Ein paar Dinge sind so sicher wie das You Died
in Dark Souls: Discord lädt beim Start dutzende Updates herunter, das nächste Anno-Titeljahr hat die Quersumme Neun und alte Hardware muss man irgendwann auswechseln.
Nur: Was macht man dann mit den alten Bauteilen? Je nach Modell und Situation gibt es ein paar klassische Antworten, die wir euch auch in unserem Guide empfehlen: An Verwandte oder Freunde verschenken, auf Drittanbieterplattformen weiterverkaufen, als Medien- oder Retro-PC weiterverwenden, die Hardware spenden ...
Eine eher ungewöhnliche, aber dafür umso schönere Möglichkeit hat der Reddit-Nutzer Tvilantini gefunden und mit der Community geteilt. Er verwandelte seine alte Gigabyte GTX 750 Ti in ein Wandkunstwerk:
Link zum Reddit-Inhalt
Was ist auf der Wandkunst zu sehen?
Auf der Unterlage sehen wir oben beginnend im Uhrzeigersinn die Einzelteile der Grafikkarte:
- Platine mit GPU, Speicher-Chips, PCIe-Anschlüssen, Display-Anschlüssen wie HDMI und DVI.
- Die beiden 80-mm-Lüfter
- Heatpipe als Kühlkörper
- I/O-Halterung mit Aussparungen für Display-Anschlüsse
Daneben listet der Nutzer noch eine Reihe von Eckdaten auf, darunter etwa den Erscheinungstermin der Karte (18. Februar 2014), den verbauten GPU-Chip (GM107-400-A2) oder die Leistungsaufnahme der GPU (TDP = Thermal Design Parameter, damals noch niedliche 60 Watt).
Die gesamte Unterlage, auf der die einzelnen Grafikkarte-Bauteile aufliegen, hat Tvilantini laut eigener Aussage in Adobe InDesign erstellt. Auch teilt er in den Kommentaren eine Vorlage, mit der ihr eure Grafikkarte in ein ähnliches Kunstwerk verwandeln könnt.
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Auf der Unterlage finden sich einige englischsprachige Bewertungen von namhaften Stimmen zur Karte:
- Hilbert Hagedoorn, Chefredakteur von 3DGuru, attestierte der Karte ein exzellentes Performance-zu-Watt-Verhältnis.
- Peter Paul von The PC-Enthusiast nannte die Kühlleistung der Windforce-2X-Kühler gar
übertrieben
– was dadurch aber auch viel Spielraum zum Übertakten ließ.
Was die Grafikkarte besonders macht: Mit der RTX 750 Ti erschien 2013 die erste Grafikkarte basierend auf Nvidias neuer Maxwell-Architektur. Bei der reinen Leistung war die im Gegensatz zum Vorgänger gar kein so großer Sprung. Dafür konnte die Karte bei der Effizienz auf voller Länge überzeugen, wie auch unser Test vor über einem Jahrzehnt bescheinigt.
Bei der Community kommt das Projekt erwartbar gut an. Viele teilen ihre Erinnerungen an die Karte, die bei manchen der Einstieg in die eigene PC-Hardware war.
Tvilantini hatte die Karte noch bis vor einigen Monaten im Einsatz. Erst am 19. April 2023 hat er sie selbst außer Dienst gestellt
und durch eine RTX 4070 Ti ersetzt. Die letzten beiden Jahre war sie dabei größtenteils nur noch für Geforce Now im Einsatz.
Warum wir die Wandkunst spannend finden: Klar, wer in regelmäßigen Abständen die Wärmeleitpaste seiner Grafikkarte erneuert oder kleinere Reparaturen mit dem Lötkit selbst vornimmt, der hat das alles schon einmal gesehen.
Gerade DIY-fremden Spielerinnen und Spielern ist aber oft gar nicht klar, dass eine Grafikkarte aus mehreren Bauteilen besteht und nicht nur aus einem monolithischen Block. Die Wandkunst von Tvilantini schafft es, das auf schöne und lehrreiche Art und Weise zu zeigen.
Dass die Grafikkarte, die möglicherweise auch noch einen emotionalen Wert besitzt, so ein zweites Zuhause findet, ist dann die Kirsche auf der Sahne.
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