Einige Tesla-Besitzer dachten, ein nasses Handtuch würde ihnen viel Ladezeit ersparen – Tesla musste das Offensichtliche erklären

Schnelleres Laden dank verminderter Hitze? In der Theorie, ja. In der Praxis aber bitte auf keinen Fall.

So gehts richtig: Tesla aufladen ohne nassen Lappen. (Bild: kittyfly - adobe.stock.com) So geht's richtig: Tesla aufladen ohne nassen Lappen. (Bild: kittyfly - adobe.stock.com)

Wasser und Elektrizität sind keine Freunde. Einigen Tesla-Besitzern musste das erklärt werden – durch Tesla selbst.

Das ist passiert: Einige Tesla-Fahrer haben ein nasses Handtuch um den Ladestecker-Griff gewickelt, um der Temperaturen Herr zu werden. Angeblich befinden sich dort Sensoren, die das Ladetempo bei Hitze drosseln und genau das wollten die Besitzer umgehen.

Warum das wichtig ist: Es kursiert das Gerücht, dass das Auto so schneller geladen wird. In Wirklichkeit hält Tesla den Trick jedoch für gefährlich, weil damit wichtige interne Systeme überlistet werden.

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Das steht in Teslas Tweet:

Das Auflegen eines nassen Tuchs auf die Griffe des Supercharger-Kabels erhöht die Ladeleistung nicht und stört die Temperaturüberwachung, wodurch die Gefahr einer Überhitzung oder Beschädigung besteht. Bitte unterlassen Sie dies, damit unsere Systeme korrekt arbeiten können und echte Ladeprobleme von unseren Systemen erkannt werden können.

Besonders brisant: Der Tipp wurde von der E-Mobilitätsseite InsideEVs verbreitet. Nach Teslas Antwort in den sozialen Netzwerken hat das Magazin eine Richtigstellung veröffentlicht. In dieser Kurskorrektur bezieht sich der Handtuch-Tipp nur noch auf die ersten V2-Supercharger.

Hitze beeinträchtigt E-Autos

Brennt die Sonne vom Himmel, dann hat das Auswirkungen auf Benziner und Diesel, aber ganz besonders auf E-Autos und deren Batterien.

  • Die Reichweite von E-Autos kann sich bei Temperaturen jenseits der 32 Grad Celsius um zwanzig bis dreißig Prozent verringern. (24Auto)
  • Die Reichweite wird auch von der Klimaanlage beeinflusst. (24Auto)
  • Ein sehr niedriger Ladestand kann im Sommer der Batterie schaden, da das Wärmemanagement Energie benötigt. (24Auto)
  • Von Schnellladen rät die Quelle ebenfalls ab. Das kann zur Überhitzung der Batterie führen.
  • Batterien altern laut 24Auto bei hoher Hitze schneller.

Einige Tipps, um diesen Fallen im Sommer vorzubeugen, liefert die Seite Electromaps.

  • Ladestationen im Schatten bevorzugen, wenn möglich, sodass das Auto nicht in der prallen Sonne steht.
  • Aufladen am besten frühmorgens oder abends, falls möglich.
  • Den Innenraum per Klimaanlage vorkühlen. Dadurch bezieht die Klimaanlage Strom aus dem heimischen Netz und benötigt unterwegs weniger Energie.
  • Fahren ohne Eile. Schnelles Fahren oder abrupte Geschwindigkeitswechsel wirken sich negativ auf die Lebensdauer der Batterie aus.

Unser Autor Benjamin verrät 7 unverzichtbare Tesla-Tricks für jeden Besitzer.

Warum die Cybertrucks immer wieder mit Waschbären zu kämpfen haben, lest ihr hier:

Mit einigen Tricks und Kniffen kommen E-Auto-Besitzer und Tesla-Fahrer gut durch den heißen Sommer. Ein nasses Handtuch am Ladegriff, um die internen Systeme zu überlisten, gehört allerdings nicht dazu.

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