Apple Watch Ultra 3 vs. Garmin Fenix 8 Pro: Das sind die Unterschiede der beiden Top-Smartwatches

Apple und Garmin haben ihre beiden absoluten Top-Modelle für 2025 präsentiert. Wir zeigen die Unterschiede der beiden Smartwatches auf.

Beide Modelle sind nicht nur groß im Preis. Weder die Garmin Fenix 8 Pro noch die Apple Watch Ultra 3 sind für kleine Handgelenke gemacht. Beide Modelle sind nicht nur groß im Preis. Weder die Garmin Fenix 8 Pro noch die Apple Watch Ultra 3 sind für kleine Handgelenke gemacht.

Garmin sorgte mit seiner brandneuen MicroLED-Smartwatch für eine Überraschung. Schließlich wurde Apple seit langer Zeit nachgesagt, an einer derartigen Display-Technologie für die Smartwatch zu arbeiten. Überraschend ist auch der Preis von stolzen 2.000 Euro.

Abseits der teuren Smartwatch bietet Garmin ein weiteres neues Pro-Modell mit neuen Features. Wir schauen uns das AMOLED-Modell im Vergleich zur Apple Watch Ultra 3 an.

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Apple Watch Ultra 3 vs. Garmin Fenix 8 Pro: Die Specs

MerkmalApple Watch Ultra 3Garmin Fenix 8 Pro
Gehäusegröße49 Millimeter 47 Millimeter oder 51 Millimeter
Gewicht (nur Gehäuse)61,6 GrammMicroLED: 68 Gramm
AMOLED: 56 Gramm
Speicher64 GByte32 GByte
DisplayLTPO3 OLED mit weitem Sichtwinkel
bis zu 3000 Nits, 1 Nit minimale Helligkeit
422×514 Pixel
MicroLED (51 mm) – bis zu 4500 Nits
AMOLED-Display
454 x 454 Pixel
Always-On-DisplayJaJa
SatellitenkommunikationNotruf SOS über Satellit inReach SOS und Nachrichten (Abonnement erforderlich)
Mobilfunk5G, LTE LTE (Abonnement erforderlich)
Akku-Laufzeitbis zu 42 Stunden, im Stromsparmodus bis zu 72 StdAMOLED: bis zu 15 Tage, MicroLED: bis zu 10 Tage (Smartwatch-Modus)
Wasserdichtigkeitbis 100 Meter, EN13319 zertifiziertbis 100 Meter, 10 ATM 
GPSDual-Frequenz GPSMulti-GNSS 
SensorenHerzfrequenz, EKG, Blutsauerstoff, Tiefenmesser, Temperatursensor, Barometer, Höhenmesser Herzfrequenz, EKG, Blutsauerstoff, Barometer, Höhenmesser, Temperatursensor
Weitere FunktionenSiri On-Device, Bluthochdruck-Erkennung, Action-Taste, Workout Buddy, Apple Pay, SireneLED-Taschenlampe, Garmin Pay, Musik, TopoActive Karten, Training Coach, Schlafcoach
MaterialTitan + SaphirglasTitan-Lünette, Saphirglas, Metall
Update-ZeitraumUngefähr 5 JahreUngefähr 5 bis 7 Jahre
Mit Android kompatibel?NeinJa
Preis (UVP)ab 899 Euroab 1.199 € (AMOLED)
ab 1.999 € (MicroLED)

Design: Alles beim Alten

Das Design und das Gehäusematerial beider Smartwatches haben sich nicht verändert. Sie sind beide groß und für schmale Handgelenke absolut ungeeignet.

Die Apple Watch Ultra 3 ist nur in einer Größe von 49 Millimetern erhältlich, das Garmin-Modell gibt es wahlweise in 47 oder 51 Millimetern. Sowohl die Apple Watch Ultra 2 als auch die Garmin Fenix 8 Solar (Lünette) sind aus Titan gefertigt und ihr Display ist durch Saphirglas geschützt.

