Gleich zwei legendäre Nintendo-Konsolen feiern heute Geburtstag: Eine schuf indirekt die größte Konkurrenz der anderen

Am 21. November befinden sich zwei Meilensteine der Videospielgeschichte im Rampenlicht: Die Super Nintendo revolutionierte 1990 die heimische Spielewelt. 14 Jahre später tat ein Nintendo-Handheld es ihm nach.

Herzlichen Glückwunsch, Super Nintendo! Am 21. November wird die Konsole 35 Jahre alt – und teilt sich das Jubiläum mit einem noch erfolgreicheren Nintendo-Gerät. Herzlichen Glückwunsch, Super Nintendo! Am 21. November wird die Konsole 35 Jahre alt – und teilt sich das Jubiläum mit einem noch erfolgreicheren Nintendo-Gerät.

Am 21. November befinden sich zwei Meilensteine der Videospielgeschichte im Rampenlicht: Das Super Nintendo Entertainment System revolutionierte 1990 die heimische Spielewelt – doch eine gescheiterte Partnerschaft führte zur Entstehung der PlayStation. Dafür sorgte ein anderes Gerät 14 Jahre später für eine kleine Nintendo-Revolution.

Die SNES-Ära beginnt: Wechsel ins 16-Bit-Zeitalter

Vor 35 Jahren versetzte Nintendo die Videospielindustrie in Aufregung. Mit dem Super Famicom – hierzulande unter dem Namen Super Nintendo Entertainment System (SNES) bekannt – präsentierte das Unternehmen am 21. November 1990 ein technisches Upgrade, das das damals etablierte 8-Bit-System der vorigen NES-Konsole hinter sich ließ.

Video starten 3:54 Ein SNES-Klassiker von 1992 unterstützt nun eines der neuen Features der Nintendo Switch 2

Der neue 16-Bit-Prozessor der SNES arbeitete mit einer Taktfrequenz von 3,58 MHz und bot Entwicklern deutlich mehr Spielraum für anspruchsvollere Grafiken und komplexere Spielmechaniken. Mit 128 Kilobyte RAM und seinen kassettenbasierten Spielen sollte sich die Konsole rasant verbreiten: Im Laufe ihrer Verfügbarkeit erreichte die Super Nintendo 50 Millionen weltweit verkaufter Einheiten.

Ein wesentliches Erkennungsmerkmal blieb dabei die Verwendung von Modulen als Speichermedium – eine Entscheidung, die jedoch das Schicksal des Unternehmens auf lange Sicht beeinflussen sollte.

Der »große Verrat«: Wie die PlayStation geboren wurde

Denn die Konkurrenz schlief nicht, sodass Nintendo beinahe zur Erkenntnis gezwungen wurde, dass das Kassetten-System an seine Grenzen stoßen würde.

Sega hatte mit »Mega-CD« bereits ein optionales CD-ROM-Laufwerk für sein Genesis-System auf den Markt gebracht, das wesentlich größere Datenmengen speichern konnte. Um nicht den Anschluss zu verlieren, machte sich Nintendo auf die Suche nach einem Entwicklungspartner für eine ähnliche Erweiterung.

  • Die Wahl fiel auf Sony. Der Elektronikkonzern brachte bereits umfangreiche Erfahrung in der CD-Technologie mit und hatte zudem die Soundchip-Architektur des SNES entworfen – insbesondere durch den Sony-Ingenieur Ken Kutaragi.
  • Die Verhandlungen scheiterten jedoch schnell, da Nintendo zu viel Kontrolle über das gemeinsame Projekt haben wollte. Im Jahr 1991 zerplatzte der Deal – Nintendo entschied sich stattdessen für eine Partnerschaft mit Philips.

Das sollte sich als eine der folgenreichsten Entscheidungen der Branchengeschichte erweisen. Während Nintendo und Philips ihr CD-Projekt vorantrieben, verfolgte Kutaragi innerhalb Sonys eine radikale Alternative: Statt eines bloßen Zubehörs sollte ein eigenständiges Konsolen-System entstehen.

Ende 1994 war sie schließlich geboren: Die erste Sony PlayStation kam auf den Markt.

Ein Jahrzehnt später schlägt Nintendo zurück

Während diese Episode der Konsolengeschichte als Nintendos Niederlage verbucht werden kann, berappelte sich das Unternehmen in einem etwas anderen Spielfeld: bei Handhelds. Denn ebenfalls am 21. November – allerdings 2004 – läutete der Nintendo DS eine neue Ära im mobilen Spielemarkt ein; genauer gesagt die Touchscreen-Ära.

  • Das revolutionäre Merkmal des Nintendo DS war nämlich nicht die Rechenleistung. Mit seinem ARM9-Prozessor bei 67 MHz war er bescheidener ausgestattet als der große Sony-Konkurrent in Form der PlayStation Portable.
  • Der große Clou war stattdessen zweigeteilt: Zwei LCD-Bildschirme, von denen der untere als berührungsempfindlicher Touchscreen fungierte, eröffneten völlig neue Spielmechaniken. Der zugehörige Stylus tat sein Übriges dafür, dass der Nintendo DS als Innovation galt.

Mit über 154 Millionen verkauften Einheiten wurde der Nintendo DS so zur meistverkauften tragbaren Spielkonsole aller Zeiten – bis heute ein Rekord. Wir sagen an dieser Stelle herzlichen Glückwunsch an die beiden Nintendo-Konsolen!

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