Steam Controller im Test: Das beste PC-Gamepad für die meisten

Der neue Steam Controller ist da und setzt einen neuen Standard und das nicht nur in seiner eigenen Preisklasse von 100 Euro.

Der neue Steam Controller bringt die Bedienelemente des Steam Decks auf jeden Gaming-PC. (Bildquelle: Duy Linh DinhGameStar Tech) Der neue Steam Controller bringt die Bedienelemente des Steam Decks auf jeden Gaming-PC. (Bildquelle: Duy Linh Dinh/GameStar Tech)

Das Steam Deck bleibt bis heute in einer Sache ungeschlagen: der integrierte Controller.

Andere Handhelds bieten zwar inzwischen mehr Leistung und bessere Bildschirme, aber kein anderer Handheld macht es so einfach nahezu alle möglichen PC-Spiele mit einem Gamepad zu steuern.

Jetzt gießt der Hersteller sein Know-How in einen Controller, der diese Erfahrung für alle Gaming-PCs bringt: der neue Steam Controller.

Im Test kristallisiert er sich als einer der besten Gamepads für die meisten PC-Spieler und -Spielerinnen heraus. Das Schlüsselwort hierbei ist jedoch »die meisten«. Dieser Controller ist ein Alleskönner – aber kein Spezialist.

Ob ihr euch den neuen Steam Controller für 100 Euro kaufen sollt, lest ihr in meinem Test. 

Transparenzhinweis: Der Hersteller hat mir den Steam Controller für den Test kostenfrei zur Verfügung gestellt. Er hatte keinen Einfluss auf den Artikelinhalt und bekam keine Einsicht vor Erscheinen des Tests. Es bestand keine Verpflichtung zu einem Testbericht.

Herausragend
Steam Controller (2026)
Steam Controller (2026)
Der Steam Controller ist für die meisten Spieler und Spielerinnen der beste Controller für PC-Spiele. Dank seinen umfangreichen Steuerungsmöglichkeiten eignet er sich für nahezu alle Titel, selbst jene, die gar keine Controller unterstützen. 

Die verbauten Trackpads und das sehr stark anpassbare Sechs-Achsen-Gyroskop erlauben die präzise Steuerung der Maus, bequem von eurem Sofa aus. Die drift-resistenten TMR-Sticks und der leicht zugängliche Akku versprechen zudem eine hohe Langlebigkeit. 

Wer einen Allrounder für alle PC-Spiele sucht, ist hier genau richtig. Spezialisierte Controller sind in ihren Bereichen zum Teil trotzdem besser.
  • Sehr ergonomisch
  • Haptische Dual-Trackpads
  • Umfangreich konfigurierbares Gyroskop
  • Vier belegbare Tasten auf der Rückseite
  • Drift-resistente TMR-Sticks
  • Diagonale Eingaben auf dem D-Pad sind schwierig
  • »Nur« 250 Hz Polling-Rate
  • Keine Instant-Trigger
Häufig gestellte Fragen
So habe ich getestet

Technische Spezifikationen

Steuerung und Eingabe

  • Standard-Gamepad-Steuerung:
    • ABXY-Tasten & Steuerkreuz
    • Analoge Trigger (L/R) & Schultertasten (L/R)
    • Ansicht- und Menü-Tasten
    • Spezielle Steam- und Schnellzugriffsmenü-Tasten
  • Zusatztasten: 4 frei belegbare Grifftasten auf der Rückseite.
  • Analogsticks: 2 magnetische Full-Size-Analogsticks mit kapazitiven Berührungssensoren (TMR-Technologie).
  • Trackpads: 2 quadratische Trackpads (34,5 mm Seitenlänge) mit haptischem Feedback und konfigurierbarer Druckempfindlichkeit (Klickstärke).
  • Haptik: Insgesamt 4 LRA-Haptikmotoren (2 in den Trackpads für feines Feedback, 2 in den Griffen für kräftige Spielhaptik/Vibrationen).
  • Sensoren:
    • 6-Achsen-IMU (Gyroskop).
    • 2 kapazitive Griffsensoren auf der Rückseite.

Verbindung

  • Steam Controller Puck (Wireless):
    • 2,4 GHz WLAN-Verbindung.
    • Niedrige Latenz: konsistent ~8 ms; Polling-Rate: 4 ms (250 Hz, gemessen in 5 m Entfernung)
    • Unterstützt bis zu vier Controller gleichzeitig pro Puck.
    • Anschluss des Pucks an den PC via USB-C.
  • Bluetooth: Mindestens Bluetooth 4.2 (empfohlen: 5.0 oder höher).
  • Kabelgebunden: USB-C-Verbindung.

