Supercomputer berechnet das Ende der Menschheit: Ein Kontinent, 70 Grad und noch 250 Millionen Jahre Zeit

Ein Supercomputer hat berechnet, wie das Ende der Erde aussehen könnte.

Das Leben auf der Erde ist stark von der Sonne abhängig. (Bild: KI-generiert, Adobe Firefly) Das Leben auf der Erde ist stark von der Sonne abhängig. (Bild: KI-generiert, Adobe Firefly)

Dass das Leben auf der Erde endlich ist, gilt in der Wissenschaft als gesichert. Der Wasserstoffvorrat unserer Sonne reicht für etwa 10 Milliarden Jahre, von denen ungefähr die Hälfte vergangen ist.

Mithilfe eines Supercomputers haben Forscher der University of Bristol aber errechnet, dass die Erde schon deutlich früher unbewohnbar sein könnte.

In knapp 250 Millionen Jahren soll es demnach mit dem Leben auf unserem Planeten zu Ende gehen.

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Ein düsteres Zukunftsszenario

Aktuelle Modelle, die die klimatischen Entwicklungen in der Zukunft berechnen, drehen sich häufig um die Auswirkungen des menschengemachten Klimawandels.

Dabei wird davon ausgegangen, dass sich die Atmosphäre weiter erhitzt, wodurch immer größere Teile der Welt zumindest vorübergehend unbewohnbar würden.

Das gilt aber nicht für den kompletten Planeten, auch wenn die Auswirkungen auf die Zivilisation extrem ausfallen könnten. Bis die Erde komplett unbewohnbar wird, sollen allerdings noch einige Millionen Jahre mehr vergehen.

So soll das Leben auf der Erde enden:

  • Die Simulation der Forscher, die ihren Artikel 2023 im Magazin Nature Geoscience veröffentlicht haben, geht davon aus, dass sich in etwa 250 Millionen Jahren alle Landmassen der Erde zu einem Superkontinent vereinigt haben, den sie »Pangea Ultima« nennen.
  • Besonders gemütlich dürfte dieser Kontinent allerdings nicht werden. Das Kontinentalklima in Verbindung mit einer helleren Sonne und höheren CO₂-Werten durch erhöhte vulkanische Aktivität sollen zu Temperaturen von bis zu 70 Grad Celsius führen. Ein Massenaussterben wäre die logische Folge.
  • Säugetiere sind besser an Kälte als an Hitze angepasst und solche Temperaturen wären schlicht zu hoch für uns Menschen und viele andere Lebewesen. Die Veränderungen könnten zudem so schnell vonstattengehen, dass auch eine evolutionäre Anpassung nicht mehr möglich wäre.

Spannende Erkenntnisse: Interessant ist laut den Forschern, dass die Voraussetzung für Leben demnach nicht nur von der Position eines Planeten in seinem Sonnensystem abhängt. Auch die Verteilung der Landmassen hat offenbar einen großen Einfluss.

Alleine auf der Erde, die vergleichsweise klein ist, gibt es große Temperaturunterschiede etwa zwischen den Polen und dem Äquator. Schon jetzt ist ein Überleben in Wüstenregionen kaum möglich, glücklicherweise gibt es aber ausreichend Landmassen in gemäßigteren Klimazonen.

Klimakrise dennoch real: Die Forscher weisen dennoch darauf hin, dass die gegenwärtigen Probleme gelöst werden müssen. Irgendwann wird die Erde unbewohnbar sein, aber wir müssen diesen Prozess ja nicht noch unbedingt beschleunigen.

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