SteelSeries Arctis Nova Elite im Test: Wie ein Gaming-Headset für 650 Euro klingt

Kabelloses Hi-Res-Audio: Was sich anhört, wie reines Marketingsprech, sorgt für einen erschütternd guten Sound. Hier kommen auch Musikliebhaberinnen und -liebhaber auf ihre Kosten.

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Das Wichtigste, der Klang

Die Ohrpolster schmiegen sich an jeden Kopf an, zu Beginn ist der Anpressdruck aber noch sehr hoch. Mit der Zeit gibt sich das jedoch. (Bildquelle: Nele WobkerGameStar Tech) Die Ohrpolster schmiegen sich an jeden Kopf an, zu Beginn ist der Anpressdruck aber noch sehr hoch. Mit der Zeit gibt sich das jedoch. (Bildquelle: Nele Wobker/GameStar Tech)

Das SteelSeries Arctis Nova Elite bietet einen herausragenden Klang in jedem Spielgenre. Nachdem ich für meine Platin-Trophäe einige Kapitel des herrlich musikalischen Action-Adventures South of Midnight mit dem Headset auf den Ohren wiederholte, erlebte ich noch mal eine ganz neue Soundqualität.

Zuvor hatte ich es mit verschiedenen Headsets und Lautsprechern durchgespielt. Gerade dieser atmosphärische Einzelspieler, mit seinem eigens für den Titel geschriebenen Soundtrack, wird zum absoluten Glanzstück. Die Musik, das Flüstern, das die Protagonistin manchmal hört, die räumliche Tiefe: Alles klingt schlichtweg ideal und stimmungsvoll mit dem Arctis Nova Elite.

Video starten 12:44 South of Midnight - Vorschau-Video zum Atmo-Knüller

Doch für ein Einzelspieler-Action-Adventure kauft man sich kein 650-Euro-Headset. Shooter sind hier gefragt. Sowohl in Doom: The Dark Ages, als auch in Metal: Hellsinger war ich beeindruckt von der Ortung und schieren Wucht des Headsets.

Kleinste Gegnertöne in der Ferne lassen sich sofort lokalisieren. Die präzise Ortung macht Metal: Hellsinger spielerisch und der satte Sound musikalisch zum Fest. Ich bekomme fast das Gefühl, ich könnte auch meine Augen beim Spielen schließen und einfach mit dem Flow gehend die Gegner orten und treffen. Solch eine Qualität habe ich zuletzt beim Audeze Maxwell erlebt.

Holt das Beste aus jedem Song

Natürlich habe ich mit dem Headset auch viel Musik gehört und wurde bei manchen Stücken regelrecht weggeblasen. Das war etwa bei Heaven & Hells Follow the Tears oder Metallicas The God that Failed der Fall. Beides klingt mit dem SteelSeries Arctis Nova Elite einfach (pardon) geil. Der Klang ist wuchtig, derb und dreckig.

Dennoch gehen keine Details verloren, während ich leicht headbangend an meinem Schreibtisch sitze. Dabei beeindruckt nicht bloß die Detailreiche selbst, sondern auch die Atmosphäre. Selten habe ich Iron Maidens Klassiker The Trooper mit so viel Konzertstimmung oder The Great Dandolos von Planet of Zeus sowie Robert Euvinos Castle Jam (Stronghold 2001) so immersiv gelauscht.

Die Seitenaufhängung sieht ein wenig aus wie Kunststoff in Klavierlackoptik, ist aber tatsächlich aus Metall. (Bildquelle: Nele WobkerGameStar Tech) Die Seitenaufhängung sieht ein wenig aus wie Kunststoff in Klavierlackoptik, ist aber tatsächlich aus Metall. (Bildquelle: Nele Wobker/GameStar Tech)

Beim Hören von Saxons and Vikings von Amon Amarth in Koop mit Saxon zeigt sich zudem auch der Vorteil eines differenzierten Klangs in Kombination mit einer top Ortung und Räumlichkeit, die Gaming-Headsets bieten können. Die beiden Frontmänner der Bands teilen wunderbar differenziert gegeneinander aus. Die Besonderheiten in beiden Stimmen und die Übergänge kommen mit dem SteelSeries Arctis Nova Elite perfekt zur Geltung, ebenso die Stimmungswechsel.

Als jemand mit sehr feinem Gehör habe ich aber auch etwas zu meckern, das sich jedoch leicht beheben lässt: Auf den Werkseinstellungen kommen hohe Töne zu schrill raus. Das fällt mir insbesondere bei Songs mit präsenten Snare Drums und Hi-Hats auf. Diese Instrumente hören sich etwas zischend und zu scheppernd an, wie bei Running Wilds Under Jolly Roger oder noch deutlicher bei Judas Priest mit March of the Damned und Bloodywoods Endurant.

Ein weiteres Problem, das sich aber schnell über die Einstellungen ausräumen lässt, ist, dass Stimmen auf den Werkseinstellungen bei sehr basslastigen Stücken teilweise überlagert werden. Mir fiel das vor allem bei Tom Waits Big in Japan und bei The Hu mit Tatar Warrior auf.

Video starten 1:32 Arctis Nova Elite: Das ist das neue Premium-Headset von SteelSeries

Ein paar Handgriffe in der Software beheben diese kleinen Unstimmigkeiten aber kompromisslos. Allerdings muss man in die Software ein wenig Einarbeitungszeit stecken, weil sie einen enormen Funktionsumfang bietet. Experimentierfreudige, Enthusiasten und Audiophile kommen voll auf ihre Kosten.

Ich kann hier natürlich nicht alle Stücke beschreiben, die ich mit dem Headset gehört habe. Einige Songs präsentierten sich aber in ihren bestmöglichen Versionen für mich, wie zum Beispiel War von Poets of the Fall (Alan-Wake-Soundtrack). Bei anderen habe ich mir auch schlichtweg ein geil notiert, wie bei Motörheads I Don't Believe a Word oder einigen alten Songs der Band Chimaira.

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