Stromversorgung

  • Akku: 8,39-Wh-Lithium-Ionen-Akku.
  • Laufzeit: Über 35 Stunden Spielzeit (kann bei VR-Nutzung mit Steam Frame variieren).
  • Ladevorgang: Über USB-C oder direkt über die Ladeschnittstelle am Steam Controller Puck.

Maße und Gewicht

Steam Controller:

  • Abmessungen: 111 mm × 159 mm × 57 mm
  • Gewicht: 292 g

Steam Controller Puck:

  • Abmessungen: 50 mm × 28 mm × 9 mm
  • Gewicht: 16 g
Preis und Verfügbarkeit
  • Preis: 99 Euro
  • Verfügbarkeit: Ab dem 4. Mai 2026 bestellbar.

Richtig bequem! Verarbeitung und Komfort

Verarbeitung: Der neue Steam Controller verzichtet auf die glatte Oberfläche des Vorgängers, was ein großes Plus ist. Dadurch sind weniger Fingerabdrücke und Staubkörner sichtbar. Das Gehäuse erinnert an den Kunststoff, der auch beim Steam Deck verwendet wurde. Das heißt, er ist matt und leicht texturiert. 

Die Familie wächst: der neue Steam Controller mit seinen Geschwistern. (Bildquelle: Duy Linh DinhGameStar Tech) Die Familie wächst: der neue Steam Controller mit seinen Geschwistern. (Bildquelle: Duy Linh Dinh/GameStar Tech)

Die Gehäuse-Verarbeitung ist solide. Zwar fühlt sich der Controller subjektiv nicht ganz so wertig an, wie etwa der Sony Dualsense, aber schlecht verarbeitet ist er nicht. Die Öffnungen für die Schrauben (Torx) sind allerdings sichtbar; die Controller von Sony, Nintendo und Xbox verstecken sie. Dadurch ist der Steam Controller jedoch leichter zu öffnen.

Video starten 6:04 Wir packen den Steam Controller aus: Eine verdammt gute Mischung aus Steam Deck und PS5-Controller

Das Unboxing im Schnelldurchlauf
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  • Das Gamepad kam doppelt verpackt an – von außen war nicht zu erkennen, dass sich darin der Steam Controller befindet.
  • Im Lieferumfang befinden sich ein USB-Kabel, der Controller und der Puck.
  • Im ersten Eindruck liegt der Steam Controller sehr komfortabel in der Hand.
  • Der Puck schnappt sich zufriedenstellend an die Rückseite des Controllers.
  • Die Bedienelemente von vorn ähneln sehr stark dem Steam Deck. Die Schultertasten (Bumper und Trigger) erinnern hingegen an den Sony DualSense.

Komfort: Der Steam Controller liegt einfach super in der Hand. Im Gegensatz zum Steam Deck sind die Griffe hier leicht nach außen gewinkelt, statt steil nach unten zu verlaufen. Das hat einen riesigen Vorteil: Eure Daumengelenke bleiben in einer entspannten, natürlichen Haltung, wenn ihr das Steuerkreuz oder die Tasten bedient.

Alle Bedienelemente sind leicht erreichbar und der matte Kunststoff bietet stabilen Halt, ganz ohne Gummi-Grip-Tapes. 

Die angewinkelten Trackpads sind ebenfalls ein Zeichen dafür, wie sehr Valve den Komfort bei diesem Controller im Blick hat. 

Natürlich ist die Ergonomie von Mensch zu Mensch unterschiedlich, aber der Steam Controller wird sich wohl für die meisten sehr bequem anfühlen. 


Der Gamechanger: die Trackpads

Dieses Feature ist ein echtes Alleinstellungsmerkmal, weil sie es ermöglichen, so gut wie jedes PC-Spiel mit einem Gamepad zu spielen – selbst jene, die sie eben nicht unterstützen. Die Trackpads sind sehr präzise und es macht einfach Spaß damit, Civilization, Point-and-Click-Adventures oder sogar Shooter zu spielen. 

