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Streaming-Plattform Plex - kostenloses Streaming nur mit Werbung finanziert

Kostenloses, dafür werbefinanziertes Streaming von Filmen und Serien ermöglicht Plex, das Angebot ist aber international sehr unterschiedlich.

von Manuel Schulz,
09.12.2019 13:34 Uhr

Der Media-Server Plex bietet nun auch kostenloses, durch Werbung finanziertes Streaming von Filmen und Serien an. (Screenshot: Plex) Der Media-Server Plex bietet nun auch kostenloses, durch Werbung finanziertes Streaming von Filmen und Serien an. (Screenshot: Plex)

Auf der CES 2019 hatte Plex bereits angekündigt, jetzt wurde es umgesetzt. Der bisherige Media-Server-Dienst wird um einen Streaming-Teil erweitert. Das Besondere: Das Streaming-Angebot soll komplett kostenlos sein, die Finanzierung findet rein über Werbung statt.

Nur wenn man weitere Features wie offline-Serien will, muss man auch bei Flex ein wenig in die Tasche greifen. Knapp fünf Euro kostet ein Monat, für 120 Euro kann man sogar eine lebenslange Mitgliedschaft erwerben und muss nie wieder etwas für Plex zahlen.

Die Plex-App gibt es dafür für viele Geräte. Android und iOS sind die populärsten, aber auch für Alexa, Fire TV, Apple TV, Android TV, Chromecast, Mac, Playstation, Windows, Sonos und Xbox One existiert eine App. Selbst für VR-Brillen wie Lenovo Mirage und Oculus Go sowie Smart TVs gibt es Plex.

Wenig Auswahl für Deutschland

Im Programm sind dabei nicht nur Filme und Serien, sondern auch eine Youtube-ähnliche Plattform, Nachrichten, Podcasts. Es gibt zudem Musik in Form des TIDAL-Streaming-Dienstes, der kostet aber knapp zehn Euro extra im Monat.

Für Deutsche Kunden lohnt sich das PLex-Angebot aber nicht allzu sehr., denn auf dem deutschen Plex gibt es bisher nur relativ unbekannte Produktionen. Ganz anders in den USA, wo sich Filme wie wie Lord of War, Apocalypse Now oder Terminator finden.

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Das deutsche Serienangebot ist mit zwei älteren Produktionen noch weniger beeindruckend und bisher zudem nur in Englisch ohne Untertitel verfügbar. Dafür scheint das Angebot bei Musikdokumentationen interessanter - Adele: Homecoming, Steve Aoki: Deadmeat und Katy Perry: The Outrageous World sind verfügbar.

Für Netflix und Co. ist Plex damit aktuell keine Konkurrenz, doch das kann sich in Zukunft noch ändern. Zumal Plex in den USA bereits Streaming-Partner wie MGM, Legendary, Lionsgate und Warner Bros aufzählt.

Plex als Vorreiter?

Plex öffnet damit aber jetzt bereits in einen Markt, der bisher nur von illegalen Streamingportalen bedient wird. Kostenloses Streaming, auch von TV-Shows, was aktuell aber nur in den USA möglich ist. Wie groß der Markt des IP-TVs ist, zeigte zuletzt eine Studie.

Laut dieser werden in Europa mit illegalem IPTV, also Fernsehen über Internet, jährlich bis zu 941 Millionen Euro verdient. Die Experten berücksichtigten bei diesen Einnahmen allerdings den Erwerb entsprechender Set-Top-Boxen und langfristige Abonnements.

Die Daten, die von den Experten ausgewertet wurden, stammen aus dem Tracking des Datenverkehrs zu Webseiten mit illegal kopierten Werken vom britischen Anbieter Muso. Mit seinem kostenlosen Angebot könnte Plex trotzdem die Konkurrenz zum Handeln zwingen, auch wenn es im Prinzip an klassisches Fre-TV erinnert - inklusive Werbung.

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