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Inhaltsverzeichnis
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25 Jahre PlayStation: Ein Streit führt zur erfolgreichsten Konsole der Welt

Im September 1995 beginnt Sony auch im Westen, Sega und Nintendo das Fürchten zu lehren und sich rasch als eine führende Kraft der Videospielwelt zu etablieren. GameStar Plus blickt zurück auf viele Höhen und einige Tiefen eines Vierteljahrhunderts PlayStation.

von Stephan Freundorfer,
29.09.2020 05:00 Uhr

Die PlayStation wird 25 Jahre alt! Bei GameStar Plus werfen wir einen Blick auf das vergangene Vierteljahrhundert, die Geburt und Herausforderungen der erfolgreichen Spielkonsole. Die PlayStation wird 25 Jahre alt! Bei GameStar Plus werfen wir einen Blick auf das vergangene Vierteljahrhundert, die Geburt und Herausforderungen der erfolgreichen Spielkonsole.

»Macht es!«, sagt der wütende Norio Ohga und schmettert die Faust auf den Konferenztisch in der Sony-Konzernzentrale. Es ist der 24. Juni 1992 und niemand der anwesenden Manager dürfte im Entferntesten ahnen, dass diese Anweisung ihres Chefs einmal das Schicksal des Unternehmens, seiner mächtigen Konkurrenz und einer ganzen Milliarden-Industrie entscheidend mitbestimmen würde.

Gerichtet ist die Order an den damals 41-jährigen Ken Kutaragi, der zu einer neuen Generation von Sony-Ingenieuren gehört, die Videospiele nicht als lächerliche Beschäftigung abtun. Er sieht eine Zukunft für diese Sparte der Unterhaltungselektronik, die von Sony bislang nur zögerlich beackert wird. Doch mancher ist überrascht, dass Ohga erneut Kutaragi sein Vertrauen schenkt, wo der doch der Hauptverantwortliche für dessen Wut und Sonys Schmach ist, die nun getilgt werden soll.

Play Station wird PlayStation

Gekränkt wurden das Unternehmen und sein Chef von Nintendo und deren Patriarch Hiroshi Yamauchi. Nintendo arbeitet schon seit einigen Jahren mit Sony zusammen - Kutaragi selbst designt den Soundchip SPC7000 der Super-Nintendo-Konsole. 1988 einigt man sich auf eine Kooperation, die dem SNES ein CD-Laufwerk bescheren, es zur Karaoke- und Multimedia-Maschine machen soll. Doch man kann sich nicht richtig auf die vertraglichen Details einigen und Yamauchi verdächtigt Kutagari (nicht ganz zu Unrecht), dass er die »Play Station« betitelte CD-Hardware primär dazu nutzen will, sich in Nintendos Fahrwasser in den Spielemarkt zu stehlen.

Einer der letzten Zeugen der »Play Station«-Kooperation von Sony und Nintendo wird im März 2020 für 360.000 Euro versteigert. Einer der letzten Zeugen der »Play Station«-Kooperation von Sony und Nintendo wird im März 2020 für 360.000 Euro versteigert.

Der Deal platzt spektakulär: Auf der CES-Messe Anfang Juli 1991 kündigt Sony offiziell die Arbeit an dem CD-SNES an, nur um kurz darauf von Nintendo benachrichtigt zu werden, dass man sich für eine Partnerschaft mit dem holländischen Konzern Philips entschieden hätte. Sony dürfe zwar immer noch das Laufwerk bauen, aber nur Non-Gaming-Software auf CD anbieten und lizenzieren. Kutaragi ist stocksauer, verwirft das alte Konzept und arbeitet mit seinem Team im Geheimen an einer komplett neuen Konsole, die sich - neben der CD mit ihrem enormen Speicherplatz - durch den Einsatz fortschrittlicher Echtzeit-3D-Optik auszeichnen soll.