Steam Controller Trackpads Civilization 7 Steam Controller Trackpads Civilization 7

Selbst Strategiespiele wie Civilization 7 lassen sich dank der Dual-Trackpads anständig spielen. (Bildquelle: Duy Linh Dinh/GameStar Tech)

Sie sind denen des Steam Decks sehr ähnlich. Die Oberfläche ist auch matt texturiert, aber geringfügig feiner. Dieser Unterschied fällt nur im direkten Vergleich auf. Die größte Änderung ist der ergonomische Winkel.

Darüber hinaus funktionieren sie identisch:

  • Mit dem haptischen Feedback spürt ihr immer, wo sich euer Daumen gerade befindet.
  • Klicks werden haptisch simuliert und so ist es möglich, an jeder Stelle zu klicken, da kein mechanischer Schalter durchgedrückt werden muss.
  • Die Trackpads erkennen schwungvolle Bewegungen und so kann wie beim Steam Deck der Mauszeiger »geworfen« werden.
  • Selbst mit aktiver Rumble-Funktion bleibt das haptische Feedback der Trackpads differenziert.

Das linke Trackpad hat weniger Nutzen, aber wird von vielen unterschätzt. Ihr könnt es in Spielen mit weiteren Zusatzfunktionen belegen, ähnlich wie die Tasten auf der Rückseite, es zum Scrollen durch Menüs verwenden oder Radial-Menüs damit bedienen. Oder man nutzt es als Ersatz zum D-Pad.


Und noch ein Gamechanger: das Gyroskop

Valve hat schon lange Erfahrung im Bereich der Gyro-Steuerung und das zeigt sich mit dem neuen Steam Controller.

Das verbaute Sechs-Achsen-Gyroskop ist so präzise, dass ich selbst beim Spielen von Strategiespielen keine Probleme hatte, die kleinsten Schaltflächen mit dem Mauszeiger auf dem Bildschirm zu treffen. Auch beim Spielen von Shootern lässt sich damit genau zielen. Zuletzt hatte ich eine so runde Erfahrung beim Nintendo Switch Pro Controller und beim Spielen der Splatoon-Reihe.

Valve setzt aber noch einen drauf und lässt euch das Gyroskop ausgiebig auf die eigenen Bedürfnisse und individuell je nach Spiel konfigurieren. Von der Empfindlichkeit bis hin zur Totzone sind zahlreiche Funktionen anpassbar. 

Besonders praktisch sind die Einstellungsmöglichkeiten zur Aktivierung des Gyroskops. Wie beim Steam Deck könnt ihr die kapazitiven Analog-Sticks, die Trackpads oder eine beliebige Taste dafür verwenden. Ich persönlich präferiere den linken Trigger, weil in vielen Shootern damit gezielt wird.

Der Steam Controller bietet eine weitere Möglichkeit zur Gyroskop-Aktivierung, die es so bisher nicht gab: Griffsensoren. Legt ihr die Finger auf sie, aktiviert sich die Bewegungssteuerung. Lässt ihr die Finger offen, bleibt es deaktiviert. 

In hitzigen Situationen neigt man instinktiv dazu, den Controller fester zu umschließen, was dann das Gyroskop triggert, auch wenn man es gerade gar nicht wollte. Man muss sich also eine gewisse Disziplin in der Handhaltung antrainieren, wenn man dieses Feature nutzt. Aber es funktioniert genau so, wie es soll.


Keine Probleme mit Stick-Drift: TMR-Sticks

TMR steht für »Tunneling Magnetoresistance« oder auf Deutsch: Tunnel-Magnetwiderstand. 

Valve verbaut energiesparende und vor allem präzise TMR-Sticks. Sie sollten außerdem besonders langlebig sein, da sie deutlich weniger anfällig für Stick-Drift sind. (Bildquelle: Duy Linh DinhGameStar Tech) Valve verbaut energiesparende und vor allem präzise TMR-Sticks. Sie sollten außerdem besonders langlebig sein, da sie deutlich weniger anfällig für Stick-Drift sind. (Bildquelle: Duy Linh Dinh/GameStar Tech)

Dahinter steckt ein physikalisches Prinzip, bei dem sich der elektrische Widerstand verändert, je nachdem, wie zwei winzige Magnetfelder zueinander ausgerichtet sind. Der Clou: Statt wie bei herkömmlichen Sensoren direkt etwas zu berühren, messen TMR-Sensoren feinste Veränderungen in Magnetfeldern – und das äußerst präzise.

Ursprünglich kam die Technik in Festplatten zum Einsatz, um dort kleinste Unterschiede in magnetischen Feldern zu erkennen, also genau das, was für das Speichern und Auslesen von Daten nötig ist. 

