Steam Frame in ersten Tests: Der »Wow-Effekt« bleibt aus

Die ersten Tester konnten die neue Steam Frame von Valve schon ausprobieren.

Die ersten Tests zur neuen Steam Frame sind erschienen. (Bildquelle: Valve) Die ersten Tests zur neuen Steam Frame sind erschienen. (Bildquelle: Valve)

Nach einem ersten Leak hat Valve gestern die Katze aus dem Sack gelassen und die Vorbestellungen der neuen VR-Brille Steam Frame freigegeben.

Einige internationale Experten konnten das neue Gerät schon ausprobieren. Wir werfen einen Blick auf die ersten Tests und Kritikpunkte.

Steam Frame im Test: Hohe Qualität zu hohem Preis

Nachdem Steam Machine und Steam Controller den Weg auf den Markt schon gefunden haben, steht jetzt auch der dritte und letzte Part von Valves großem Hardware-Push in den Startlöchern. Die Steam Frame soll Standalone-VR und PC-Gaming verbinden, ist mit knapp 1.050 Euro aber auch alles andere als günstig.

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Vor der Vorbestellung der VR-Brille lohnt sich deshalb ein Blick auf die ersten Tests, die parallel zum Preorder-Start online gegangen sind.

Was dabei schnell auffällt, ist, dass durch die Bank das Gewicht und die Ergonomie der Steam Frame als einer der größten Pluspunkte aufgeführt werden. Valve packt die Batterie dabei an den Hinterkopf, wodurch das Gewicht auch besser ausbalanciert wird als etwa bei der Konkurrenz von Meta. Tom's Hardware schreibt etwa:

»Während meiner Testphase habe ich das Steam Frame als vielseitiges, angenehmes Headset erlebt. Mit einem Gewicht von weniger als einem Pfund ist das Headset sehr leicht und lässt sich auch über Stunden hinweg bequem tragen. Die Schaumstoffpolsterung rund um das Headset sorgt für einen guten Sitz an der Stirn, und das Gewicht ist gut ausbalanciert, was zum Teil daran liegt, dass sich der Akku im Hinterkopfbereich befindet.«

Dass eine Kabelverbindung zum PC nicht zwingend nötig ist, wird ebenfalls immer wieder positiv erwähnt. Generell liefert Valve mit der Steam Frame offenbar hohe Qualität ab, wie etwa Computer Base berichtet:

»Aufsetzen, einrichten und mit dem neuen Arm-Port von Half-Life: Alyx direkt ohne Verbindung zum Gaming-PC loslegen: Steam Frame macht den Einstieg in das erste SteamVR-AAA-Erlebnis so einfach wie nie zuvor. Das sehr leichte Headset sitzt auch für längere Zeit angenehm, die Auflösung ist hoch, das Tracking sehr gut und der Sound über die beiden Stereo-Lautsprecher angsteinflößend – im positiven Sinne.«

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Demgegenüber stehen allerdings ein vergleichsweise hoher Preis sowie eine recht kurze Akku-Laufzeit. So schreibt PCGames Hardware beispielsweise:

»Ich schlage vermutlich trotz hohen Preises zu, aber ich hatte im Vergleich zu meiner betagten Oculus Rift S mit einem größeren „Wow!“-Effekt gerechnet. Nicht falsch verstehen: Das Steam Frame ist ein sehr gutes VR-Headset – nur gibt es einige Kompromisse, die bei einem Preis von über 1.000 Euro unangenehmer vorstechen, als sie es sonst vielleicht würden. Licht dringt rund um die Nase herum ins Sichtfeld rein, vor allem vom Boden aus. Der Schärfe-Sweetspot will sauber getroffen werden, was in Bewegung gar nicht mal so leicht ist (von Brillenträgern mal ganz abgesehen). Und im Leistungsmodus ist nach etwas mehr als einer Stunde Schluss. Vierstelliger Preis, einstündiger Akku – das klingt erst einmal nach einer schlechten Pointe.«


Erster Blick auf Valves neue VR-Brille: Leak zeigt das Setup des Steam Frame


Insgesamt scheint aber trotzdem ein eher positiver Eindruck zu überwiegen. Valves Steam Frame scheint nicht die große VR-Revolution darzustellen, die sich viele Fans sicher wünschen. Gerade angesichts des hohen Preises. Dennoch scheint die Steam Frame eine starke Evolution zu sein, die viele Stärken der Meta Quest übernimmt und verfeinert sowie einige Schwächen zumindest abschwächt.


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