Stranger Things ist ein Phänomen; quasi aus dem Nichts haben die Duffer-Brüder einen Kosmos geschaffen, auf den Leute mit Jahren Pause immer wieder entgegenfiebern (auch wenn nicht jeder zufrieden ist).
In diesem Zusammenhang haben die beiden Showrunner ein Interview mit RadioTimes gegeben und die vergangenen Staffeln Revue passieren lassen.
Naturgemäß zeigten sich die Duffers darin euphorisch in Bezug auf die fünfte und letzte Staffel – aber auch selbstkritisch, vor allem hinsichtlich der Anfänge der Serie.
»Wir wussten nicht, was wir taten«
Diese Aussage von Matt Duffer bezieht sich auf die erste Staffel, genauer gesagt auf die visuellen Effekte.
Matt: ›Wir haben viel über Spezialeffekte gelernt. Wenn ich mir die erste Staffel nochmal anschaue, schäme ich mich. Sie sieht so viel schlechter aus.‹
Ross: ›Wir hatten aber auch viel weniger Geld zur Verfügung.‹
Matt: ›Stimmt, aber wir wussten auch nicht, was wir taten.‹
Im Speziellen spielen die Duffer-Brüder wohl auf den Demogorgon an, der in Staffel 1 nicht immer konsistent aussah. Bis zum Staffelfinale wurde das Monster natürlich geheim gehalten, sodass man stets nur Teile von ihm oder Schatten gesehen hat.
Die Silhouette des Demorgogon aus Staffel 1 wirkt wie die der Lying Figures aus Silent Hill 2. (Bildquellen: Netflix)
Für den Kontext: Der Demogorgon kann die blütenartigen Hautlappen zusammenfalten, sodass sein Kopf humanoider aussieht. Das ist wohl im linken Bild zu sehen. Allerdings ist das Monster deutlich muskulöser und drahtiger als noch in Staffel 1.
Jeux Video schreibt etwa, dass sich die Duffers in den ersten Folgen zu sehr auf handgemachte Effekte verlassen haben, gleichzeitig aber nicht genau wussten, wie der Demogorgon denn nun final und in allen Details aussah. Das führte zu Diskrepanzen, vor allem da die nachfolgende Aussage von Matt Duffer nahelegt, dass das Design eher später fertiggestellt wurde als früher:
In jeder Staffel sind uns entweder die Zeit oder der Platz ausgegangen, um alles zu ergründen. Wir sagten immer ›damit beschäftigen wir uns in der nächsten Staffel‹, und jetzt haben wir den Luxus nicht mehr.
Nicht wenige Filmfans wünschen sich handgemachte Effekte zurück.
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Für viele Beteiligte von Stranger Things war die Serie ein Sprungbrett. Im Interview erzählen die Duffer-Brüder, dass sie Angebote immer wieder abgelehnt haben, um an ihrem Herzensprojekt weiterarbeiten zu können. Millie Bobby Brown und David Harbour avancierten in den letzten neun Jahren zu gefragten Schauspielern.
Es gibt allerdings noch eine Sache, welche die Brüder bedauern. So sagt Matt:
Ich mochte, dass wir in Staffel 1 unter dem Radar geflogen sind. Ich mochte den Underdog-Status, doch der Kompromiss war es wert. So viele Menschen schauen unsere Serie und das hat uns erlaubt, genau die Geschichte zu erzählen, die wir erzählen wollten.







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