Aktuelle Top-Smartphones kratzen nicht mehr an der 1.000-Euro-Marke, sondern überschreiten diese immer häufiger. Allerdings bietet der Handy-Markt gleichzeitig zahlreiche, deutlich günstigere Alternativen.
Für viele dürfte auch ein Budget-Modell im Alltag ausreichen, schließlich will und kann nicht jeder so viel Geld für ein Mobiltelefon ausgeben oder nutzt die Flaggschiff-Funktionen wirklich aus.
Ich zeige euch drei Geräte, die ein rundes Gesamtpaket bieten und dabei bezahlbar bleiben. Ich habe mich dabei ausschließlich für Modelle entschieden, die ich selbst getestet habe.
Dabei habe ich gewisse Standards festgelegt, damit ihr an den Smartphones im Alltag euren Spaß habt und sie hoffentlich auch noch in mehreren Jahren gut funktionieren.
Darauf solltet ihr beim Kauf eines Smartphones bis 300 Euro meiner Meinung nach achten:
- Mindestens 6 GB Arbeitsspeicher, besser 8 GB
- Helles OLED-Display mit 120 Hertz
- 5G-Unterstützung
Tipp 1: Samsung Galaxy A56
Das Samsung Galaxy A56 ist regelmäßig unter 300 Euro im Angebot und meine Zuverlässigkeitsempfehlung in dieser Liste. Wer ein Smartphone kauft und sich viele Jahre keine Gedanken über Updates machen will, ist hier richtig. Samsung verspricht sechs Jahre Android-Updates und Sicherheitspatches.
Dazu kommt ein Gehäuse mit IP67-Zertifizierung: Das Galaxy A56 übersteht vollständiges Untertauchen bis zu einem Meter Tiefe. Ein Kaufargument für alle, die ihr Gerät nicht mit Samthandschuhen anfassen wollen.
Der Samsung Exynos 1580 bietet im Alltag eine ordentliche Leistung. Apps öffnen sich zügig, auch Multitasking läuft dank 8 GB RAM reibungslos.
Im PCMark-Akku-Benchmark hielt das A56 15:49 Stunden durch. Das ist nicht rekordverdächtig, aber noch ganz ordentlich. Ihr solltet mit dem Handy problemlos den Tag über hinkommen. Bei gemischter Nutzung sollten auch bis zu zwei Tage drin sein.
Das 6,7-Zoll-Super-AMOLED-Display mit 120 Hertz und 1.200 Nits Spitzenhelligkeit lässt sich auch bei Sonneneinstrahlung gut ablesen. Mit 45 Watt lädt das Galaxy A56 recht flott, Wireless Charging fehlt jedoch. Dafür wird eSIM unterstützt.
Kameraseitig bietet das A56 ein Dreifachsystem aus 50-Megapixel-Hauptkamera mit optischer Bildstabilisierung, 12-Megapixel-Ultraweitwinkel und 5-Megapixel-Makrokamera. Die Qualität ist nicht herausragend, aber die Hauptkamera macht gute Bilder bei Tageslicht.
Zum Testbericht des Samsung Galaxy A56
- Großes und helles OLED-Display
- Gute Hauptkamera
- eSIM-fähig
- Sechs Jahre Updates
- Premium-Feeling dank Glasrückseite und Metallrahmen
- Mittelmäßige Performance
- Speicher nicht mehr erweiterbar
- Kein Telezoom
- Kein drahtloses Aufladen
Tipp 2: Nothing Phone (3a)
Das Nothing Phone (3a) (ab 259 Euro) ist meine Kamera- und Design-Empfehlung dieser Liste. Es bietet hier als einziges Gerät ein vollwertiges Dreifachkamerasystem mit echtem optischem Zoom.
Das transparente Rückglas mit Glyph-Interface ist Geschmackssache, aber unverwechselbar: Die LED-Streifen auf der Rückseite zeigen Benachrichtigungen, Ladestand und lassen sich individuell konfigurieren.
Der Snapdragon 7s Gen 3 ist etwas schwächer als der Exynos 1580 des A56, aber für Social Media, Streaming, Surfen und alle alltäglichen Apps ausreichend. Multitasking ist dank mindestens 8 GB RAM kein Problem.
Im PCMark-Akku-Benchmark hielt das Phone (3a) starke 18:50 Stunden durch – deutlich länger also als das Galaxy A56. Geladen wird mit 50 Watt schneller als beide Konkurrenten in diesem Vergleich.
Das 6,77-Zoll-AMOLED-Display mit 120 Hertz erreicht bis zu 1.300 Nits Spitzenhelligkeit bei Sonnenlicht, was ausreichend ist, um alles gut ablesen zu können. Die drei Kameras – 50 Megapixel Hauptkamera mit OIS, 8 Megapixel Ultraweitwinkel und 50 Megapixel Telekamera mit 2-fachem optischen Zoom – liefern bei Tageslicht gute Ergebnisse.
