Sony hat einen Controller patentieren lassen, dessen Tasten sich beim Spielen verhärten

Mit Sonys neuem Patent für Controller kann die Härte von Tasten dynamisch angepasst werden.

Sony beschreibt in dem neuen Patent gleich zwei mögliche Techniken für sich dynamisch anpassende Tasten von Controllern. (Bildquelle: Sony, WIPO) Sony beschreibt in dem neuen Patent gleich zwei mögliche Techniken für sich dynamisch anpassende Tasten von Controllern. (Bildquelle: Sony, WIPO)

Stellt euch vor, ihr möchtet in der Hitze des Gefechts die ultimative Fähigkeit eures Charakters auslösen, aber die Taste des Controllers lässt sich einfach nicht drücken. Was momentan noch nach einem Controller-Defekt im ungünstigsten Zeitpunkt aussieht, könnte schon bald einen handfesten Grund haben.

PlayStation-Entwickler Sony hat kürzlich ein neues Patent für Gamepads angemeldet, bei dem sich der Widerstand und die Härte von normalen Aktionstasten des Controllers dynamisch anpassen lassen. Beim obigen Beispiel könnte eine harte Taste euch also darauf hinweisen, dass die Fähigkeit noch nicht einsatzbereit ist.

Wie aus dem offiziellen Dokument der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) hervorgeht, wird der Effekt durch den Einsatz von magneto-viskoelastischen Elastomeren erzielt, die sowohl die Zähigkeit als auch die Elastizität der Tasten verändern können.

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Das steckt hinter der Technik

Bei heutigen Controller-Tasten sorgen Metallfedern oder kleine Gummipads dafür, dass die Tasten nach dem Drücken wieder an ihre Ausgangsposition zurückkehren. Der Widerstand ist dabei immer derselbe.

Sony setzt bei dem neuen Patent auf »intelligente Materialien«. Im Patent werden diese als » magneto-viskoelastisches Elastomer« beschrieben. Im Grunde handelt es sich um einen speziellen Kunststoff, der seine Festigkeit ändert, sobald er einem magnetischen Feld ausgesetzt wird.

Das Material ist im Normalzustand weich und die Taste lässt sich wie gewohnt drücken. Möchte das Spiel nun den Widerstand erhöhen, wird im Controller ein Elektromagnet eingeschaltet. Die Taste reagiert auf dieses Magnetfeld und wird plötzlich zäh, schwerfällig oder im Extremfall sogar steinhart. Schaltet der Controller den Magneten wieder ab, wird die Taste sofort wieder leichtgängig.

Alternativ beschreibt Sony in dem Dokument auch eine Variante mit kleinen, flüssigkeitsgefüllten Kissen unter den Knöpfen. Dabei wird über ein winziges Ventil elektronisch gesteuert, wie schnell die Flüssigkeit beim Drücken ausweichen kann.

Das Prinzip gleicht einer Luftmatratze: Wenn das Ventil weit offen ist, lässt sie sich leicht zusammendrücken. Blockiert das Ventil jedoch, drückt man gegen einen harten Widerstand. Durch beide Methoden kann die Konsole jederzeit und völlig stufenlos bestimmen, wie viel Kraft der Spieler in den Daumen legen muss, um eine Aktion im Spiel auszuführen.

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Vielfache Einsatzmöglichkeiten

Analog zu den adaptiven Schultertasten des PlayStation-Controllers könnten die sich dynamisch verhärtenden Tasten das Spielerlebnis verändern. Vom spürbaren Blockieren einer Taste bei einem aktiven Cooldown, dem simuliertem Klemmen einer Waffe im Gefecht oder der stufenlosen Anpassung von Druckpunkten für mehr Barrierefreiheit: die Anwendungsbereiche sind vielseitig.

Bisher existiert die Technik allerdings nur auf dem Papier. Ob und wann sie Eingang in den Controller finden wird, ist demnach noch offen.

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