»Was kommt aus dem kleinen Ding bloß alles raus?«. Kein anzüglicher Witz, sondern eine Frage, die ich mir immer und immer wieder gestellt habe, während ich die Sony WF-1000XM6 getestet habe.
In-Ears wurden von Musikfans jahrelang verschmäht – und als ich 2017 die erste Iteration genau dieser Kopfhörer getestet habe, gehörte ich dazu. Die konnten mich nicht überzeugen.
Schluss. Aus. Vorbei! Die XM6 beweisen, dass Bluetooth-In-Ears sich nicht mehr verstecken müssen. Klanglich wird’s nicht mehr besser. Meine Kritikpunkte liegen vor allem in den Details – und auf die solltet ihr ganz genau achten.
Transparenzhinweis: Sony hat mir die WF-1000XM6 für den Test kostenfrei zur Verfügung gestellt. Der Hersteller hatte keinen Einfluss auf den Artikelinhalt und bekam keine Einsicht vor Erscheinen des Tests. Es bestand keine Verpflichtung zu einem Testbericht.
Sony WF-1000XM6: Design und Funktionen
Das Auspacken von ein paar kleinen In-Ears entlockt mir selten ein erfreutes Seufzen; viel steckt ja nicht in der Box. Neben dem Case mit den Ohrhörern, drei zusätzliche Paar Aufsätze und ein kleines USB-Kabel.
Der erste Eindruck passt jedenfalls.
Case
- Die Ladehülle fühlt sich wertig an und besitzt ein mattes Finish – ganz ähnlich dem des Pro Controllers der Nintendo Switch 2.
- Das Case ist relativ breit und passt daher nicht so schön in die Hosentasche, wie etwa das der Apple AirPods Pro 3.
In-Ears
- Überraschung: Auch die Knöpfe selbst besitzen das matte Chassis. Mir gefällt es, das kann aber irritierend sein, wenn man glänzende Gehäuse der Vorgänger erwartet.
- Die Tips – und zwar alle – besitzen Memory Foam. Für mich ein Grund zum Feiern, denn ich finde, der Schaum sitzt immer angenehmer als Gummi oder Kunststoff.
Das erfreute Seufzen kam bei den bereits erwähnten Schaumstoffaufsätzen. Ich mag es, wenn die den Ohreingang abdichten und gerade bei den XM6 führt das zu einem bockstarken passiven Noise Cancelling, vielleicht sogar mit das Beste, das ich bei In-Ears bisher erlebt habe.
Trotz der vier mitgelieferten Tips, saßen die Ohrhörer bei mir nicht bombenfest. Fest, ja, aber zehn Kilometer joggen gehen würde ich nicht wollen. Die XM6 sind auch nur gegen Spritzwasser geschützt (IPX4); die Konkurrenz von Apple hingegen sogar gegen Staub und kurzzeitiges Untertauchen in Süßwasser (IP57).
Eine der besten Funktionen findet ihr aber nicht an den Knöpfchen, sondern auf dem Handy. Die Sound Connect-App (Android oder iOS) bietet einen ganzen Blumenstrauß an Features.
- Klangmodi
- Equalizer
- Adaptive Geräuschsteuerung
- Mit zwei Geräten gleichzeitig verbinden
- Speak-to-Chat
- Hörmodi
An der Stelle möchte ich über ANC sprechen. Die aktive Geräuschunterdrückung gehört für mich mit zu den besten, die ich bei In-Ears bisher gehört habe. Das beste ANC gibt es bei den AirPods Pro 3, aber Sonys XM6 laufen direkt im Windschatten.
Da kommt nichts durch, was auch an den Schaumstoff-Tips liegt. Für jemanden wie mich, dem ANC sehr wichtig ist, kann das allein schon ein Kaufgrund sein.
Nicht gut weg kommen allerdings zwei andere Features:
- Transparenzmodus: Wie schon bei den XM5 hört man hier einfach ein klares Grundrauschen. Klar, an der vielbefahrenen Straße ist das Wurscht, aber daheim, wenn man die Kinder spielen hören will, stört das immens – zumindest mich.
- Mikrofonqualität: Hier hinkt Sony mit den In-Ears notorisch hinterher, was auch bei den XM6 so bleibt. In einer ruhigen Umgebung hat man mich gut verstanden, draußen war das schwieriger. Für mich persönlich aber kein Dealbreaker.
Ich will die Sektion positiv beschließen: Die Akkulaufzeit von 8 Stunden ist spitzenklasse. Das ist noch mal rund 30 Minuten länger als beim Vorgänger.
Auf der nächsten Seite geht es um den Klang, die für mich wichtigste Disziplin bei Kopfhörern. Und, o Junge, der macht von sich hören!

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