Die Displays im Vergleich

Garmin gibt die genauen Details zur Helligkeit der AMOLED-Version nicht bekannt. Informationen findet ihr auf der Webseite lediglich für die MicroLED-Variante. Das Display dieser Version soll bis zu 4.500 Nits hell werden.

Zum aktuellen Zeitpunkt gehen wir davon aus, dass Garmin bei der AMOLED-Version dasselbe Display wie beim Non-Pro-Modell verwendet. Eine Solarversion der Fenix 8 Pro gibt es nicht.

Apple setzt hingegen bei der Ultra 3 ein verbessertes Display mit LTPO3-Technologie ein, die die Bildrate auf bis zu 1 Hertz drosselt. Somit erreicht der Bildschirm eine höhere Energieeffizienz.

Selbst tickende Sekunden sollen zudem auf dem ohnehin mit einem weiten Sichtwinkel hell leuchtenden Screen zu sehen sein. Apple gibt eine maximale Helligkeit von 3.000 Nits an.

Mobilfunk- und Satellitenkonnektivität

Während Garmin bei der Fenix 8 Pro auf LTE setzt, verbaut Apple in seiner neuesten Generation einen 5G-Chip. Beide Smartwatches sind also mobilfunkfähig – mit einem Haken.

Bei Garmin wird statt eines regulären Mobilfunk-Tarifs ein monatliches inReach-Abonnement benötigt, das rund zehn Euro pro Monat kostet. Hinzu kommt eine Aktivierungsgebühr von 50 Euro. Immerhin gibt es zum Start eine 30-tägige Testphase, für die keine Kosten anfallen.

Gleiches gilt im Übrigen für die Satellitenkonnektivität: Je nach Nachrichtenvolumen fallen zudem weitere Kosten an.

Bei der Apple Watch Ultra 3 hängen die Kosten für die LTE-Anbindung von eurem Mobilfunk-Tarif ab. Apple verspricht zudem, dass die Funktion Notruf-SOS via Satellit zwei Jahre lang kostenlos bleibt. Die Apple Watch Ultra 3 unterstützt keine Nachrichten via Satellit.

Bei beiden Uhren lassen sich mithilfe von LTE Textnachrichten und Sprachnachrichten senden sowie Sprachanrufe tätigen. Ebenfalls Teil der Funktion ist die Positionsbestimmung.

Video starten 16:02 Smart-Ring als Alternative zur Smartwatch? Das müsst ihr unbedingt vorher wissen!

Betriebssystem und Akkulaufzeit

Die Apple Watch Ultra 3 ist eine Smartwatch im klassischen Sinne und bietet eine große Auswahl an Apps. Garmin hingegen setzt auf ein eigenes Betriebssystem, das nicht ansatzweise an die App-Vielfalt von Wear OS und watchOS heranreicht.

Dafür überzeugt die Garmin-Connect-Plattform mit detaillierten Trainingsplänen, Auswertungen, Erholungszeiten und Performance-Daten – Features, die besonders für Sportler interessant sind.

Apple integriert hingegen seine Smartwatch in das eigene große Ökosystem und ermöglicht die Steuerung von Smart-Home-Geräten über die Uhr. So lassen sich etwa intelligente Türschlösser bequem vom Handgelenk aus öffnen. Alternativ kann das Gadget auch als Fernbedienung verwendet werden. Die Möglichkeiten sind nahezu mannigfaltig.

Während Apple eine Akkulaufzeit von bis zu 42 Stunden verspricht, sind es bei der Fenix 8 Pro bis zu 15 Tage im normalen Smartwatch-Modus. Unter intensiver GPS-Nutzung reduziert sich die Laufzeit allerdings deutlich, bleibt mit mehreren Tagen aber immer noch weit über dem, was Apple bietet.

Neue Gesundheitsfeatures der Apple Watch Ultra 3

Die Apple Watch Ultra 3 (und Series 11) wird in Zukunft mögliche Warnzeichen von Bluthochdruck erkennen können. Dabei handelt es sich um eine Volkskrankheit, die das Risiko für Schlaganfälle, Herzinfarkte und Nierenerkrankungen erhöht.

