Kaum ein Mediaplayer ist so beliebt wie der Fire TV Stick von Amazon, wie auch die folgende Liste der Top 10 im Preisvergleichsportal Geizhals zeigt. Darin taucht er gleich drei Mal auf.
Aber es gibt sehr gute Alternativen dazu, auch wenn sie wie im Falle des Modells von Nvidia, um das es hier geht, nicht unbedingt taufrisch sind.
Hier seht ihr die besagte Top 10 inklusive dem Erscheinungsjahr des jeweiligen Geräts:
- 2022: Apple TV 4K 2022 128 GB (ab ca. 170 Euro)Euro)
- 2023: Amazon Fire TV Stick 4K Gen. 2 (ab ca. 50 Euro)
- 2024: Google TV Streamer (ab ca. 110 Euro)
- 2024: Samsung Signage Player Box (ab ca. 180 Euro)
- 2022: Apple TV 4K 2022 64 GB (ab ca. 150 Euro)
- 2023: Amazon Fire TV Stick 4K Max Gen. 2 (ab ca. 80 Euro)
- 2018: Amazon Fire TV Stick 4K Gen. 1 (ab ca. 40 Euro, aber nur noch bei Ebay zu finden)
- 2024: Telekom Magenta TV ONE 2. Generation (ab ca. 125 Euro)
- 2019: Nvidia Shield TV Pro 2019 (ab ca. 220 Euro)
- 2023: Xiaomi Mi Box S (ab ca. 50 Euro)
Stand: 17.04.2025, 16:00 Uhr
Nvidias Shield TV Pro sticht gleich in doppelter Hinsicht hervor: Es handelt sich nicht nur um den zweitältesten Media-Player in der Liste, sondern auch um den teuersten.
Aber aufgrund welcher Vorteile ist die Streaming-Box bis heute so beliebt und welche Nachteile hat sie im Vergleich zu den neueren Modellen? Genau das schauen wir uns in diesem Artikel kurz an.
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Es begann 2025: Nvidia damaliger Ankündigungs-Trailer des Reciever-Konsolen-Hybriden Shield
Shield TV bei GameStar: Wir haben uns in der Vergangenheit bereits mehrfach in Form von Tests mit der Streaming-Box auseinandergesetzt. Zuletzt war das 2017 mit Blick auf das Streamen von Spielen der Fall, als die Uplay-Integration hinzugekommen ist. Unsere Eindrücke des Geräts als Mediaplayer haben wir euch 2015 näher geschildert, als die erste Version in der heutigen Form erschienen ist.
Technische Daten im Überblick
| Auflösung | 3840x2160 (60 Hertz) |
| CPU | Nvidia Tegra X1 (4 x 1,9 GHz + 4 x 1,3 GHz) |
| GPU | Nvidia Maxwell (256-Core) |
| RAM | 3 GByte LPDDR4 |
| Speicherplatz | 16 GByte Flash |
| Video | AVC, AVI, DivX, FLV, H.263, H.264, H.265, HEVC, M2TS, MJPEG, MKV, MOV, MPEG, MPEG-2, MPEG-4, OGM, RM, TS, VC-1, VOB, VP8, VP9, WEBM, WMV, Xvid |
| Audio | AAC, FLAC, MP3, OGG/Vorbis, PCM, WAV, WMA |
| Audio-Decoder | Dolby Atmos, Dolby Digital, Dolby Digital EX, Dolby Digital Plus, Dolby TrueHD, DTS, DTS-HD Master Audio, DTS:X |
| Anschlüsse | 1 x HDMI 2.0, 2 x USB 3.0, LAN |
| Drahtlosverbindungen | Bluetooth 5.0, WiFi 5 |
| Besonderheiten | Dolby Vision, HDR, HDR10, Google Cast, Android 11, Fernbedienung, HDCP 2.2, Sprachassistent (Amazon Alexa, Google Assistant) |
| Größe und Gewicht | 152 x 26 x 98 mm (B x H x T), 250 Gramm |
Quelle: Geizhals.de
Was die Beliebtheit bis heute erklärt
Nvidias Shield TV Pro dürfte vor allem aufgrund von drei Aspekten immer noch so beliebt sein, obwohl sie bereits Ende 2019 erschienen ist:
- Es handelt sich selbst aus heutiger Sicht noch um eine leistungsstarke Streaming-Box mit Unterstützung der 4K-Auflösung mit bis zu 60 Hertz, auch wenn sie in bestimmten Punkten wie etwa der RAM-Menge von neuen Mediaplayern übertrumpft wird (dazu gleich mehr).
