntergeladen werden. Diese gibt es im Google Play Store und App Store von Apple. Da ich ein Samsung-Handy verwende, testete ich die App entsprechend für Android.

Danach legt ihr einen Account und ein Profil an. Die App fragt Daten wie Geburtstag und Gewicht ab, um ein Trinkziel vorzugeben. Das könnt ihr später ändern.

Über Bluetooth werden Cap und Smartphone miteinander verbunden. Zum Schluss wird die Smart Cap kalibriert. Das bedeutet, dass sie erkennt, auf welcher Waterdrop-Flasche sie aufgeschraubt wurde. So ermittelt sie, wie viel Flüssigkeit in die Flasche passt und herausgenommen wird.

Bevor es losgeht, muss die Smart Cap erstmal geladen werden. Ein USB-C-Kabel wird mitgeliefert. Ich habe dafür meinen Laptop verwendet.

Steckdose via Netzteil geht natürlich auch. Steckdose via Netzteil geht natürlich auch.

Endlich: Wasser!

In insgesamt 6 Schritten ist die Konfiguration abgeschlossen. Nimmt man noch weitere Einstellungen in der App vor, kann es schon ein paar Minuten dauern, bis man zu seinem ersten Schluck Wasser kommt. Für meinen Test habe ich mir als Trinkziel 2.000 Milliliter eingestellt. Das von der App vorgeschlagene Ziel lag bei 2.940 Milliliter.

Die App ist an alle Trinkbedürfnisse anpassbar. Die App ist an alle Trinkbedürfnisse anpassbar.

Als ich mein Tagesziel erreicht habe, wurde ich mit einem digitalen Pokal und einem ruhigen Gewissen belohnt. Alles, was danach noch getrunken wird, wird weiter aufgezeichnet. Unter dem Reiter Getränke werden die Werte ebenfalls aufgelistet und weiterhin addiert.

Wer ein Ziel erreicht, wird mit unterschiedlichen Auszeichnungen belohnt. Wer ein Ziel erreicht, wird mit unterschiedlichen Auszeichnungen belohnt.

Meine Kollegin Alana hat übrigens 5 Trink-Apps getestet. In ihrem Bericht erfahrt ihr, welche davon einen Pokal verdient hat.

Wie gut funktioniert das Messen?

Lucy verfügt über einen Sensor, der den Wasserstand misst. Im ersten Anlauf meines Tests hat das Messen gar nicht gut funktioniert. Die ersten Werte wurden in die App übertragen und für den Rest des Tages dann gar nicht mehr - obwohl ich eine ganze Flasche leer getrunken habe. Ein kompletter Neustart hat die Sache dann aber ins Rollen gebracht. Die Smart Cap misst gut, es ist aber noch Luft nach oben.

Alle Werte werden im Milliliter angegeben. Die App gibt sogar die Uhrzeit mit an. Alle Werte werden im Milliliter angegeben. Die App gibt sogar die Uhrzeit mit an.

Nicht jeder Wert wird in Echtzeit gemessen. Denn die Smart Cap tut sich mit kleinen Mengen (< 70 Milliliter) schwer und braucht länger, um sie zu verarbeiten. Auch sollten ein paar Minuten zwischen den Schlücken liegen.

Während des Tests habe ich das Wasser aus der Flasche in einen Messbecher abgefüllt. Bei einer Entnahme von 50 Milliliter wurden 36 Milliliter in der App angezeigt – 14 Milliliter Unterschied. Das ist verzeihbar. Auch bei Versuchen mit größeren Werten wie 350 Milliliter gab es öfter Unterschiede im Bereich +- 20 Milliliter.

Große Schlücke bringen genauere Ergebnisse. Große Schlücke bringen genauere Ergebnisse.

Kleinere Mengen verarbeitet die Smart Cap zwar nicht immer unmittelbar, übersieht sie aber auch nicht, sondern verrechnet sie beim nächsten Trinken. Ein interner Speicher sorgt dafür, dass die Werte nicht vergessen werden, sollte mal keine Bluetooth-Verbindung bestehen.

Hin und wieder muss die App auch geschlossen und wieder geöffnet werden, damit sich die aktuellen Werte zeigen. Was negativ auffällt ist, dass manuell keine Synchronisation angestoßen werden kann. Die Werte kommen, wann es dem Tracker passt.

Bei vielen schnellen Entnahmen hintereinander war die Fehlerquote höher. Da hat die Cap gerne +- 50 Milliliter berechnet. Aber gut, normalerweise setzt man die Flasche an, trinkt und stellt sie wieder zur Seite.

Lucy: Die Wasserreinigung

Trinken wir reines Wasser oder trinken wir nur unser Gewissen Rein?

Laut Hersteller werden bei der UV-C-Reinigung 99,9999 Prozent der potenziellen Keime, Bakterien und Viren in unserem Trinkwasser deaktiviert. Herausgeschmeckt habe ich das nicht und mit häuslichen Mitteln ist das schwer zu überprüfen. In diesem Fall müssen wir dem Hersteller vertrauen.

