Wie ihr den Lüfter von eurem Gaming-Handheld entstaubt, wenn ihr hohe Temperaturen oder eine hohe Betriebslautstärke feststellt, habe ich schon erklärt.
Auf die gleiche Lösung ist auch »not_Robert_« gekommen, der ein störendes Klickgeräusch vom Lüfter seines Steam Decks hören konnte. Weil das Problem möglicherweise mit Staub zusammenhängen könnte, machte er es auf und fand ein ganz neues Problem – das weitaus schlimmer ist.
Steam Deck mit »Spicy Pillow«
Ein Teil von seinem Akku war aufgebläht und sah aus wie ein Kissen. Im Englischen wird so ein Akku auch gerne als »Spicy Pillow«, also »scharfes Kissen«, bezeichnet.
Weil es nur eine Hälfte des Akkus betraf, fragte der besorgte Steam Deck-Spieler lieber die Community, ob das normal sei.
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Obwohl es eher selten vorkommt, können alle Lithium-Akkus anschwellen. Das ist also kein Problem, das explizit das Steam Deck oder Gaming-Handhelds betrifft. Es kann theoretisch mit jedem Gerät passieren, das einen solchen Akku verbaut hat.
Trotzdem kann »not_Robert_« sich glücklich schätzen, das Problem noch früh genug identifiziert zu haben. Von außen gab es keinerlei Anzeichen dafür, dass sich der Akku aufgebläht hat.
Wie entsteht ein aufgeblähter Akku? Wenn Lithium-Ionen/Polymer-Akkus heiß werden oder besonders viel Energie ziehen, geben sie eine kleine Menge an Gas ab. Dieses kann sich im Akku ansammeln und den Akku aufblähen. In einigen Fällen kann das dazu führen, dass das Gehäuse des betroffenen Geräts (zum Beispiel Laptop oder Handheld) aufplatzt.
Wie gefährlich ist ein aufgeblähter Akku? Ihr solltet den betroffenen Akku auf jeden Fall nicht weiterverwenden. Die Gefahr einer Explosion ist zwar gering, aber die Gase in dem Akku sind dennoch entflammbar. Entsorgt das »scharfe Kissen« nicht in eurem Hausmüll, sondern bringt es zu einer Sammelstelle für Batterien und Akkus.
Wie schwer ist der Akku-Tausch beim Steam Deck?
Eigentlich nicht so schwer, aber durchaus etwas involviert. Im Gegensatz zu den meisten Bauteilen im Steam Deck ist der Akku nämlich fest verklebt. Eine detaillierte Anleitung findet ihr bei iFixit.
Bevor ihr das Steam Deck öffnet, solltet ihr die microSD-Karte entfernen und im BIOS den »Battery Storage Mode« aktivieren. Dann kann das Steam Deck nur mit angeschlossenen Stromkabel eingeschaltet werden.
Damit der Akku entfernt werden kann, müssen ein paar Flachbandkabel abgesteckt werden, da diese über den Akku gelegt wurden. Der Akku selbst muss natürlich vom Mainboard ausgesteckt werden.
Dann kommt der involvierte Teil. Nun müsst ihr mit einem Heißluftgebläse oder Föhn den Klebstoff erhitzen, damit ihr den Akku vom Gehäuse lösen könnt. Dabei muss man vorsichtig sein, um nicht den Akku zu überhitzen.
Für »not_Robert_« ist das keine Option, da sein Akku schon aufgebläht ist und weitere Hitze gefährlich sein kann. In diesem Fall könnte Isopropyl-Alkohol und eine flache Kunststoff-Karte aushelfen. Ist der Akku entfernt, kann der neue einfach eingesetzt und verbunden werden.
Sollte euch so ein Eingriff zu riskant sein, könnt ihr natürlich auch Valve kontaktieren.
Hattet ihr schon einmal ein Problem mit einem aufgeblähten Akku? Schreibt uns eure Geschichten dazu gerne in die Kommentare!

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