Für viele kam die Nachricht zur heutigen Sonnenfinsternis am 12. August überraschend. Einige stecken deshalb mitten in den Vorbereitungen und suchen gerade noch nach passenden Schutzbrillen oder selbstgebastelten Lösungen.
Um das Naturphänomen gut beobachten zu können, ist der Standort mindestens genauso wichtig wie die richtige Schutzbrille. Wenn ihr zu viele Hügel oder Gebäude in eurer Umgebung habt und der Blick komplett versperrt ist, bringt euch nämlich die beste Brille nichts.
Damit euch der Blick auf das Spektakel nicht versperrt bleibt, gibt es zwei praktische Apps, die ihr unbedingt kennen solltet. Diese verraten euch nämlich nicht nur, wo ihr zur Sonnenfinsternis sein solltet, sondern auch, wo sich die Sonne zu welcher Uhrzeit befindet.
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»Street View für die Sonne«: Perfekt vorbereitet mit Heliora
Wenn ihr euch also ideal auf die Sonnenfinsternis vorbereiten wollt, lohnt es sich im Vorfeld, nach den besten Orten zu suchen. Gerade in bergigen Landschaften kann euch der Blick zur Sonne schnell versperrt sein, da der Höhepunkt der Finsternis zur Dämmerung stattfindet.
Die Heliora-App liefert euch deshalb die wichtigsten Informationen zum Verlauf der Sonne, den Lichtbedingungen in eurer Umgebung und möglichen Hindernissen in der Landschaft. Kostenlos und für alle Geräte im Browser.
Dafür müsst ihr nur den Ort angeben, von dem ihr das Naturphänomen beobachtet – oder eure GPS-Daten freigeben. Schon seht ihr den genauen Verlauf der Himmelskörper, wann die Finsternis eintritt, und in einer 3D-Simulation, zu welchem Zeitpunkt die Sonnenfinsternis am stärksten ist.
Um auch in die richtige Richtung zu schauen, bietet die App einen Augmented-Reality-Modus (AR), mit dem euer Handy zur Tracking-Kamera wird. Über das Display eures Smartphones stellt ihr den Verlauf der Sonne fest und wisst genau, wo ihr den besten Ausblick am Abend bekommt.
In einer kompakten Zusammenfassung verrät euch die App zudem, wann die Sonnenfinsternis in eurer Region den Spitzenwert erreicht und wie lange das gesamte Spektakel dauert. Im Schnitt dauert die Sonnenfinsternis 43 Minuten und ist im Südwesten Deutschlands mit über 90 Prozent am besten zu sehen.
Freie Sicht in Städten dank Shadowmap
Solltet ihr in einer größeren Stadt mit vielen sperrigen Gebäuden wohnen, lohnt sich zudem ein Blick auf Shadowmap. Eigentlich wurde die App dafür entwickelt, schattige Orte zu finden. Dafür trackt die Anwendung aber den Sonnenverlauf und zeigt euch auf einer dreidimensionalen Karte, welche Gebäude die Sonne blockieren.
Gebt ihr also einmal euren Standort und die Uhrzeit der Sonnenfinsternis an, könnt ihr auf der interaktiven 3D-Karte sehen, ob und welche Hindernisse in eurer Umgebung zu finden sind. Für ein besonders genaues Ergebnis könnt ihr den Verlauf der Sonne verfolgen und euch dann nach einem geeigneten Ort in eurer Nähe umsehen.
Ein Tipp: So findet ihr den idealen Spot für die Sonnenfinsternis
Generell empfiehlt es sich für den besten Blick, eine möglichst freie Fläche in eurer Umgebung zu suchen – etwa ein offenes Feld oder einen größeren Park. In der unmittelbaren Nähe sollten außerdem keine hohen Gebäude stehen, die die Sicht versperren.
Erhöhte Punkte wie Aussichtstürme, Berge und Hügel oder obere Etagen in Hochhäusern bieten sich ideal an, da die Finsternis in vielen Regionen erst zur Dämmerung einsetzt.
Solltet ihr den idealen Ort für das Naturspektakel gefunden haben, ist die richtige Ausrüstung entscheidend. Für eine Sonnenfinsternis braucht ihr eine speziell angefertigte Schutzbrille, damit ihr beim Blick in die Sonne eure Augen nicht verletzt.
Falls ihr keine Brille mehr bekommen habt, hat Marinus eine clevere Bastelanleitung für eine DIY-Lösung geschrieben. Diese ist nicht nur kinderleicht nachzubauen, sondern auch besonders kostengünstig.
Zuletzt noch ein wichtiger Warnhinweis der Behörde, den ihr immer im Hinterkopf behalten solltet:
»Es gibt kein Warnsignal. Netzhautschäden lösen keinen akuten Schmerz aus. Wenn die Schädigung des Sehvermögens bemerkt wird, ist es schon zu spät. Die Schäden sind vorhanden und heilen nicht mehr.«
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