Aber es gibt auch Einschränkungen: Das Nothing Phone (3a) ist nur nach IP54 zertifiziert – Spritzwasser ist kein Problem, Untertauchen schon. Außerdem unterstützt das reguläre (3a) kein eSIM – wer darauf angewiesen ist, muss zum Pro-Modell greifen.
Drei große Android-Updates und sechs Jahre Sicherheitspatches sind solide, aber weniger als Samsung bietet.
Zum Testbericht des Nothing Phone (3a)
- Wertige Verarbeitung, nun mit Glasrückseite
- Tolles Design mit Glyph-Interface
- Schönes und helles OLED-Display
- Sehr lange Akkulaufzeit
- Gutes Kamerasystem für Schnappschüsse
- Sechs Jahre Sicherheitspatches
- Nur Spritzwasserschutz
- KI-Seitentaste ist suboptimal positioniert
- Kein eSIM-Support
Tipp 3: CMF Phone 2 Pro
CMF Phone 2 Pro
Das CMF Phone 2 Pro (ab 250 Euro) ist meine Preis-Leistungs-Empfehlung dieser Liste. Es ist das günstigste Gerät im Vergleich und hat zwei Alleinstellungsmerkmale, die die anderen nicht bieten: microSD-Unterstützung und ein modulares Gehäuse, dessen Rückseite sich gegen verschiedene Zubehörteile austauschen lässt.
Der MediaTek Dimensity 7300 Pro ist der schwächste Chip dieser Aufstellung, im Alltag aber für alle einfachen Anwendungen wie Surfen, WhatsApp und Co. ausreichend. Auch hier gibt es 8 GB RAM – genug für flüssiges Multitasking.
Im PCMark-Akku-Benchmark hielt das CMF Phone 2 Pro 18:40 Stunden durch – fast identisch mit dem Nothing Phone (3a).
Das 6,77-Zoll-AMOLED-Display erreicht bis zu 1.300 Nits Spitzenhelligkeit bei Sonnenlicht und läuft mit 120 Hertz. Das Kamerasystem besteht aus Hauptkamera und Ultraweitwinkel – ein Teleobjektiv fehlt. Dennoch gelingen bei Tageslicht gute Aufnahmen.
Die Einschränkungen solltet ihr kennen: Der Schutz ist mit IP54 auf Spritzwasserniveau beschränkt. Auch die Unterstützung für eSIM und Wireless Charging fehlt.
Zum Testbericht des CMF Phone 2 Pro
- Helles OLED-Display mit 120 Hertz
- Lange Akkulaufzeit
- Gute Hauptkamera
- Schickes, modulares Design
- Erweiterbarer Speicher
- Mono-Lautsprecher mit schlechtem Klang
- Frontkamera schwächelt bei wenig Licht
- Mittelmäßige Leistung
Alternativen
Neben meinen drei Hauptempfehlungen gibt es noch weitere interessante Optionen, die ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis versprechen, darunter:
- Das Nothing Phone (3a) Pro (ab 350 Euro) ist die Wahl für alle, die eSIM und ein Periskop-Teleobjektiv mit 3-fachem optischen Zoom wollen. Wer das Budget leicht überschreiten kann, bekommt hier das rundere Gesamtpaket. Zum Testbericht des Nothing Phone (3a) Pro
- Das Poco M7 Pro 5G (ab 200 Euro) ist die Empfehlung für alle, die möglichst wenig ausgeben wollen. MediaTek Dimensity 7025 Ultra, 120-Hertz-AMOLED und ein 5.110-mAh-Akku mit 45 Watt Laden sind für unter 200 Euro beachtlich. Zum Testbericht des Poco M7 Pro 5G
- Das Samsung Galaxy A36 5G (ab 260 Euro) ist die günstigere Samsung-Alternative für alle, die IP67 und sechs Jahre Updates wollen, aber beim A56 sparen möchten. Der Snapdragon 6 Gen 3 liegt leistungsmäßig unter dem Exynos 1580 des A56, das 120-Hertz-Super-AMOLED-Display ist aber ebenfalls gut. Zum Testbericht des Samsung Galaxy A36 5G
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- 7 Gründe, warum ihr 2026 kein teures Handy kaufen müsst
Fazit
Ein vernünftiges Smartphone für rund 300 Euro zu bekommen, ist mittlerweile viel einfacher als noch vor einigen Jahren. Für alltägliche Aufgaben und normale Smartphone-Nutzung ist die Leistung ausreichend.
Moderne Features wie 5G, NFC, helle OLED-Displays und ordentliche Kameras gibt es mittlerweile auch für ein begrenztes Budget. Die hier genannten Modelle bieten zudem auch ausreichend Arbeitsspeicher, damit ihr auch mehrere Apps gleichzeitig nutzen könnt.
Hinweis: Dieser Artikel ist in einer früheren Version bereits auf GameStar.de erschienen.



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