Das offizielle Trump-Handy kommt und allein das Datenblatt ist ein einziges großes Fragezeichen

Das Smartphone mit dem Slogan »Made in the USA« ist ein Blick in die Glaskugel.

Das Trump-Smartphone wirft auf den ersten Blick viele Fragen auf, die die Webseite nicht beantwortet. Das Trump-Smartphone wirft auf den ersten Blick viele Fragen auf, die die Webseite nicht beantwortet.

Die Trump Organization hat ein fragwürdiges Smartphone inklusive Mobilfunkdienst angekündigt. Auf der offiziellen Webseite gibt es eine vergleichsweise kurze Tabelle mit Spezifikationen, die zusammen mit dem Bild viel Raum für Spekulationen lässt.

Wichtige Informationen zur Ausstattung des Geräts sucht man nämlich vergebens. Trotzdem kann es bereits für 100 US-Dollar vorbestellt werden. Der Gesamtpreis beträgt rund 500 US-Dollar (etwa 433 Euro).

Das T1-Phone wirft Fragen auf

Abgesehen vom Preis und dem Erscheinungstermin im September 2025 gibt es nicht viel, was man über das Smartphone mit Sicherheit sagen kann.

Handfeste Informationen zum verbauten Prozessor fehlen etwa vollständig, was bei einem der wichtigsten Bauteile besonders alarmierend ist. Dies trifft in Teilen auch auf die übrigen Spezifikationen zu.

Es fehlen unter anderem konkrete Angaben zur Bildschirmauflösung, zu den Kamerasensoren (Blende, Sensor), zum Wasser- und Staubschutz, zur Verarbeitung, zur Support-Laufzeit, zu den Lautsprechern, zur Konnektivität und zu vielen weiteren Aspekten.

Das fragwürdige Renderbild sowie die fehlenden zusätzlichen Bilder zum Smartphone werfen zudem weitere Fragen auf.

  • Wie sieht das Smartphone tatsächlich aus? Ein Post auf der Social-Media-Plattform X zeigt ein anderes Gerät.
  • Wo sind Kopfhörer-Anschluss, Lautsprecher und Co. platziert?
  • Warum sind die Ränder im Bild auf der Webseite so ungleichmäßig?
  • Wie weit ragt das an das iPhone angelehnte Kameraelement auf der Rückseite aus dem Gehäuse hervor?
  • Aus welchem Material wird das Smartphone gefertigt? Auf dem Bild sieht das Handy wie gezeichnet aus.
  • Gibt es eine Nicht-Goldversion (auf der Webseite ist von der Goldversion die Rede)?
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Zudem sind die Spezifikationen des T1-Phones nahezu einzigartig, wie auch das Portal The Verge schreibt. Ein anderes Mittelklasse-Smartphone mit einer ähnlichen Kombination aus Android 15, Kopfhöreranschluss, diesem speziellen Kamera-Setup und mehr konnten wir ebenfalls nicht finden.

Abgesehen davon gibt es auf dem Markt bessere Smartphones zu einem niedrigeren Preis – gemessen an den wenigen auf der Webseite aufgeführten Spezifikationen.

Auf der Webseite ziert zudem der Slogan »Made in the USA« das Smartphone. Ob das Gerät tatsächlich in den USA hergestellt wird, bleibt abzuwarten. In der Vergangenheit gab es mehrere Berichte und Interviews, darunter mit Tim Cook. Darin betont er immer wieder, wie schwer es wäre, das iPhone in den USA zu fertigen.

Mobilfunkdienst der Trumps startet bereits

Mit Trump Mobile startet zudem ein eigener Mobilfunkdienst der Trump Organization. Der Dienst kostet 47,45 US-Dollar pro Monat und umfasst unbegrenzte Gesprächs-, Text- und Datenverbindungen. Die ersten 20 GByte an Daten werden mit »High-Speed« übertragen.

Leider geht aus der Webseite nicht hervor, was konkret darunter zu verstehen ist. Ebenfalls fehlen Informationen darüber, was passiert, wenn diese 20 GByte aufgebraucht sind.

Aktuell werden das Smartphone und der Mobilfunkdienst nur in den USA vertrieben. Unabhängig davon sind die bisherigen Informationen – insbesondere über das Smartphone – mit Vorsicht zu genießen.

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