Teufel Cinebar 22 im Test: Sie brilliert mit ihrem Subwoofer, lässt aber bei der Soundbar selbst wertvolle Punkte liegen

Für starken Raumklang fehlt der Soundbar allerdings eine wichtige Zutat, doch sie besinnt sich auf etwas, das viel wichtiger ist: Stereo.

Die Cinebar 22 von Teufel klingt im Kino, doch wie sieht es bei Musik aus? (Bildquelle: Maxe S., GameStar) Die Cinebar 22 von Teufel klingt im Kino, doch wie sieht es bei Musik aus? (Bildquelle: Maxe S., GameStar)

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Brauchen wir gar nicht drüber reden: ordentlicher Raumklang ist immer besser als ordentlicher Stereo-Sound. Nichtsdestotrotz schätze ich an der Teufel Cinebar 22, dass nicht versucht, Raumklang zu simulieren, sondern stattdessen lieber starkes Stereo bietet.

Die Soundbar und ihr Subwoofer geben niemals vor, mehr zu sein, als sie sind. Das finde ich so ehrlich wie bemerkenswert, zumal der Sub ausgezeichnete Arbeit leistet – und das ist bei Filmen pures Gold wert.

Transparenzhinweis: Teufel hat mir die Cinebar 22 für den Test kostenfrei zur Verfügung gestellt. Teufel hatte keinen Einfluss auf den Artikelinhalt und bekam keine Einsicht vor Erscheinen des Tests. Es bestand keine Verpflichtung zu einem Testbericht.

Teufel Cinebar 22
Teufel Cinebar 22
Bezüglich Audioprodukte ist Teufel seit jeher grundsolide – und diesen Status zementieren die Berliner mit der Cinebar 22.

Optisch ansprechend durch das vergleichsweise große Display samt seiner Touch-Bedienung, stimmt auch die Verarbeitung – sowohl bei der Soundbar als auch beim Subwoofer selbst. Beides zieht mir nicht die Socken aus, ist aber ordentlich.

Gerade beim Kinoklang macht die Cinebar 22 eine sehr gute Figur. Durch den Sub – der unter die meisten Sofas passt – gehen Effekte ins Mark; der weiß genau, wie er aufzuspielen hat. Bravo! Die Klangstange selbst liefert hochwertigen Stereoklang und packt klar verständliche Dialoge obendrauf. Nur für echten Raumklang reicht’s dann doch nicht, dazu fehlen die Upfiring-Speaker.

Gut für Musikliebhaber: Im Musik-Preset macht die Cinebar 22 echt von sich hören. Für den Alltagsgebrauch reicht das dicke, lediglich bei Live-Aufnahmen mit breiter Bühne gehen Details verloren.
  • Starker Kino-Sound
  • Subwoofer spielt stets kontrolliert
  • (Relativ) flacher Formfaktor des Sub
  • Dialoge sind klar verständlich
  • Brilliert mit hochwertigem Stereoklang
  • Keine Upfiring-Speaker
  • Für richtigen Raumklang braucht es Satelliten

Teufel Cinebar 22: Design und Verarbeitung

Beim Design ist gerade bei Soundbars weniger mehr. In diese Kerbe schlägt auch Teufels Klangstange. Ein wahlweise weißes oder schwarzes Gehäuse aus Kunststoff mit einem Metallgitter. Durchbrochen wird die Optik – zumindest bei meiner weißen Variante – durch das schwarze Display. Die Verarbeitung ist dem Preis angemessen. Sprich: Der Kunststoff ist von ordentlicher Qualität, haut mich aber nicht vom Hocker. Nachfolgend die Abmessungen (B x H x T):

  • Soundbar: 100 x 7,8 x 14,7 cm; Gewicht: 5,1 kg
  • Subwoofer: 12 x 42 x 42 cm; Gewicht: 7,7 kg

Anschlussseitig legt die Cinebar 22 vor, denn im Gegensatz zu vielen Konkurrenten gibt's hier mehr Verbindungen fürs Geld. In der Regel reicht heutzutage ein HDMI-Port (mit eARC) aus, Auswahl zu haben ist jedoch nie verkehrt.

  • 2x HDMI
  • AUX
  • Cinch
  • Optisch
  • USB
  • Power
  • Bluetooth

Am Subwoofer dürft ihr außerdem den Volume-Level per Drehregler anpassen und die Platzierung angeben, was je nach Einstellung die Bassverteilung anpasst und ändert.

Auch wenn Soundbars, egal ob mit oder ohne Sub, oftmals gleich aussehen, stecken die Unterschiede in den Details.

  • Der Subwoofer ist mit 12 Zentimetern Breite relativ schmal gehalten. Dem Klang tut das freilich keinen Abbruch, aber das hat den immensen Vorteil, dass er unter viele Sofas passt. Gerade in kleinen Räumen ist das ein großer Gewinn.
  • Im Gegensatz zum Metallgitter bei der Soundbar selbst, ist der Subwoofer mit grauem Stoff bespannt.

Damit der Treiber Platz hat, auch wenn’s mal laut wird, kommt eine Stoffbespannung zum Einsatz. (Bildquelle: Maxe S., GameStar) Damit der Treiber Platz hat, auch wenn’s mal laut wird, kommt eine Stoffbespannung zum Einsatz. (Bildquelle: Maxe S., GameStar)

  • Upfiring-Speaker sind nicht vorhanden, die zusätzlich Schall nach oben abgeben. Gerade im Hinblick auf Dolby Atmos respektive Raumklang ist das schade, besonders für einen Preis von 600 Euro. Ja, die Höhen der Cinebar 22 klirren nicht, aber hier ist wortwörtlich Luft nach oben.
  • Die Fernbedienung könnte hochwertiger sein. Es mag nur eine Kleinigkeit sein, aber im Vergleich zu anderen Teufel-Produkten (etwa dem früheren Cinedeck) ist das Kunststoffgehäuse ein Downgrade. Da hat die der Sharp Q HT-SBW55121 meiner Hand mehr geschmeichelt.

An Bedienelementen ist alles vorhanden, was man braucht. Durch das leichte Gewicht und das verwendete Material wirkt der Drücker billiger, als er sollte. (Bildquelle: Maxe S., GameStar) An Bedienelementen ist alles vorhanden, was man braucht. Durch das leichte Gewicht und das verwendete Material wirkt der Drücker billiger, als er sollte. (Bildquelle: Maxe S., GameStar)

Auf der nächsten Seite geht’s ans Eingemachte: Wie schlägt sich die Teufel Cinebar 22 im Kino und bei Musik?

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