OLED gilt als das Beste, doch es gibt gute Gründe, keinen solchen TV oder Monitor zu kaufen

Wenn OLED die beste Technologie ist, wieso sollte man nicht automatisch zuschlagen? Das kommt auf euch an.

Dieser Artikel nennt euch 3 Gründe, warum LCD die bessere Wahl für euch sein könnte. (Bildquelle: LG) Dieser Artikel nennt euch 3 Gründe, warum LCD die bessere Wahl für euch sein könnte. (Bildquelle: LG)

Egal, ob ihr Techie seid, oder euch gerade wegen eines neuen TVs oder Monitors schlau macht: OLED gilt als die beste Technologie bei Displays. Dieser Artikel soll euch auch gar nicht vom Gegenteil überzeugen.

Es gibt allerdings gute Gründe, keinen OLED zu kaufen und stattdessen zu einem LCD oder Mini-LED zu greifen.

Dann sind LCD-Displays besser

Stellt euch OLED und LCD beide auf einer Skala vor, welche die durchschnittliche Helligkeit abbildet: von ganz dunkel links bis ganz hell rechts.

  • OLED rangiert (und dominiert) die linke, dunkle Seite.
  • LCD-Geräte (ganz gleich welcher Technologie) liegen auf der Skala weiter links, also da, wo es heller wird.

Vereinfacht bedeutet das, dass LCD, QLED und Mini-LED immer dann besser sind, wenn es um hellere Inhalte geht. Im Umkehrschluss gilt das gleiche für dunkle Inhalte und OLED. In der Praxis spielt hier natürlich die individuelle Spitzenhelligkeit eines Modells eine wichtige Rolle, im Sinne dieses Artikels verallgemeinern wir diese jedoch.

Video starten 41:46 OLED am Ende? - Das muss euer neuer TV für GTA 6 können

1. Ihr schaut viele helle Inhalte

Analog zum oben gezeichneten Schaubild liegen die Stärken von Geräten mit Hintergrundbeleuchtung bei Filmen, Serien und Spielen mit größtenteils hellen Bildern.

  • Filme und Serien mit weitestgehend hellen Bildern wie Komödien, Reality-TV oder Romanzen.
  • Bunte Animations- und Zeichentrickfilme mit vielen Farben.
  • Knallige Spiele mit bunter Grafik.
  • Bei Office-Arbeiten mit hauptsächlich hellem Interface.

Natürlich kann OLED die auch knackig darstellen, aber mit höherer Spitzenhelligkeit kommt auch detailreiche Nuancierung bei (hellen) Farben. Darüber hinaus bleibt LCD grundsätzlich ungeschlagen, wenn es um anhaltende Vollbildhelligkeit geht, wie beispielsweise die eben angesprochenen Office-Arbeiten, Wintersport oder aber bei Fußball mit viel hellem, grünen Rasen.

2. Ihr schaut in einer hellen Umgebung

Nicht jeder lässt die Rollläden runter, wenn er oder sie einen Film anschmeißt oder die Konsole anschaltet. Filmfans und Puristinnen und Puristen werfen jetzt die Hände in die Luft, aber Fakt ist: Manchmal macht man die Glotze auch einfach so oder surft bei Tageslicht am PC.

Hier kommt die hohe Spitzenhelligkeit ebenfalls entgegen. TVs und Monitore mit Lichtsensor gleichen das Umgebungslicht automatisch aus. Ist es dunkel, dimmt das Display. Ist es hell, wird der Bildschirm heller.

Gerade bei sehr hellen (Wohn-)Zimmern haben LCDs die Leuchtkraft, das auszugleichen. Bei OLED sieht man entsprechend weniger, weil ihre Stärken in den dunklen Bildbereichen liegen.

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3. LCD ist unkomplizierter

Wenn die beiden vorherigen Punkte eins klargemacht haben, dann dass OLED vor allem unter bestimmten Voraussetzungen schlichtweg besser sind.

  • Dunkle Inhalte á la Thriller, Horror oder SciFi.
  • Dunkle Umgebung ohne viel Umgebungslicht – am besten gar keines.

Hinzu kommen bei OLED weitere Mechanismen, die LCD schlichtweg einfach wegfallen, wie beispielsweise der Pixel-Refresh, die automatische Helligkeitsreduzierung (die sich oftmals gar nicht ausschalten lässt) sowie weitere Schutzmechanismen vor statischen Bildern wie ein Bildschirmschoner.

Fazit

Ja, OLED ist auf dem Papier die bessere Technik, die in der Summe die höhere Bildqualität liefert – wenn die Umstände stimmen. Stellt euch daher Fragen, wie:

  • Wann nutzt ihr das Display: tagsüber oder abends?
  • Wie ist das Umgebungslicht?
  • Spielt ihr viel auf dem Monitor oder soll er für Office-Arbeiten herhalten?
  • Welche Inhalte konsumiert ihr: Sport, Thriller oder knackig bunte Spiele?

Das vereinfacht die Wahl immens. Wollt ihr auf jeden Fall die beste Bildqualität und seid bereit dafür, die Umgebung entsprechend anzupassen? Dann schnappt euch einen OLED. Andernfalls ist ein LCD – ganz gleich welcher Technologie – womöglich die bessere Wahl.

Ein Wort zum Einbrennen noch zum Schluss. Bei alltäglicher Nutzung ist das kein Sorgenkind mehr. Details lest ihr in einer entsprechenden News vom August 2026 oder einem persönlichen Erfahrungsbericht mit einem OLED-TV als Monitor mit zehn Stunden Nutzungszeit nach drei Jahren. Wir fassen es trotzdem noch einmal kurz zusammen.

  • Wenn ihr Filme schaut und Spiele spielt, dann wird euch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kein Burn-in passieren.
  • Auch bei Spielen oder Office-Arbeiten mit statischen Elementen wie der Taskleiste, die über Stunden hinweg eingeblendet sind, müsst ihr keine Angst haben. Das fangen moderne OLED-Displays auf.
  • Hersteller wie LG oder Panasonic geben mittlerweile eine fünfjährige Garantie gegen Einbrennen.

Auf welche Technologie setzt ihr daheim bei TVs und Monitoren und warum? Schreibt es gerne in die Kommentare. 


Kommentare(1)
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