Neueste Controller verwenden diese Technologie in ihren Analog-Sticks und so ist das auch bei Steam Controller. Die Vorteile sind:

  • Keine Reibung, kein Drift: Da keine mechanischen Kontakte zum Einsatz kommen, gibt es keinen Abrieb und damit auch keine klassische Abnutzung.
  • Höhere Präzision: Die Sensoren reagieren auf kleinste Veränderungen im Magnetfeld. Das ermöglicht eine feinere Steuerung, etwa bei FPS-Spielen oder Racing-Games.
  • Mehr Langlebigkeit: TMR-Sticks sind durch ihre kontaktlose Funktionsweise besonders langlebig. Dies gilt jedoch auch für Hall-Effekt-Sticks.
  • Besser für Wireless Controller: Dank ihres geringen Stromverbrauchs sind TMR-Sensoren ideal für Controller mit integriertem Akku.

Der Steam Controller verzichtet jedoch auf glatte Anti-Friction-Ringe um den Sticks, welche den physischen Abrieb langfristig reduzieren. Manchmal fühlen sich die Analog-Sticks nach langer Zeit deswegen rau und kratzig an – so ist das auch beim Steam Deck. Erst die Langzeiterfahrung wird zeigen, ob das auch hier der Fall sein wird.


Tasten und D-Pad

Die meisten Tasten fühlen sich an wie beim Steam Deck. (Bildquelle: Duy Linh DinhGameStar Tech) Die meisten Tasten fühlen sich an wie beim Steam Deck. (Bildquelle: Duy Linh Dinh/GameStar Tech)

ABXY-Tasten: Sie haben keinen mechanischen Klick, wie viele Premium-Controller, aber das ist auch nicht nötig. Die Rubberdome-Tasten sind dennoch schnell und selbst bei rasanten Songs in DJ Max Respect V hatte ich keine Probleme, die Noten präzise zu treffen. 

Die Tasten fühlen sich ähnlich an wie die des Xbox Wireless Controller, sind aber etwas leiser, falls euch das wichtig ist. 

Das D-Pad ist in Ordnung, aber es gibt bessere. Die Diagonalen sind wie beim Steam Deck etwas schwerer einzugeben. (Bildquelle: Duy Linh DinhGameStar Tech) Das D-Pad ist in Ordnung, aber es gibt bessere. Die Diagonalen sind wie beim Steam Deck etwas schwerer einzugeben. (Bildquelle: Duy Linh Dinh/GameStar Tech)

D-Pad: Genau wie beim Steam Deck bin ich kein großer Fan des D-Pads vom Steam Controller, weil die Diagonalen aus irgendeinem Grund etwas schwieriger zu treffen sind, als bei anderen Controllern. In meinen Fighting Games (Guilty Gear Strive und Tekken 8) kam es immer wieder zu misslungenen Combos, weil meine diagonale Eingabe nicht richtig erkannt wurde. 

Beispiel: Für »Unten-Rechts« muss »Unten« und »Rechts« wirklich gleichzeitig mit ungefähr gleicher Druckstärke gedrückt werden. Kleinste Abweichungen sorgen dafür, dass nur »Unten« oder nur »Rechts« erkannt wird. 

Das ist zwar Jammern auf hohem Niveau, aber dennoch eine Erwähnung wert. Für die meisten Spiele wird die Genauigkeit des D-Pads vollkommen ausreichend sein. Für Spieler und Spielerinnen, wie mich, gibt es bessere Optionen.

Die Rückseitigen Tasten haben einen etwas höheren Widerstand, um das Risiko für versehentliche Eingaben zu redzuieren. (Bildquelle: Duy Linh DinhGameStar Tech) Die Rückseitigen Tasten haben einen etwas höheren Widerstand, um das Risiko für versehentliche Eingaben zu redzuieren. (Bildquelle: Duy Linh Dinh/GameStar Tech)

Rückseitige Tasten: Auf der Rückseite findet ihr vier runde Tasten, die ihr frei belegen könnt. Sie sind so gelegt, dass eure Mittel- und Ringfinger natürlich auf ihnen ruhen und daher sehr leicht erreichbar. Damit es nicht zu unbeabsichtigten Eingaben kommt, die natürlich nicht auszuschließen sind, erfordern sie etwas mehr Betätigungsdruck als andere Tasten. In der Praxis hat das gut funktioniert. 

