Sony WF-1000XM6 im Test: Wir leben in einem Goldenen Zeitalter der In-Ear-Kopfhörer

Wo ist das Haar in der Suppe? Gibt’s überhaupt eins?

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Optisch und haptisch bin ich begeistert von den XM6. Ja, Transparenzmodus und Mikrofon sind nicht auf der Höhe der Zeit, ANC und die vielen Features gleichen das spielend wieder aus.

Um den Sound geht es jetzt.

Sony WF-1000XM6: Klang

Ich rühme mich damit, ein sehr gutes Gehör zu haben. Suboptimale Abmischungen bei Songs, verklebte Mitten oder einfach einen unausgewogenen Sound höre ich meist sofort heraus.

Bei den XM6 ist mir zunächst rein gar nichts aufgefallen – und so soll es sein! Wenn kein Element besonders heraussticht, dann ist der Klang schlichtweg verdammt ausgewogen. Ja, der Bass hat mehr Druck, aber übermannt bei Weitem nicht so sehr wie bei den meisten anderen Kopfhörern. Ein wenig zurückgedreht habe ich ihn im Equalizer in der App trotzdem.

Follow Me der Pat Metheny Group kommt genauso warm aus den Treibern, wie der Song gemeint ist. Hier versumpfen keine Mitteltöne, die Instrumente spielen aus.

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Ein bisschen hektischer wird es bei Casiopeas Freak Jack. Ein richtiger Stresstest ist der Song wie il vento d’oro oder Never Mind nicht, aber dass sich hier Bass, Bläser und Drums nicht gegenseitig in die Parade fahren, ist nicht selbstverständlich. Und ganz ehrlich, Leute, so knusprig habe ich diesen Jazz-Song noch nicht gehört.

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Überrascht haben mich die In-Ears mit ihrer Bühne. Mehr so nebenbei Earthlight von Stardelay – und auf einmal nehme ich einen Knopf aus dem Ohr und frage mich: »Hat hier jemand gerade geklatscht?«. Surprise, es war der Song. Die Details waren so luftig oben, dass es fast schon wie Spatial Audio geklungen hat. Heiß!

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Ich könnte jetzt noch mehr den Feiermeier raushängen lassen, aber ich denke, mein Punkt ist klar: Es gibt am Klang nichts auszusetzen. Gar nichts. Null, Komma, Null. Niente. Eine Seltenheit.

Wissenswertes zum Test
So habe ich getestet

Eine Woche lang hatte ich die Sony WF-1000XM6 in den Ohren und habe sie im Alltag überall mit hingenommen.

Spezifikationen
  • Bauweise: In-Ear
  • Gewicht: 13 g pro In-Ear, 59 g (Case)
  • Abmessungen Ladenschale (HxBxT): 41 x 62 x 27 mm
  • Bluetooth: 5.3, Multipoint
  • Akkulaufzeit (ANC an): Bis zu 8 Stunden
  • Akkulaufzeit mit Case: bis zu 24 Stunden
  • Unterstützte Codecs: SBC, AAC, LDAC
Preis und Verfügbarkeit

Die Sony WF-1000XM6 sind erhältlich für einen Preis von 300 Euro.

Die Sony WF-1000XM6 sind für euch, wenn …

  • … ihr bei extrem guter Klangqualität keine Gefangenen machen wollt.
  • … euch ANC wichtig ist und ihr eure Ruhe wollt.
  • … ihr wenig mit euren In-Ears telefoniert.

Mögliche Alternativen zu den Sony WF-1000XM6:

  • Apple AirPods Pro 3: Klanglich sind die beiden In-Ears sehr nah beieinander, Apples Ohrstecker kosten allerdings 50 Tacken weniger. Dafür bekommt ihr allerdings nur einen Bruchteil der Funktionen der XM6 und eingeschränkte Features, wenn ihr Android-Nutzerin oder -Nutzer seid.
  • Sony WF-1000XM5: Wenn es nicht das Neueste vom Neuen sein muss, könnten die Vorgänger interessant sein. Der Klang ist ebenfalls stark, das ANC auch. Die Schwächen sind weitestgehend dieselben, aber der Straßenpreis liegt derzeit bei rund 170 Euro.
  • Cambridge Audio Melomania M100: Die Knöpfe sind vor allem für ihr starkes ANC bekannt. Wenn ihr viel Wert auf Noise Cancelling legt und Klang eine untergeordnete Rolle spielt, liegt ihr bei den In-Ears für rund 100 Euro nicht falsch.

Überraschen tut mich dieses herausragende Ergebnis übrigens nicht. Ja, die ersten Earbuds von 2017 sind bei mir nicht gut weggekommen, aber seither sind 9 Jahre vergangen und Sony ist bekannt für seine brutal starken Kopfhörer; die Sony WH-1000XM6, das Over-Ear-Pendant, habe ich ebenfalls mit der vollen Punktzahl versehen und obendrein zu meinem Referenzmodell gekürt.

Und trotzdem habe ich immer wieder Spaß, exzellente Kopfhörer zu testen. Freilich, 300 Euro sind eine Stange Geld, aber wer als Musikliebhaberin oder -Liebhaber am falschen Ende spart, ist am Ende nicht glücklich. Die 300 Flocken hier sind gut investiertes Geld in In-Ears, die im besten Falle jahrelang halten.

Für das rundum gelungene Produkt mit wenigen Kritikpunkten und einem ANC, das dem des Klassenprimus Apple in nichts nachsteht, erhält Sony von uns einen Herausragend-Award.

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