Wenn ihr bei WhatsApp einen neuen Kontakt hinzufügen wollt, braucht ihr dafür immer eine Telefonnummer. Das soll sich jedoch mit einem großen Update noch in diesem Jahr ändern.
Das bevorstehende Update bringt ein Feature, das bereits von anderen Messenger-Plattformen bekannt ist: Benutzernamen.
Diese sind für jede Person einzigartig, ähnlich wie die Accountnamen bei Instagram und Facebook, und sollen mehr Privatsphäre bei der Kontaktsuche bieten.
Während das Update erst im Laufe von 2026 veröffentlicht wird, könnt ihr bereits euren Wunschnamen reservieren – sofern ihr schon von den WhatsApp-Servern freigeschaltet seid.
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Sollte dies der Fall sein, bekommt ihr in WhatsApp automatisch eine Nachricht, dass euer Accountname nun gewählt werden kann.
Falls ihr die Reservierungsfunktion noch nicht habt, gibt es mit dem Meta Account Center einen zusätzlichen Trick, um vorab auf das Feature zugreifen zu können.
Mit dem Update verspricht Meta mehr Privatsphäre und begründet die Wichtigkeit des Updates: »Das Teilen der Telefonnummer kann ein großer Schritt sein. Das liegt daran, dass die eigene Nummer persönlich und mit vielen Teilen des Lebens verbunden ist.«
Schritt für Schritt zum eigenen Benutzernamen: So klappt die Reservierung in WhatsApp
Seit dem 29. Juni ist es ausgewählten Personen möglich, einen eigenen Accountnamen für die Messenger-App zu reservieren. Als Hintergrund für die Vorab-Anmeldung nennt Meta die hohen Nutzerzahlen, die in die Millionen gehen und nach und nach übertragen werden müssen.
Sobald euer Account von WhatsApp freigeschaltet wurde, dauert die eigentliche Reservierung im Messenger weniger als eine Minute.
Dafür müsst ihr nur die folgenden Schritte beachten:
- Ladet die neueste WhatsApp-Version aus eurem App-Store herunter.
- Öffnet die WhatsApp-Einstellungen in der App.
- Navigiert auf den Reiter »Konto«.
- Klickt auf das Feld »Benutzername«.
- Tragt abschließend euren Wunschnamen ein, um diesen zu reservieren.
Beim Eintragen eures gewünschten Benutzernamens müsst ihr darauf achten, dass dieser maximal aus 35 Zeichen bestehen darf, mit einem Buchstaben beginnen muss und keine zwei Punkte hintereinander enthalten darf.
Auch Domain-Endungen sowie »WWW.« sind verboten, um zu verhindern, dass Websites als Nutzernamen verwendet werden.
Auch ohne Reservierungs-Feature: Mit diesem Trick könnt ihr euren Wunschnamen bereits festlegen
Sollte das Benutzernamen-Feld bei euch noch fehlen, könnt ihr euch auf die Namenswahl trotzdem vorbereiten.
Dafür müsst ihr über das Meta-Accounts-Center euren WhatsApp-Account mit einem eurer Meta-Konten wie Instagram oder Facebook verknüpfen.
So verknüpft ihr euer WhatsApp-Konto:
- Öffnet die Instagram- oder Facebook-App auf eurem Smartphone und navigiert in die Einstellungen.
- Wählt die »Meta-Kontenübersicht« (Accounts Center) aus, um die zentrale Kontenverwaltung aufzurufen.
- Tippt innerhalb der Einstellungen auf den Reiter »Konten« und wählt die Option zum Hinzufügen eines weiteren Accounts.
- Verknüpft euer WhatsApp-Konto, indem ihr eure Telefonnummer eingebt und den zugesendeten Bestätigungscode eintragt.
Dadurch habt ihr zwar nicht automatisch euren WhatsApp-Namen festgelegt, bekommt euer Social-Media-Handle jedoch reserviert, sodass euer Name nicht von anderen Personen blockiert werden kann.
Meta verlangt für diese geschützten Namen zwingend den passenden Identitätsnachweis über die Verknüpfung, sodass ihr nur als Accountinhaber von der Funktion profitieren könnt.
Es gibt jedoch einen Haken:
Nutzt jemand anderes euren exakten Instagram-Namen auf Facebook – oder andersherum –, werdet ihr zu direkten Konkurrenten um das Namensrecht auf WhatsApp.
In diesem Fall gilt: Wer von euch das WhatsApp-Update zuerst erhält und den Namen beansprucht, blockiert ihn dauerhaft.
Im Gespräch mit The Verge erklärt die WhatsApp-Produktleiterin Alice Newton-Rex, dass Personen aus der Politik oder Berühmtheiten bereits einen gesicherten Namen haben, damit es keine Identitätsdiebstähle gibt.
Meinung aus der Redaktion: Darum finde ich das Update so wichtig
Aaron Hofmann: Im engsten Freundeskreis und der Familie nutze ich zwar ausschließlich den Signal-Messenger. Sobald es aber um Sportgruppen, Vereine oder den erweiterten Bekanntenkreis geht, muss ich zwingend auf WhatsApp zurückgreifen.
Dort habe ich jedoch das Problem, dass meine Nummer automatisch an fremde Personen mitgeteilt wird, egal ob ich das möchte oder nicht.
Das beste Beispiel dafür ist eine lokale Wandergruppe, bei der neben mir insgesamt 100 andere Personen aktiv sind – wovon ich maximal 15 Leute persönlich kenne.
Trotzdem konnte bisher jeder von ihnen meine private Handynummer einsehen. Das fühlt sich in der heutigen Zeit einfach nicht mehr richtig an.
Telefonnummern sind schon lange mehr als ein reiner Kontaktweg
Mittlerweile hängen Telefonnummern oft mit Social-Media-Plattformen, Apps oder Online-Bezahlmöglichkeiten zusammen, wodurch sie deutlich wertvoller und sensibler sind als früher.
Zwar kann mit einer Handynummer allein nicht viel gemacht werden, aber ich würde schließlich auch nicht meine private E-Mail-Adresse an fremde Personen geben – allein schon wegen der Spam-Gefahr.
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Natürlich brauchen wir uns nichts vormachen: Das Update löst gewiss nicht die grundlegenden Datenschutz-Probleme von WhatsApp oder die Kernprobleme von Meta. Ich bin aber ein Fan von jeder kleinen Verbesserung.
Wenn wir Endnutzer dadurch ein Stück mehr Kontrolle über unsere Daten im privaten Raum zurückbekommen, ist das schließlich immer ein echter Gewinn.

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