Hoffentlich sehen wir in Zukunft noch mehr Gamepads mit einem Steam-Button. (Bildquelle: Duy Linh DinhGameStar Tech) Hoffentlich sehen wir in Zukunft noch mehr Gamepads mit einem Steam-Button. (Bildquelle: Duy Linh Dinh/GameStar Tech)

Steam-Tasten: Genau wie beim Steam Deck findet ihr eine dedizierte Taste zum Öffnen des Steam-Big-Picture-Menüs und für das Drei-Punkt-Menü für die Schnelleinstellungen. Sie befinden sich in der Mitte. Der Steam Controller ist perfekt für euch, wenn ihr wie ich einen Gaming-PC mit BazziteOS oder gar SteamOS verwendet – beides Betriebssysteme, die direkt in den Steam-Big-Picture-Modus starten.


Schultertasten und Trigger

Wie in meinem Unboxing schon erwähnt, erinnern mich sowohl die Schultertasten als auch die Trigger an die des Sony Dualsense (PS5-Controller). 

Die Schultertasten lassen sich an jeder Stelle drücken, was etwa beim Xbox-One-Controller nicht möglich war. Außerdem klicken sie nicht mehr so laut wie beim ersten Steam Controller. 

Die Schultertasten erinnern etwas an die des Sony Dualsense. (Bildquelle: Duy Linh DinhGameStar Tech) Die Schultertasten erinnern etwas an die des Sony Dualsense. (Bildquelle: Duy Linh Dinh/GameStar Tech)

Die Analog-Trigger haben einen angenehmen Widerstand, was das Dosieren der Druckstärke vereinfacht. Leider müsst ihr aber auf einen physischen Instant-Trigger, der den Aktivierungsweg verkürzt, verzichten. Solltet ihr also kompetitive Shooter spielen, ist das ein Punkt, den ihr berücksichtigen müsst.

Das Board enthüllt: es handelt sich um magnetische Hall-Effekt-Trigger. (Bildquelle: Duy Linh DinhGameStar Tech) Das Board enthüllt: es handelt sich um magnetische Hall-Effekt-Trigger. (Bildquelle: Duy Linh Dinh/GameStar Tech)


Ladepuck und Akkulaufzeit

Im Lieferumfang des Steam Controllers befindet sich ein kleiner Ladepuck, der per Magnet und elektronischen Kontakt-Pins den Steam Controller auflädt. 

Mit diesem verbindet er sich über eine 2,4-GHz-Verbindung mit bis zu vier Steam Controllern gleichzeitig. 

Der Magnet schnappt sich immer sehr zufriedenstellend an die Rückseite des Controllers, aber beim Abziehen benutzt ihr am besten zwei Hände. Es geht zwar auch einhändig, aber dann müsst ihr immer am USB-Kabel und dem Puck ziehen, bis er von allein abfällt. 

Über die Einstellungen lässt sich sogar in Echtzeit die Signalstärke des Steam Controllers beobachten, was ich sehr interessant fand. Nach etwa vier Metern Entfernung sank die Signalstärke von Gut auf Mittel. 

In den Einstellungen wird euch sogar die Empfangsstärke angezeigt. (Bildquelle: Duy Linh DinhGameStar Tech) In den Einstellungen wird euch sogar die Empfangsstärke angezeigt. (Bildquelle: Duy Linh Dinh/GameStar Tech)

Akkulaufzeit: Solltet ihr den Controller immer auf dem Puck parken, sobald ihr nicht mehr spielt, werdet ihr nie Probleme mit der Akkulaufzeit haben. Der Akku hat laut Valve eine lange Akkulaufzeit von 35 Stunden, was ziemlich respektabel ist.

Zum Vergleich:

ControllerAkkulaufzeit in Stunden (Herstellerangabe)
Steam Controller35 
Nintendo Switch 2 Pro Controller40
Sony Dualsense15

Rumble und Zusatzfunktionen

Der Steam Controller verfügt über präzise Rumble-Motoren, die in die Griffe integriert sind. Beim Spielen sorgen sie dadurch für eine verbesserte Immersion und lenken (mich persönlich) nicht ab. 

Überrascht hat mich der eingebaute Lautsprecher. Beim Ein- und Ausschalten hört ihr den Steam Controller piepsen und über die Ping-Funktion von Steam könnt ihr ihn sogar wie ein Telefon klingeln lassen, um ihn schnell wiederzufinden. 

