Die Küche ist das Herz einer jeden Wohnung. Egal, ob der heiße Kaffee oder Tee zwischendurch oder ein großes Festmahl für die ganze Familie: hier werden glückliche Momente gezaubert! Aber wie bei einem Herz sollte man sich auch um seine Küche gut kümmern. Mit nur kleinen Änderungen könnt ihr eure Küche sauberer, schöner und sogar sicherer machen! Hier sind meine drei Tipps, wie ihr eurer Küche ein Upgrade verpasst!
Habt immer genug Stauraum in der Küche!Tipp Nr. 1: Das richtige Schneidebrett – mehr Sicherheit und besser fürs Messer
Jeder Hobby-Koch kann sehr viel von der Gastronomie lernen. Das heißt nicht, dass wir jetzt konstant mit einem Haarnetz – oder für mich auch ein Bartnetz – herumlaufen müssen, auch wenn man auf das extra Haar in der Suppe gerne verzichten kann.
Das wichtigste Werkzeug eines Kochs ist mit Abstand das Messer. Schälen, Schneiden, Hacken – für all das benötigt man auch eine scharfe Klinge, doch ein Utensil ist ein wichtiger Faktor für die Langlebigkeit eures Messers: das Schneidebrett.
Diese Bretter solltet ihr vermeiden
Bambus ist super, ein vielseitiger, günstiger und schnell nachwachsender Rohstoff. Leider ist er aber auch ein sehr häufiger Rohstoff für Schneidebretter, aber warum ist das ein Problem? Bambus ist sehr hart und gibt kaum nach, wodurch die Klinge beim Schneiden stärker beansprucht wird und abstumpft, daher ein Tipp: Holt euch kein Bambus-Brett zum Schneiden.
Hin und wieder sehe ich auch anderes Material für Schneidebretter, das mir jedes Mal wieder einen kalten Schauer über den Rücken laufen lässt. Metalle wie Titan sollten in meinen Augen niemals als Schneideunterfläche genutzt werden! Eine generelle Faustregel ist, dass das Brett weicher sein sollte, als das Messer.
Holz ist die beste Wahl!
Am besten nutzt man Holz (v.a. Ahorn, Nussholz, o. Ä. mittelharte Hölzer) oder Kunststoff, beides weicher als Stahl. Kunststoff hat den Vorteil, dass er meist für die Spülmaschine geeignet ist und so einfach von Keimen zu befreien ist. Holzbretter müssen gelegentlich mit einem Holz-Öl eingerieben werden, um eine schützende Patina zu bilden. Die fettlösenden Mittel in Spül-Tabs sind da kontraproduktiv, also nein: Holzbretter nicht in den Geschirrspüler, sondern per Hand sauber machen.
Das Problem bei Plastik-Schneidebrettern ist, dass beim Schneiden Mikroplastik herausgelöst werden kann, den ihr dann schlussendlich zu euch nehmt, aber dafür ist Plastik sehr billig. Für das richtige Holz zahlt man zwar drauf, aber dafür halten die Bretter bei richtiger Pflege lange und haben sogar durch ihre Polyphenole eine antibakterielle Wirkung, weshalb man hier nicht mit aggressiven Mitteln reinigen muss. Und wenn beim Schneiden etwas vom Brett ins Essen kommt, dann ist es wahrscheinlich eh nur ein wenig Zellulose, nichts Schädliches.
- Schneidebrett aus Ahorn – 30 x 20 x 2 cm
- Schneidebrett aus Hartahorn – 40,6 x 30,5 x 3,8 cm
- Schneidebrett aus Eiche – 40 x 30 x 2 cm
- Schneidebrett aus Walnuss – 40 x 30 x 2,5 cm
Ein kleiner Tipp zur Sicherheit
Beim Schneiden sollte man eine stabile Oberfläche haben. Auf einer normalen Arbeitsfläche kann ein Holzbrett gerne ein wenig verrutschen, was ein immenses Verletzungspotenzial darstellt. Nehmt ein Geschirrtuch, macht es nass und legt es unter das Schneidebrett – so bleibt das Brett an Ort und Stelle!
Holt euch dieses Schneidebrett aus Ahornholz!Tipp Nr. 2: Mise en place – alles griffbereit an Ort und Stelle
Timing ist wichtig beim Kochen, darum ist es auch wichtig, immer alle Zutaten fertig portioniert in Griffreichweite zu haben. In der Küche nennt man das mise en place, was französisch für »an den Platz stellen« ist. Für einfache Gerichte reicht das Schneidebrett z.B. für Zwiebeln und Knoblauch, welches man mit dem Messer (bitte mit der Rückseite) schnell in die Pfanne schieben kann.
