Um die Entwicklung von KI voranzutreiben, werden aktuell weltweit zahlreiche neue Rechenzentren gebaut, ein Großteil davon in den USA. Das Stromnetz ist in vielen Orten allerdings nicht auf die erhöhte Nachfrage ausgerichtet.
Rechenzentren sollen bei Bedarf abgeschaltet werden können
Der KI-Hype der letzten Jahre hat schon jetzt starke Auswirkungen. Die Arbeitswelt wandelt sich rasant, der erhöhte Hardware-Bedarf stürzt eine ganze Industrie in die Krise und auch im Energiesektor spitzt sich die Lage teilweise zu.
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Der KI-Hype frisst sich selbst – Tech-Jahresrückblick 2025
Um KI zu betreiben und zu entwickeln, braucht es nämlich ungeheure Rechenleistungen. Um diese zu liefern, werden derzeit weltweit riesige Rechenzentren an den Start gebracht. Schon jetzt befindet sich ein Drittel aller Rechenzentren in den USA, Tendenz steigend.
Diese neuen Rechenzentren müssen natürlich allesamt mit Energie versorgt werden. Wie das Wall Street Journal berichtet, kommt das Stromnetz der USA dabei in vielen Regionen schon jetzt an seine Grenzen.
Organisationen wie PJM Interconnection, die den Energiemarkt im Mittleren Westen überwachen, haben deshalb vorgeschlagen, dass die Betreiber dieser Rechenzentren entweder eigene Energiequellen erschließen oder eine Art »Not-Aus-Schalter« einbauen sollen.
Wenn das Stromnetz dann an seine Grenzen kommt, könnten Rechenzentren vorübergehend vom Netz genommen werden. So könnten etwa Stromausfälle verhindert werden. In Texas gibt es sogar schon ein Gesetz, das einen solchen Mechanismus vorschreibt (via Xataka).
Die großen Tech-Unternehmen sind davon natürlich alles andere als begeistert. Die Data Center Coalition, der Unternehmen wie Google, Microsoft und AWS angehören, bezeichnete das Vorgehen etwa als diskriminierend.
Dennoch muss eine Lösung gefunden werden, und die liegt zumindest teilweise tatsächlich in der Erschließung eigener Energiequellen. Google hat 2025 etwa knapp 3 Milliarden US-Dollar in Wasserkraft investiert.
Das Stromnetz der USA wird in der Zwischenzeit natürlich ebenfalls ausgebaut, allerdings nicht in derselben Geschwindigkeit wie die Rechenzentren. Eine Übergangslösung könnte demnach sein, dass neue Zentren früher an das Netz angeschlossen werden dürfen, wenn sie einen »Not-Aus-Schalter« akzeptieren.
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