Das klassische Blutdruckmessgerät wird die Smartwatch zwar nicht ersetzen, aber Betroffene können den Verdacht nach einer Warnung überprüfen.

Bei anderen Wearables längst Standard: Apple führt mit der Series 11 und Apple Watch Ultra 3 einen Schlafindex ein. (Bildquelle: Apple) Bei anderen Wearables längst Standard: Apple führt mit der Series 11 und Apple Watch Ultra 3 einen Schlafindex ein. (Bildquelle: Apple)

Neu bei der Apple-Smartwatch ist ebenfalls der Schlafindex, der ähnlich wie bei der Garmin-Uhr Aufschluss über die Schlafqualität gibt.

Ansonsten ändert sich nichts. Beide Smartwatches unterstützen eine Fülle an Sport- und Gesundheitsfunktionen und tracken Schlaf, Herzfrequenz, Blutsauerstoff, Atemfrequenz, Hauttemperatur und vieles mehr.

Garmin orientiert sich nach wie vor an Outdoor-Enthusiasten. Besonders hervorzuheben sind die präzisen Multi-Band-GPS-Funktionen, Offline-Karten und eine sehr detaillierte Routennavigation – alles direkt auf der Uhr nutzbar.

Apple hingegen setzt auf zuverlässiges GPS, bietet aber nicht denselben Funktionsumfang bei Navigation und Kartenmaterial.

Die Kartennavigation auf der Fenix 8 Solar funktioniert im Test tadellos. (Bildquelle: Patrick Fernando SchneiderGS Tech) Die Kartennavigation auf der Fenix 8 Solar funktioniert im Test tadellos. (Bildquelle: Patrick Fernando Schneider/GS Tech)

Zahlungsmöglichkeiten

Wenn ihr gerne mit der Smartwatch zahlt, müsst ihr euch bei Garmin weiterhin mit Garmin Pay begnügen.

Garmin Pay unterstützt derzeit ausschließlich Visa und Mastercard, wodurch sich die Auswahl einschränkt. Der Dienstleister VIMpay bietet eine Alternative, indem er als Schnittstelle zwischen Zahlungskarte und Garmin Pay fungiert.

Apple Pay hingegen unterstützt von Haus aus eine Vielzahl von Banken, darunter die üblichen Verdächtigen wie Sparkasse, Sparda, Deutsche Bank, ING und viele mehr.

Die Preise im Vergleich

Wer die Apple Watch Ultra 2 mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von rund 900 Euro für ein teures Stück Hardware hält, wird bei der Garmin Fenix 8 Pro (AMOLED) Augen machen.

Der Hersteller verlangt satte 1.200 Euro für die Smartwatch und knackt damit mühelos die 1.000-Euro-Marke.

Die gute Nachricht: beide Smartwatches werden sehr lange mit Softwareupdates versorgt (fünf bis sieben Jahre).

Fazit

Aktuell gehören beide Uhren zu den besten Smartwatches auf dem Markt, unterscheiden sich jedoch in ihrer Ausrichtung:

  • Apple Watch Ultra 3: Die richtige Wahl für alle, die tief im Apple-Ökosystem verankert sind. Sie überzeugt mit einer großen App-Vielfalt, Smart-Home-Steuerung, neuen Gesundheitsfunktionen und Nutzerfreundlichkeit. Einziger Schwachpunkt ist die vergleichsweise kurze Akkulaufzeit.
  • Garmin Fenix 8 Pro: Ideal für Outdoor-Enthusiasten und Sportler, die Wert auf lange Akkulaufzeiten und detaillierte Trainingsdaten legen. Dafür müssen Einschränkungen bei Apps, Smart-Features und dem Preis in Kauf genommen werden.

Abgesehen von den beiden aktuellen Modellen lohnt es sich für euch gegebenenfalls, einen Blick auf die Vorgänger zu werfen. Diese sind nach wie vor großartige Smartwatches – und obendrein günstiger.

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