Wenn das Rezept aber viele verschiedene Zutaten hat, die man noch vorbereiten muss, dann kann man nicht einfach mitten beim Kochen anfangen, die Kartoffel zu schälen. Solche Vorratsdosen sind günstig, platzsparend und sind sogar für Mikrowelle und Spülmaschine geeignet. Hier könnt ihr ganz einfach alle Zutaten richtig portioniert verstauen, bis ihr sie in die Pfanne hauen müsst. Und wenn ihr doch etwas zu viel Zwiebeln geschnitten habt, dann Deckel drauf und ab in den Kühlschrank – morgen kann damit auch noch gekocht werden.
Auch für flüssige und dickflüssige Zutaten wie Öle und Soßen gibt es eine Möglichkeit, sie nicht nur einfach zu lagern, sondern auch blitzschnell in euer Gericht hinzuzufügen. Eine Squeeze-Bottle, oder zu deutsch Quetschflasche, lässt sich einfach befüllen und lagern. Wenn man schnell was anbraten will, schießt man sich einfach einen kleinen Spritzer Öl in die Pfanne. Das macht sogar Spaß!
Nicht nur die Zutaten sollten griffbereit sein, sondern auch die wichtigsten Utensilien. Bei einer Handvoll Holzlöffel reicht da noch ein größerer Becher, aber etwas mehr Stabilität liefert hier z.B. so ein drehbarer Küchenutensilienhalter. So müsst ihr nicht erst in euerer Schublade herumwursteln, sondern habt das wichtigste Werkzeug stets griffbereit vor der Nase. Messer solltet ihr lieber nicht in so einen Halter stecken, sondern an so eine Magnetleiste hängen.
Ein gut organisiertes Lagersystem
Die Vorratsdosen und Quetschflaschen eignen sich gut, verschiedene Zutaten auch über mehrere Tage zu lagern. In einer Küche hilft es aber auch ungemein, wenn man immer weiß, wo welche Zutaten gelagert werden und schnell zu finden sind.
Klar kann man einfach seine sieben angebrochenen Nudelpackungen im obersten Regalfach lagern, aber es hat auch einen Grund, warum es so viele sind. Wenn man anfängt seine Standard-Zutaten wie Nudeln, Zucker, Mehl, etc. immer in derselben universellen Vorratsdose zu lagern, entwickelt man eine bessere Kontrollroutine: »Wie ist der aktuelle Nudelstand?« lässt sich dann einfach mit einem kurzen Blick abchecken, ohne durch seinen Vorratshaufen wühlen zu müssen.
Was nicht nur einen besseren Überblick verschafft, sondern auch einfach nur schick aussieht, ist ein einheitliches Gewürzglas-Set. So kann man nicht nur statt der Einwegdosen eher auf die günstigen Nachfüllbeutel wechseln, sondern hat auch nicht das Problem, zwischen vier verschiedenen halb vollen Streuern zu wechseln. Außerdem sieht man auch im Glas, wie viel man noch hat. Das Ganze kann man noch in ein schickes Gewürzregal mit ausziehbaren Schubladen stellen, um vollen Luxus zu erreichen.
Füllt eure Gewürze in dieses Gläser-Set um!Tipp Nr. 3 – Einfaches Reiben dank Mikroplane und Trommelreibe
Mein letzter Tipp gilt einer Tätigkeit, die mich nicht nur wirklich auf die Palme bringen, sondern auch gefährlich werden kann. Käsereiben ist anstrengend. Das bisschen Parmesan über die Nudeln ist ja kein Problem, aber wenn man den Pecorino für eine Familienportion Carbonara reiben muss, soll das möglichst schnell und sicher gehen.
Schnell und einheitlich liefert eine ganz besondere Reibe, die mittlerweile in so gut wie jeder Profi-Küche zu finden ist: der legendäre Microplane Zester. Hierbei handelt es sich nicht um irgendeine herkömmliche Käsereibe, sondern um professionelle Küchenausrüstung. Durch die herum gefaltete Klingenfläche gibt es keine Stellen, an denen beim Kontakt nichts abgehobelt wird. Somit hat man die absolute Kontrolle beim Reiben.
Für kleine Mengen Abrieb zum Verfeinern von Gerichten und etwas Zitronenabrieb ist der Microplane echt hervorragend, aber wenn es um riesige Mengen Gemüse oder Käse geht, dann ist eine Trommelreibe eine hervorragende Investition. An der Arbeitsfläche festgesaugt, dreht man einfach an der Kurbel und drückt Käse oder Karotte runter – die Raspeln fallen vorne auf den Teller.
Gerade so eine Trommelreibe ist nicht nur schneller, sondern auch sicherer zu nutzen – schließlich will man keine Hautfetzen im Essen. Der Schiebeblock drückt die Zutaten sicher Richtung Reibe und die Finger bleiben in schön sicherer Distanz.
Holt euch diese geniale Käsereibe auf Amazon!