Kein Headset-Anschluss: Solltet ihr noch ein Headset mit Klinkenstecker verwenden, könnt ihr es leider nicht am Steam Controller anschließen.

Reparierbarkeit: Die Rückseite des Controllers lässt sich einfach durch das Entfernen von sechs Torx-Schrauben (1,5 mm) öffnen. Es ist nicht einmal ein Öffnungswerkzeug, wie etwa ein Gitarren-Pick, notwendig. Anschließend hat man sofort Zugriff auf das wichtigste Teil, das austauschbar sein sollte: den Akku. 

Die Analog-Sticks sind nicht sofort erreichbar, aber da hier TMR-Sticks verbaut wurden, die besonders resistent gegenüber Stick-Drift sind, dürfte ein Tausch nur für die wenigsten interessant sein. 

Beachtet, dass ihr für das Öffnen einen langen und dünnen Schraubendreher benötigt, weil zwei der sechs Schrauben etwas tiefer versenkt sind. 

Da dieses Testmuster noch an andere Kollegen geht, habe ich noch keinen vollständigen Teardown gemacht. Gebt gerne Bescheid, sollte das für euch in Zukunft interessant sein. 

Die Rückseite kann ganz einfach abgenommen werden, sobald ihr die Schrauben gelöst habt. Es ist kein Öffungswerkzeug notwendig. (Bildquelle: Duy Linh DinhGameStar Tech) Die Rückseite kann ganz einfach abgenommen werden, sobald ihr die Schrauben gelöst habt. Es ist kein Öffungswerkzeug notwendig. (Bildquelle: Duy Linh Dinh/GameStar Tech)

Latenz: Die Eingabelatenz des Steam Controllers beträgt etwa vier Millisekunden; er besitzt also eine Polling-Rate von 250 Hz. Beim Spielen habe ich deswegen keinen Nachteil festgestellt, dennoch könnte ein Controller mit 1.000 Hz oder mehr besser für euch geeignet sein, wenn ihr kompetitive Spiele spielt und jeden kleinsten technischen Vorteil für euch beanspruchen möchten.


Solltet ihr euch den Steam Controller kaufen? 

Für die meisten Spieler und Spielerinnen wird dieser Controller das beste Allzweckwerkzeug für jegliche Genres sein. 

Der Steam Controller ist für euch geeignet, wenn …

  • … ihr einen Allround-Controller für PC-Spiele sucht, mit dem ihr auch mausgesteuerte Spiele spielen könnt.
  • … ihr Bewegungssteuerung mögt.
  • … ihr nicht extrem kompetitiv seid.

Mögliche Alternativen

Horipad Steam Controller: Dieser Controller ist günstiger, eignet sich dennoch hervorragend für Gyroskop-Steuerung, ist aber deutlich billiger verarbeitet. Das D-Pad ist besser, weil die Diagonalen leichter von der Hand gehen. Leider verbindet er sich allerdings nur über Bluetooth oder mit einem Kabel. Ein Bluetooth-Dongle liegt im Lieferumfang bei. Auf die Dual-Trackpads des Valve-Controllers müsst ihr verzichten.

8bitDo Ultimate 2C: Dieses Gamepad kostet gerade einmal 30 Euro und ist mit Windows, SteamOS und Linux kompatibel. Er besitzt eine hohe Polling-Rate von 1.000 Hz, einen kompakten Formfaktor, Hall-Effekt-Sticks und zwei zusätzliche Schultertasten. Leider unterstützt nur die Bluetooth-Version (auch mit Nintendo Switch kompatibel) Gyro-Steuerung und auf Dual-Trackpads verzichtet ihr.

Für weitere Alternativen könnt ihr gerne in unsere Controller-Kaufberatung hineinschauen.

Preis-Leistung: Für 100 Euro setzt Valve mit dem Steam Controller nicht nur ein Statement, sondern einen neuen Standard in diesem und auch höheren Preisbereichen. Die präzise Gyro-Steuerung, die Trackpads und die TMR-Sticks sind Features, die ich am liebsten bei jedem Controller sehen würde. 

Wer nicht unbedingt einen spezialisierten Controller für kompetitives Gaming sucht, wie etwa ein Fightpad für Fighting Games oder ein Shooter-Controller mit 8.000 Hz und Instant-Trigger, bekommt für das Geld ein herausragendes Gamepad, das unseren GameStar-Tech-Award verdient hat.

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