»Weihnachtsmann« bei Whatsapp - Verwirrung um möglichen Abzock-Versuch

Bei Whatsapp wird wieder einmal ein Kettenbrief verbreitet, der dazu auffordert, ein Bild eines Weihnachtsmanns als Profilbild zu nutzen. Dahinter könnte ein Abzock-Versuch stecken.

von Georg Wieselsberger,
03.12.2018 08:16 Uhr

Ein Weihnachtsmann-Rätsel, das über Whatsapp verbreitet wird, sorgt für Verwirrung.Ein Weihnachtsmann-Rätsel, das über Whatsapp verbreitet wird, sorgt für Verwirrung.

Der beliebte Messenger Whatsapp wird immer wieder für die Verbreitung von Kettenbriefen genutzt, von denen die meisten nur nervig sind, während andere auch von dubiosen Hintermännern als Abzock-Versuch verschickt werden. Eine aktuelle Version könnte laut der Verbraucherzentrale ein solcher Versuch sein. Der Kettenbrief beginnt mit dem Spruch »Ein Spielchen für dich« und stellt dem Nutzer ein Rätsel, bei dem es vorrangig darum geht, die Anzahl der Füße in einem Zimmer zu zählen.

Wer das Rätsel nicht korrekt löst, soll drei Tage lang ein Bild des Weihnachtsmanns als Profilbild bei Whatsapp nutzen. Das klingt recht harmlos und ist es vielleicht auch. Doch die Nutzer, die dann nach einem passenden Bild suchen und dafür einfach eine Suchmaschine verwenden, landen sehr schnell bei urheberrechtlich geschützten Bildern. Deren unerlaubt Verwendung könnte zu Problemen bis hin zu teuren Abmahnungen führen.

Entsprechend gibt es nun weitere Kettenbriefe, die davor warnen, dass das Weihnachtsmann-Rätsel angeblich von Anwälten auf den Weg gebracht wurde, die nur darauf warten, die Nutzer abzumahnen. Laut der Verbraucherzentrale sei das zwar denkbar, doch bisher gibt es keinen einzigen bekannten Fall dieser Art. Trotzdem sollten Nutzer, die ihr Profilbild ändern wollen, nach Vorlagen suchen, die so eine Verwendung erlauben, beispielsweise mit Creative-Commons-Lizenz.

Laut Mimikama, die sich der Aufklärung von Fakes und Abzocke verschrieben haben, wird allerdings bei dem Rätsel ein ganz spezielles Weihnachtsmann-Bild namens »dabbing Santa Claus« empfohlen, deren Herkunft und Rechtelage unklar ist. Ob es sich um einen Abzock-Versuch handelt oder nicht, bleibt daher unsicher, ist aber laut Mimikama bisher reine Spekulation.

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