Where Winds Meet: Solltet ihr DirectX 11 oder 12 verwenden? Wir haben eine klare Empfehlung

Beim Start von Where Winds Meet macht fast jeder denselben Fehler – so umgeht ihr ihn.

Where Winds Meet ist auf beiden Programmierschnittstellen wunderhübsch anzusehen. (Bildquelle: GameStar) Where Winds Meet ist auf beiden Programmierschnittstellen wunderhübsch anzusehen. (Bildquelle: GameStar)

Beim Start von Where Winds Meet aus Steam heraus steht ihr vor einer wichtigen Entscheidung: DirectX 11 oder DirectX 12?

Beide Schnittstellen beeinflussen Leistung, Stabilität und verfügbare Grafikfunktionen. Und die Unterschiede fallen zum Teil überraschend deutlich aus. Nach einigen Tests ergibt sich jedoch eine klare Empfehlung.

DX12: Moderne Features und damit mehr Möglichkeiten

DirectX 12 ist die deutlich modernere API, und es ist die Schnittstelle, auf die Where Winds Meet ausgelegt wurde. Einige zentrale Funktionen stehen ausschließlich unter DX12 zur Verfügung.

Während AMDs FSR auch unter DX11 läuft, benötigen Nvidias DLSS, Intels XeSS und Frame Generation zwingend DX12.

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Interessant ist: In der getesteten Sequenz direkt zu Beginn des Spiels liefern beide APIs zwar hohe FPS, doch ohne Upscaler erreicht DX11 tatsächlich rund 13 Prozent mehr Bilder pro Sekunde.

Mit einer RTX 4090 in 4K und maximalen Details erzielen wir unter DX11 etwa 108 FPS, während DX12 rund 95 FPS liefert. Was dafür spricht, dass die Entwickler hier noch nicht das volle Potenzial von DirectX 12 ausgschöpft haben.

Trotzdem gilt: Unter DX11 fehlen wichtige Funktionen komplett. Nur unter DX12 stehen folgende Features zur Verfügung:

  • Nvidia DLSS (Upscaling + Frame Generation)
  • die bessere FSR-Implementierung
  • Nvidia Reflex für geringere Eingabeverzögerung
  • moderne Multithreading- und Scheduling-Pfade, die der Renderer nutzt
  • XeSS von Intel

Gerade RTX-40- und -50-Karten profitieren deutlich: DLSS in Kombination mit Frame Generation lässt die Bildrate schnell auf über 200 FPS steigen – ein Bereich, den DX11 ohne diese Technologien nicht erreichen kann.

Wichtig zu wissen: In Where Winds Meet kann es unter DX12 zu spürbaren Rucklern (Stuttering) kommen, insbesondere beim schnellen Reiten oder Laden neuer Gebiete.

Die API gibt dem Spiel (den Entwicklern) mehr Kontrolle, unter anderem über Speicherverwaltung und Kernnutzung. Das ist ein Vorteil auf starken CPUs, kann aber auf schwächeren Prozessoren zu spürbaren Einbrüchen und mehr Rucklern führen als unter DX11.

DX11: Weniger Features, aber ein möglicher Rettungsanker

DX11 bietet zwar weniger Features, kann aber ein stabiler Fallback sein. Where Winds Meet zeigt neben Rucklern auch kurze Hänger und in seltenen Fällen Abstürze. Besonders unter DX12, da die API Entwicklern zwar mehr Macht gibt, aber dadurch auch komplexer und fehleranfälliger ist.

Das heißt allerdings nicht, dass das Spiel darunter unspielbar ist. Nur reagieren manche Systeme empfindlicher als andere. Einige Nutzer berichten, dass Where Winds Meet unter DX11 weniger abstürzt und ruhiger läuft, obwohl die API insgesamt weniger Funktionen bietet und ohne moderne KI-Upscaler klar hinter DX12 zurückbleibt.

DX11 ist deshalb eine Art Sicherheitsnetz: Wenn DX12 bei euch Probleme bereitet, lohnt sich der Wechsel.

Für wen eignet sich welche Option?

  • RTX-40/50-Serie: Immer DX12 – nur dort funktionieren DLSS und Frame Generation.
  • Intel Arc: Klare Sache – DX12, darauf sind die Karten optimiert und dort laufen sie meist deutlich schneller.
  • Moderne AMD-GPUs: Ebenfalls DX12, auch wegen der besseren FSR-Implementierung.
  • Ältere oder instabile Systeme: Erst DX12 probieren, bei Problemen auf DX11 wechseln.

Fazit

Startet Where Winds Meet zunächst mit DX12. Treten Probleme auf, empfiehlt sich ein Wechsel zu DX11. Dazu müsst ihr das Spiel allerdings aus Steam heraus öffnen, denn beim Klick auf das Desktop-Icon wird automatisch DX11 verwendet.

Auch wenn Where Winds Meet an einigen Stellen noch Feinschliff vertragen könnte, führt beim API-Vergleich kein Weg an DirectX 12 vorbei. Die Schnittstelle ist moderner, bietet die besseren Upscaler und ist die einzige Option für Frame Generation.

Nur bei Abstürzen oder starkem Ruckeln lohnt sich ein Abstecher zu DX11. Für die meisten Systeme ist jedoch DX12 die deutlich bessere Wahl.

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