Der Hersteller warnt beim Nutzen einer Glasflasche davor, nicht direkt ins UV-Licht zu schauen, wenn der Reinigungsprozess läuft Der Hersteller warnt beim Nutzen einer Glasflasche davor, nicht direkt ins UV-Licht zu schauen, wenn der Reinigungsprozess läuft

Die Reinigung wird ganz einfach über einen kurzen Knopfdruck auf der Smart Cap gestartet. Das Innere der Flasche wird mit UV-Licht bestrahlt und die Mikroorganismen darin zerstört.

UV-Licht wirkt im Wellenbereich zwischen 200 und 300 nm desinfizierend. Die Smart Cap arbeitet mit einer 265-nm-UV-C LED-Lampe. Der Prozess dauert keine ganze Minute. Sobald das Logo auf der Smart Cap komplett leuchtet, ist der Reinigungsvorgang abgeschlossen.

Lucy: Die Erinnerung

Wo wir gerade dabei sind: Vergesst nicht zu trinken, während ihr diesen Produkttest lest!

Lucy erinnert uns ans Trinken, sobald wir die Funktion in der App aktivieren. Es lässt sich bestimmen, ob wir alle 30, 60, 90 Minuten und so weiter, erinnert werden sollen.

Das ist ein netter Service, aber nicht das Highlight der App. Das ist ein netter Service, aber nicht das Highlight der App.

Die Erinnerung erfolgt in einer Push-Benachrichtigung am Handy.

Ein Glück, dass die App nicht jede halbe Stunde anruft. Ein Glück, dass die App nicht jede halbe Stunde anruft.

Meine Smartwatch (Garmin vivoactive 3) hat mir die Benachrichtigung ebenfalls ausgespuckt. Das Trinken übernimmt die App aber nicht. Wer hier noch immer nicht zum Wasser greift, ist selber Schuld.

Es muss nicht unbedingt nur Wasser sein

Waterdrop bieten verschiedene Brausetabletten mit Geschmack an, darunter drei Elektrolyte, die in meinem Paket enthalten waren. Die Geschmäcker: Melone, Grapefruit und Blaubeere. Schade ist, dass jede Tablette einzeln in Plastik verpackt ist.

Ist das nachhaltig? Ist das nachhaltig?

Schmeckt’s denn? Jein. Ich schmiss jeweils eine Tablette in ca. 500 ml Wasser und das war wohl zu viel für so ein bisschen Brause, auch wenn die Packung für eine Tablette 400 bis 600 Millilieter angibt. Ich habe den Geschmack von Chemie erwartet, wurde allerdings positiv überrascht - dennoch war das Erlebnis wenig Geschmacksintensiv.

Die Hydration-App muss übrigens wissen, falls ihr kein Wasser, sondern eine Brause trinkt. Das wirkt sich auf die Messung der Smart Cap aus. Auch darf keine Reinigung durchgeführt werden, wenn was anderes als Wasser in der Flasche enthalten ist.

Lucy und Waterdrop Hydration-App: ein Dream Team?

Insgeheim ist es die App, die den Löwenanteil stemmt, auch wenn beide Komponenten nur gemeinsam funktionieren. Die Software bietet auch die Möglichkeit, Getränke, die man separat zu sich genommen hat, in der App nachzureichen. Diese werden auf dem Weg zum Trinkziel berücksichtigt.

Bier, Kaffee, Wein und Tee - um ein paar Beispiele zu nennen. Bier, Kaffee, Wein und Tee - um ein paar Beispiele zu nennen.

Ziemlich cool ist der Reiter Lifestyle. Hier kann angegeben werden, ob man sportlich aktiv war, ob es heiß ist oder ob man dehydrierende Flüssigkeiten (z. B. Alkohol oder Kaffee) zu sich genommen hat. Je nach Auswahl wird das Trinkziel um entsprechend viele Milliliter erhöht.

Wer schwitzt, muss natürlich auftanken. Die App sagt einem, wie viel. Wer schwitzt, muss natürlich auftanken. Die App sagt einem, wie viel.

Fazit der Redaktion

Martin Moch

Es ist nicht die Erinnerungsfunktion, die mich dazu bringt, genug zu trinken. Die ist zwar ganz nett, kann aber sicherlich durch andere Kalender-Apps und ähnliches ersetzt werden. Die Reinigungsfunktion ist super. Es ist schön zu wissen, dass man sauberes Wasser trinkt.

Doch der eigentliche Hammer ist das Tracking und Aufzeigen der bislang erbrachten Leistung. Zu sehen, wie viel ich getrunken habe und wie viel ich noch trinken muss, spornt mich an, mir den digitalen Pokal zu holen. Irgendwie macht es das Trinken einfacher und anregender – auch wenn die angegebenen Werte nicht immer 1:1 übereinstimmen.

Ob einem das den Preis wert ist, das muss jeder für sich selbst entscheiden.

In unserer Übersicht findest du übrigens alle Highlights unserer Themenwoche Cool durch den Sommer.

Wenn es im Sommer heiß ist, brauchen wir viel Flüssigkeit. Schafft ihr eigentlich eure zwei Liter am Tag? Was für Kniffe nutzt ihr, um euren Wasserhaushalt auszugleichen? Auf welche Gadgets könnt ihr im Sommer nicht verzichten? Habt ihr etwas Neues in unserer Themenwoche für euch entdeckt? Schreibt es in die Kommentare und lasst es uns wissen.

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