Wer am PC spielt, kommt kaum an Steam vorbei. Die Software von Valve hat sich in den letzten 20 Jahren einfach zu der PC-Gaming-Plattform schlechthin entwickelt. Nicht zuletzt, weil sie viele praktische Funktionen für Spieler bietet.
Ähnlich wie Peter, der euch seine 9 wichtigsten Steam-Einstellungen vorgestellt hat, möchte ich euch ein paar kleinere Tipps und Tricks mitgeben, die ich seit Jahren (und in einem Fall erst seit Kurzem) immer wieder nutze.
1. Zu verschenkende Spiele entdecken
Wer viel spielt, gibt häufig viel Geld aus, doch manchmal werden Spiele auch verschenkt. Ihr kennt das wahrscheinlich schon vom Epic Store, doch auch auf Steam gibt es manchmal Gratisspiele, die normalerweise Geld kosten.
Mit ein paar Klicks seht ihr auf einen Blick, ob gerade ein Spiel verschenkt wird:
- Klickt im Steam-Shop neben der Suchleiste auf das Lupen-Symbol, ohne etwas in der Leiste einzugeben.
- Zieht bei den Filtern auf der rechten Seite den Preis bei »Nach Preis eingrenzen« ganz nach links, sodass nur kostenlose Spiele angezeigt werden.
- Setzt den Haken bei »Rabatte und Events«.
- Jetzt seht ihr alle Spiele, die gerade verschenkt werden.
Zwar verlangt diese Methode, dass ihr regelmäßig selbst nach Gratisspielen schaut, doch es kann sich lohnen. Während ich diesen Artikel schreibe (06. August 2026), gibt es beispielsweise Moonlighter geschenkt.
Das kann ich nur jedem ans Herz legen.
Ihr könnt diese Methode auch anwenden, um stark reduzierte Spiele zu suchen. Den Preisbereich könnt ihr, wie oben beschrieben, am Schieberegler einstellen.
2. Werbe-Pop-ups ausschalten
Es kann ein Segen sein, wenn man online kommt und ein Angebot für ein Spiel sieht, das man sich schon lange wünscht. Für mich wurde das Pop-up, das beim Start von Steam erscheint, aber irgendwann zur Last. Es hat schlichtweg genervt.
Zumal ich über Angebote von Spielen ohnehin per Mail informiert werde, da ich alle Spiele, die mich interessieren, auf die Wunschliste packe – eben um kein Angebot zu verpassen.
Das Pop-up soll also nicht mehr auftauchen. Das ist zum Glück in wenigen Klicks erledigt:
- Klickt ganz oben links auf »Steam«.
- Klickt nun auf »Einstellungen«.
- Klickt auf »Oberfläche« in der linken Leiste.
- Entfernt den Haken bei »Ich möchte über Extras oder Änderungen an meinen Spielen sowie über bevorstehende Veröffentlichungen informiert werden«
- Nun wird das Pop-up nicht mehr erscheinen.
Übrigens: Noch mehr (und weniger nischige) Steam-Funktionen findet ihr in Natalies Artikel:
Die Geheimnisse von Steam und wie ihr sie richtig nutzt
3. Dynamische Kollektionen
Wenn ihr euch schon ähnlich lange wie ich nicht mehr mit dem Sortieren eurer Steam-Bibliothek beschäftigt habt, kennt ihr vielleicht dynamische Kollektionen noch nicht. Ich habe meine Kollektionen bis vor kurzem, zuletzt 2017 verwaltet. Dynamische Kollektionen erschienen erst im Jahr 2019.
Früher habe ich meine Steam-Bibliothek einfach nach Spielen sortiert, die ich bereits durchgespielt habe, und das war's. Dynamische Kollektionen machen das Ordnen der Bibliothek durch Automatisierung deutlich angenehmer.
Ihr wählt beim Erstellen einer dynamischen Funktion Filter aus, nach denen Spiele zugeordnet werden sollen. Wenn ihr eurer Bibliothek ein neues Spiel hinzufügt, wird dieses der Kollektion zugewiesen, solange es zum entsprechenden Filter passt.
So geht’s:
- Fahrt mit der Maus über »Bibliothek« in der oberen Leiste und klickt auf Kollektionen.
- Klickt auf »Neue Kollektion erstellen«.
- Gebt der Kollektion einen Namen und wählt anschließend »Dynamische Kollektion erstellen« aus.
