Smartwatches und Co.: Gerade reden alle über einen bestimmten Wert – warum er so wichtig ist

Kalorienverbrauch, Puls, Schritte? Aktuell dreht sich alles um Herzfrequenzvariabilität.

Smartwatches messen längst mehr als Schritte – die Herzfrequenzvariabilität (HRV) gilt aktuell als einer der spannendsten Gesundheitswerte überhaupt. Quelle: Foto von Ketut Subiyanto via Pexels. Smartwatches messen längst mehr als Schritte – die Herzfrequenzvariabilität (HRV) gilt aktuell als einer der spannendsten Gesundheitswerte überhaupt. Quelle: Foto von Ketut Subiyanto via Pexels.

Herzfrequenz, Schritte, Kalorien. Das kennt ihr alle schon. Doch seit Kurzem taucht auf Smartwatches ein neuer Wert auf, der für Gesprächsstoff sorgt: die Herzfrequenzvariabilität, kurz HRV.

Dieser Wert gilt als besonders aussagekräftig, wenn es um Stress, Regeneration und allgemeine Gesundheit geht. Viele verstehen aber nicht sofort, was dieser Wert eigentlich bedeutet oder wie man ihn interpretieren sollte.

Was ist Herzfrequenzvariabilität (HRV) und was sagt sie aus?

Die Herzfrequenzvariabilität misst die zeitlichen Abstände zwischen euren Herzschlägen, und zwar ganz genau in Millisekunden. Je größer diese Schwankungen sind, desto besser reagiert euer vegetatives Nervensystem auf äußere Reize. 

Das heißt konkret: Eine hohe HRV steht für gute Anpassungsfähigkeit, Ausgeglichenheit und eine starke Erholungskompetenz. Eine niedrige HRV hingegen kann auf Stress, Überlastung oder Krankheit hindeuten.

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Ein Beispiel: Zwei Menschen haben beide eine Herzfrequenz von 60 Schlägen pro Minute. Person A hat eine HRV von 80 ms, Person B nur 30 ms. Obwohl der Puls gleich ist, zeigt die höhere HRV, dass das Herz flexibler arbeitet, ist es ein Zeichen für bessere Gesundheit.

Die HRV ist also kein statischer Gesundheitswert, sondern stark abhängig von eurem Lebensstil, Schlaf, mentalem Zustand und sogar Tageszeit. Wichtig ist daher nicht ein einzelner Messwert, sondern der Verlauf über mehrere Tage oder Wochen.

So messen Smartwatches und Tracker eure HRV und worauf ihr achten solltet

Viele moderne Wearables (etwa von Apple, Garmin, Fitbit oder Whoop) messen eure HRV automatisch, meist nachts, wenn der Körper zur Ruhe kommt. So entstehen besonders aussagekräftige Werte. Manche Geräte zeigen euch Tagesdurchschnitte, andere den Verlauf über mehrere Tage.

Hier ein Beispiel, wie die Fitbit die Herzfrequenzvariabilität misst. Man kann dann seine Werte über die letzten Tage vergleichen und einsehen. Hier ein Beispiel, wie die Fitbit die Herzfrequenzvariabilität misst. Man kann dann seine Werte über die letzten Tage vergleichen und einsehen.

Wichtig ist: Einzelwerte schwanken. Beobachtet daher eure HRV über längere Zeit. Eine niedrige HRV nach Stress oder hartem Training ist normal. Dauerhaft niedrige Werte können jedoch ein Warnzeichen sein. Vergleicht euch nicht mit anderen, sondern achtet auf eure persönliche Entwicklung.

Viele Apps deuten eure HRV bereits als Stress- oder Erholungsindikator. Wer tiefer einsteigen will, kann mit Tools wie Elite HRV oder HRV4Training genauere Analysen machen.

Die Herzfrequenzvariabilität ist mehr als nur ein neuer Hype. Sie liefert euch wertvolle Einblicke in eure körperliche und mentale Balance. Nutzt eure Smartwatch nicht nur als Schrittzähler, sondern als echten Gesundheitscoach. Beobachtet eure HRV, versteht sie und verbessert sie.

Welcher Wert ist euch bei eurer Smartwatch am wichtigsten? Kennt ihr bereits die Herzfrequenzvariabilität? Hilft euch ein Achten auf den Wert bei der Regeneration? Nutzt ihr sie eher zur Motivation, zur Gesundheitskontrolle oder einfach aus Neugier? Und wie sehr verlasst ihr euch auf die Daten im Alltag? Schreibt es uns in die Kommentare! Wir sind gespannt auf eure Erfahrungen!

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