2,5 Millionen Lichtjahre entfernt standen Millionen Sterne als Fotomodell für Hubble parat.
Das berühmte Teleskop hat während der vergangenen 10 Jahre ein Rekordfoto gebastelt: Aus Hunderten Einzelaufnahmen entstand ein bisher so nie vorhandenes Abbild unserer Nachbargalaxie, der Andromeda.
Wir erklären euch die interessanten Hintergründe und zeigen euch das Stellar-Kunstwerk von NASA/ESA. Allerdings lässt selbst das trotz seiner Größe von 2,5 Milliarden Pixeln den wahren Gigantismus hinter all dem Licht nur erahnen.
Vor etwa 10 Jahren ereignete sich auch etwas anderes Historisches. Das erbrachte kein schönes Fotokunstwerk unserer Nachbargalaxie, sondern schuf den aktuell dominierenden, kommerziellen Zweig der Raumfahrt. Und all das nur, weil die NASA in letzter Sekunde ein Dokument umschrieb.
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Mehr als 600 Aufnahmen werden zu einem Mosaik
- Im Laufe von zehn Jahren hat das Hubble-Teleskop mehr als 600 Fotos aus unterschiedlichen Winkeln von der Nachbargalaxie geschossen. Daraus entstand eine Fotomontage.
- Diese setzten Wissenschaftler in mühevoller Kleinarbeit wie ein Puzzle zusammen. Entstanden ist ein 2,5 Milliarden Pixel messender Hybrid aus Kunstwerk und wissenschaftlicher Leistung.
- Ferner bricht es Rekorde: als das größte jemals mithilfe von Hubble-Aufnahmen angefertigte Fotomosaik.
Das Werk in Originalauflösung findet ihr auf einem Server der NASA.
Zum einen sehr ihr hier die komplette, wenn auch geschrumpfte Aufnahme, zum anderen einige Regionen, die NASA/ESA als Details hervorheben.
Derweil bildet Hubble sogar nur einen Bruchteil der Sterne ab. Auf dem Mosaik sind nur 200 Millionen besonders helle Exemplare zu sehen, die weit mächtiger strahlen als unsere Sonne.
Dahinter verstecken sich wahrscheinlich etliche Milliarden mehr an Sternen. Denn Andromeda, oder auch Messier-31 genannt, umfasst wahrscheinlich nach aktuellem Forschungsstand etwa eine Billion, also 1.000 Milliarden Sterne.
Die Milchstraße kommt auf maximal 300 Milliarden Sterne.
Normalerweise braucht Hubble weit weniger Zeit und Fotos, um ein Objekt abzubilden. Aber die Andromeda-Galaxie erstrahlt derart groß an unserem Nachthimmel, dass Hubble nicht weit genug wegzoomen kann – um einmal den Vergleich mit einer herkömmlichen Linse anzustellen.
Sie ist am Nachthimmel größer als Mond, aber weniger hell (via Astrokramkiste).
Ihr könnt die Galaxie mit bloßem Auge erspähen. Damit das gelingt, müsst ihr in Deutschland gen Osten blicken. Je nach Jahreszeit, Wetter und Lichtverhältnissen ist sie unterschiedlich schwer zu sehen.
Auf alle Fälle werden unsere in der weiten Zukunft lebenden Ur-Ahnen einen klareren Blick auf den gigantischen Nachbarn erhaschen können. Der Grund: Milchstraße und Andromeda nähern sich einander an, allerdings nur über Milliarden von Jahren hinweg erkennbar.
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