- Shield TV Pro bietet eine große Menge an Funktionen, inklusive des Streamens von Spielen via Geforce Now, eine breite Unterstützung von Video-Standards, vergleichsweise viele Anschlüsse und weitere Extras wie das AI-Upscaling von Videos.
- Kaum ein Gerät kommt an die Shield TV Pro heran, wenn es um die Unterstützung von Audio-Decodern wie Dolby Digital Plus und DTS HD Master Audio geht.
Ob das den stabil hohen Preis von etwa 220 Euro rechtfertigt, hängt allerdings stark davon ab, ob man all diese Funktionen wirklich braucht.
Unabhängig davon kann gesagt werden, dass Nvidias Shield TV Pro 2019 auch aus heutiger Sicht noch ein leistungsstarker Allrounder für das Wohnzimmer ist, der aber durchaus auch Nachteile hat.
Die größten Nachteile
Fast sechs Jahre gehen selbst an Nvidia-Hardware nicht nicht spurlos vorbei. Das zeigt im Falle der Shield TV Pro 2019 die folgende Übersicht von Nachteilen im Vergleich zu aktuellen Mediaplayern:
- Alte Android-Version: Nvidia versorgt die Shield TV Pro 2019 zwar immer noch ab und an mit Updates, zuletzt beispielsweise erst im Februar 2025 mit der Version 9.2 der Shield Experience Software. Basis bleibt aber Android 11, während im TV-Bereich Android 14 die neueste Version ist.
- Zweimal weniger Speicher: Die Shield TV Pro besitzt mit 3 GByte RAM und 16 GByte internem Speicherplatz weniger als die aktuelle Konkurrenz. So bietet Apple TV beispielsweise eine Kombination von 4 GB und 128 GB, Googles TV Streamer kommt auf 4 GB und 32 GB.
- Ein zunehmend wichtiger Codec fehlt: Moderne Streaming-Boxen beherrschen den AV1-Codec, der zunehmend von Plattformen wie YouTube eingesetzt wird. Shield TV Pro 2019 bietet dagegen seitens der Hardware keine Unterstützung davon.
Es gibt weitere Aspekte, die aber aus unserer Sicht weniger stark ins Gewicht fallen, genauer gesagt HDMI 2.0 statt HDMI 2.1, WiFi 5 statt WiFi 6 und keine Unterstützung von HDR10+.
Lohnt sich Shield TV Pro 2019 auch heute noch?
Grundsätzlich ja, wenn ihr die Funktionsvielfalt braucht und mit dem gewissen Risiko der fehlenden Unterstützung des AV1-Codecs sowie dem immer noch hohen Preis leben könnt.
Wie die eingangs zu sehende Liste deutlich macht, gibt es aber viele aktuellere Alternativen, die ebenfalls eine sehr gute Figur im Wohnzimmer machen.
Wird es einen Nachfolger geben? Das halten wir für sehr unwahrscheinlich, trotz der weiter durchaus großen Beliebtheit der Shield TV Pro. Wir haben Nvidia dazu auch eine Anfrage geschickt. Sollten wir eine konkrete Rückmeldung erhalten, aktualisieren wir diesen Artikel entsprechend.
Haben wir einen wichtigen Vor- oder Nachteil der Shield-Box übersehen? Nutzt ihr das Gerät bis heute oder habt eine andere Empfehlung für das Wohnzimmer? Schreibt es gerne in die Kommentare!

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