The Witcher 3 Remastered: Eines der mächtigsten Grafik-Features überhaupt sorgt für eine ganz andere Stimmung im Spiel

Die neueste Version von The Witcher 3 will euch mit Pathtracing zur Rückkehr bewegen. So sieht das kostenlose Update aus –und so viel Leistung braucht es.

The Witcher sieht jetzt noch besser aus als 2015 und 2022. (Bildquelle: CD Projekt Red | Adobe Stock – MDABDUS – riponhossain) The Witcher sieht jetzt noch besser aus als 2015 und 2022. (Bildquelle: CD Projekt Red | Adobe Stock – MDABDUS – riponhossain)

11 Jahre nach dem ursprünglichen Release von The Witcher 3 bekommen Fans des Schlächters von Blaviken ein massives Grafik-Update spendiert – buchstäblich, denn das Update bekommt ihr kostenlos, wenn ihr bereits eine Version von The Witcher 3 besitzt.

Neben einer dichteren Flora und schickeren Effekten der Hexerzeichen ist vor allem Pathtracing DAS neue Grafik-Feature in The Witcher 3 Remastered. Das sieht nicht nur bombastisch aus, sondern ändert oder verstärkt oftmals die jeweilige Stimmung in einer Szene.

Wie für Pathtracing üblich, knabbert das allerdings ordentlich an der Performance.

Pathtracing in The Witcher 3 Remastered: So sieht’s aus

Wie für Pathtracing üblich, sorgt das Feature für eine extrem realistische Beleuchtung. Das bedeutet: Hellere Szenen sind heller, dunklere Szenen sind dunkler und es werfen deutlich mehr Objekte realistischere Schatten.

Das sorgt insgesamt für einen starken Look, der für den ein oder anderen Grafikfan ein zweites Durchspielen rechtfertigen dürfte. Seht selbst:

Ohne Pathtracing Pathtracing aktiviert Ohne Pathtracing Pathtracing aktiviert

Mit aktiviertem Pathtracing wirft nicht mehr nur Gerald einen realistischen Schatten. Stattdessen bekommt die gesamte Umgebung mehr Tiefe.

In dieser regulären Wald- und Wiesenszene sieht Pathtracing schon gut aus, doch die wahre Wirkung entfaltet sich erst, wenn man die Beleuchtung extremer wird. Sowohl in Richtung Dunkelheit als auch in helleren Bereichen.

Ohne Pathtracing Mit Pathtracing Ohne Pathtracing Mit Pathtracing

Besonders auffällig: die Reflexionen auf der Wasseroberfläche und die Farbe und Lichtdurchlässigkeit des Wassers.

Neben dem eindeutig anderen Look des Wassers fällt auf, dass die Szene mit Pathtracing deutlich heller ist. Auf den ersten Blick mag das seltsam wirken, doch in Wirklichkeit wäre diese Szene ebenfalls deutlich heller, als wir es im Bild ohne Raytracing sehen. Denn die beleuchtete Umgebung reflektiert das Licht auch auf die Vorderseite von Gerald, selbst wenn er mit dem Rücken zur Sonne steht.

Pathtracing als Stimmungsverstärker

Die wahre Macht von Pathtracing zeigt sich vor allem in dunkleren Szenen, wie zum Beispiel bei Nacht oder in Häusern. Hier fällt es auf, wenn eine Szene wirklich nur von kleineren Lichtquellen erhellt wird:

Ohne Pathtracing Ohne Pathtracing Ohne Pathtracing Ohne Pathtracing

Ein Unterschied wie Tag und Nacht, doch die Uhrzeit im Spiel hat sich zwischen den Screenshots nicht geändert.

Dunkle Szenen sind teilweise so düster, dass man kaum noch etwas sieht. Ob das jetzt gut oder schlecht ist, ist wohl Geschmackssache. In manchen Szenen hätte die ein oder andere Lichtquelle mehr wohl gutgetan.

Wir finden allerdings, dass die dunkle Szenerie oftmals zur entsprechenden Stimmung beiträgt und das Spiel somit noch stimmungsvoller wird.

Video starten 11:16 The Witcher 3 Remaster: Das steckt im Gratis-Upgrade!

Pathtracing und die Performance

Es ist das alte Leid: Pathtracing sieht zwar super aus, doch kostet euch auch einiges an Frames: Je nach Szene kostet Pathtracing rund 60 Prozent eurer FPS.

Glücklicherweise können selbst ältere GPUs noch mithalten. Hier ein paar Tipps, wie ihr auch mit etwas schwächeren Karten noch gut Pathtracing nutzen könnt:

  • Nutzt DLSS im Qualitätsmodus
  • Stellt die Grafikeinstellungen maximal auf »Hoch«. So sieht das Spiel immer noch super aus und ihr bekommt 20 bis 25 Prozent mehr FPS im Vergleich zu den »Ultra+«-Einstellungen.
  • Schaltet Nvidia Haiworks aus. Das Feature ist zwar nett, doch fällt in der Performance zu sehr ins Gewicht, als dass es sich lohnen würde.
  • Aktiviert Frame Generation, wenn es eure GPU zulässt. Um keine Probleme mit der Latenz zu bekommen, sollte euer FPS-Wert ohne Frame Generation bei mindestens 40 liegen.
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Fazit der Redaktion

Jan Stahnke: Pathtracing ist ein teurer Augenschmaus, der vor allem für Spieler mit starken PCs gedacht ist. Dennoch können Spieler mit etwas älteren Grafikkartengenerationen, zum Beispiel aus der RTX-40- oder der RX-7000-Reihe, immer noch gut in den Genuss des Features kommen, solange sie bereit sind, ein paar kleinere Abstriche zu machen.


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Wichtig ist hierbei ein nicht allzu kleiner Grafikspeicher. Wir empfehlen mindestens 12 Gigabyte Grafikspeicher, damit euch Pathtracing nicht doch den Spaß am Spiel raubt. Denn das ist ja nicht Sinn und Zweck der Sache.

Abschließend kann gesagt werden, dass Pathtracing den Sprung zurück in die Welt der Witcher durchaus rechtfertigt, wenn ihr einen Hang zu schöner Grafik habt. Solange ihr nichts dagegen habt, in dunklen Szenen genauer hinschauen zu müssen, empfehlen wir das Feature jedem Spieler, der es nutzen kann.


Kommentare(2)
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