- Wählt einen oder mehrere Filter aus und schaut zu, wie jedes Spiel in eurer Sammlung automatisch einsortiert wird.
Beispiel: Ihr könnt »Mehrspieler« ankreuzen und rechts unten Freunde aus eurer Freundesliste auswählen. Jetzt erscheinen in der Sammlung nur noch Multiplayerspiele, die ihr und der jeweilige Freund beide besitzt.
Super praktisch, selbst wenn man es nur temporär nutzt, um sich für ein Spiel zu entscheiden, das man an dem Tag spielen will.
54:03
1.039 für WAS?! Die Steam Machine ist Valves teuerster Fehler
4. Start im Big-Picture-Modus
Ab und zu nutze ich meinen PC als Konsole. Vor allem dann, wenn ein neues Spiel erscheint, das ich mit einem Controller spielen möchte. Dann stelle ich meinen PC neben den Fernseher, schließe ihn an und aktiviere auf Steam eine kleine Funktion, die direkt für Konsolen-Feeling sorgt: den Big-Picture-Modus.
Dieser Modus sorgt für eine stark veränderte Oberfläche, die Steam komplett per Controller steuerbar macht.
Der Big-Picture-Modus lässt sich auch als Startoption für Steam einstellen, sodass Steam immer in diesem Modus startet. So kann ich meinen PC hervorragend zur Konsole umgestalten.
So geht’s:
- Geht in die Steam-Einstellungen, indem ihr oben links auf »Steam« und dann auf »Einstellungen« klickt.
- Steuert den Bereich »Oberfläche« an.
- Scrollt ein wenig nach unten und setzt den Haken bei »Steam im Big-Picture-Modus starten«.
- Nun müsst ihr den Big-Picture-Modus nicht manuell starten.
Optional, aber eine tolle Option: Wenn ihr ein möglichst originalgetreues Konsolenerlebnis möchtet, lasst Steam auch beim Hochfahren des PCs starten.
Dann kommt ihr direkt in die Konsolenansicht, nachdem ihr den Einschaltknopf gedrückt habt. Diese Option befindet sich nur zwei Einstellungen über der oben genannten Big-Picture-Option.
5. Spiele verschieben und Speicher verwalten
Der wahrscheinlich bekannteste Tipp und dennoch will ich es erwähnt haben: Wenn ihr Platz auf einer bestimmten Festplatte braucht oder eure Spiele gemütlich auf einer externen Festplatte mitnehmen wollt, gibt es dafür eine einfache Steam-interne Möglichkeit.
Ihr könnt Spiele mit Leichtigkeit auf andere Festplatten schieben und neue Festplatten als Steam-Bibliothek anlegen.
So geht’s:
- Geht ganz oben links auf »Steam«.
- Klickt auf »Einstellungen«.
- Wählt in der Seitenleiste »Speicherplatz« aus.
- Wählt oben die Festplatte aus, von der aus ihr Spiele verwalten wollt (der Standard wird bei den meisten von euch das C:-Laufwerk sein).
- Hakt Spiele an, die ihr verschieben oder deinstallieren wollt.
- Drückt weiter unten auf die entsprechenden Schaltflächen »Deinstallieren« oder »Verschieben«.
- Wenn ihr ein Spiel mitnehmen wollt, wählt beim Verschieben eine externe Festplatte aus.
- Nun könnt ihr Spiele auch mitnehmen.
Das ist übrigens besonders praktisch, falls man selbst langsames Internet hat und ein Freund in der Nähe wohnt, dessen Internet zehnmal schneller ist. So lassen sich auch 150-Gigabyte-Spiele schnell auf euren Rechner packen. Ich spreche aus Erfahrung.
Euer Datenträger fehlt in den Einstellungen? Ihr seid bereits in den richtigen Einstellungen, um das zu ändern.
So geht’s:
- Folgt den obigen Anweisungen, bis ihr in den »Speicherplatz«-Einstellungen seid.
- Klickt auf die ausgewählte Festplatte.
- Klickt auf »Datenträger hinzufügen« und wählt das entsprechende Speichermedium aus.
- Wiederholt das für alle weiteren Datenträger, die ihr verwalten wollt.
- Nun könnt ihr Spiele nach Herzenslust verschieben und mitnehmen.
Damit sind wir am Ende meiner kleinen Liste angekommen. Schreibt gerne in die Kommentare, welche Tipps und Tricks ihr noch kennt und empfehlt.
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