Windows 10 - Microsoft-Chef gibt Scheitern von Cortana zu

Die Sprachsteuerung Cortana in Windows 10 war von Anfang an umstritten. Nun hat Microsoft-CEO Nadella das Scheitern der KI-Assistentin zugegeben.

von Georg Wieselsberger,
21.01.2019 07:13 Uhr

Microsofts Cortana scheint Konkurrenz durch Alexa zu bekommen.Microsofts Cortana scheint Konkurrenz durch Alexa zu bekommen.

Update: Wie Thurrott meldet, hat Microsoft-CEO Satya Nadella erklärt, dass aus Cortana nun ein Skill für andere, verbreitete Assistenten wie Alexa werden soll. Man habe vor der Wahl gestanden, aus Cortana einen wichtigen Skill zu machen, den ein Nutzer über Alexa verwenden kann oder aber zu versuchen, mit Alexa zu konkurrieren. Man habe sich für ersteres entschieden.

Daher soll Cortana ein Skill werden, der mit Google Assistant und Alexa funktioniert, ähnlich wie die mobilen Apps von Microsoft, die es für Android und iOS gibt. Wie bei Smartphones hätte man festgestellt, dass man im Smart-Speaker-Markt nur ein kleiner Mitläufer sei, aber hinter den Kulissen trotzdem wichtige Dienste anbieten könne.

Originalmeldung: Im Herbst 2018 wurde bekannt, dass in den neusten Versionen von Windows 10 für Windows Insider die Sprachsteuerung Cortana und die Windows-Suche auf dem Desktop wieder entflochten werden sollen und unabhängig funktionieren werden. Geplant ist dieser Schritt wohl für das nächste große Update für Windows 10 im ersten Halbjahr 2019. Cortana würde damit eine wichtige Funktion verlieren, was für manche schon darauf hindeutet, dass Microsoft diesem Feature nicht mehr so hohe Priorität einräumt wie bisher.

Anfang November hatte dann der für Cortana zuständige Vizepräsident Javier Soltero bekanntgegeben, dass er entschieden habe, Microsoft zu verlassen. Fast gleichzeitig wurde eine Alexa-App für Windows 10 veröffentlicht, die per Update in Zukunft sogar in der Lage sein soll den PC zu steuern. Alexa wäre damit eigentlich eine Konkurrenz zu Cortana unter Windows 10, doch eventuell steht die hauseigene Sprachsteuerung bei Microsoft ohnehin vor dem Aus und die Zusammenarbeit mit Amazon wird stattdessen stark ausgebaut.

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Diese Spekulationen haben nun neue Nahrung erhalten, denn in den USA hat Microsoft laut The Verge damit begonnen, die Echo-Geräte von Amazon zu verkaufen. Die Echos sind online und in den Microsoft Stores in vielen US-Städten entdeckt worden. Alexa scheint also für Microsoft immer wichtiger zu werden, während die Zukunft von Cortana unklar ist. Die Sprachsteuerung ist im Unternehmen nicht einmal mehr im Bereich der KI-Abteilung angesiedelt, sondern wurde in die Experiences und Devices-Abteilung verschoben.

Alexa hat gegenüber Cortana einen großen Vorteil: Es ist weit verbreitet und trotz aller Kritik und Bedenken auch bei vielen Nutzern beliebt. Zudem könnte Amazon zusammen mit Microsoft ein riesiges Angebot liefern, auf das per Alexa einfach zugegriffen werden kann. Was genau die beiden Unternehmen planen, ist aber noch nicht bekannt.

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