Wenn man sich mal dazu entscheidet, Windows neuzuinstallieren – ob freiwillig oder gezwungenermaßen –, hat man in der Regel ein Installationsmedium zur Hand. Meistens ist das ein USB-Stick mit genug Speicher; für den Schnellvorgang gibt es wiederum die »Diesen PC zurücksetzen«-Option in den Windows-Einstellungen.
Allerdings hängt diese Möglichkeit auch vom Zustand des PCs, wie Microsoft im Rahmen seines neuesten Features ankündigt. Mit »Cloud Rebuild« soll das alles egal sein: Das Zielabbild und die passenden Gerätetreiber kommen direkt aus Windows Update.
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Was passiert, wenn man dem ersten Windows-Laufwerk den Buchstaben »C« wegnimmt?
Cloud Rebuild schon vor einem Jahr angekündigt, jetzt da
Cloud Rebuild ist schon eine Weile in Arbeit; schließlich hat Microsoft das Feature bereits auf der Ignite-Entwicklerkonferenz 2025 in Aussicht gestellt und in den vergangenen Monaten in Insider-Kanälen getestet.
- Mit dem Release des optionalen KB5127936-Updates verteilen die Entwickler die Funktion nun sukzessive an alle Windows-11-Nutzer, die die Patchinstallation zum Monatsende aktiviert haben.
- Für alle anderen mit 24H2/25H2-Version dürfte das Feature indes im Rahmen des monatlichen Patchdays ankommen, der immer zum zweiten Dienstag des Monats stattfindet (also am 10. November).
So läuft eine Neuinstallation ab
Auf einem laufenden PC startet ihr Cloud Rebuild unter Einstellungen > Systemwiederherstellung über »Rebuild this PC«. Bootet Windows nicht mehr, öffnet sich nach mehreren Fehlstarts die Wiederherstellungsumgebung WinRE – dort liegt die Funktion unter »Problembehandlung«.
- Der PC verbindet sich hierbei per Ethernet oder WLAN, fragt bei Windows Update das Zielbuild ab, zeigt die Warnung zum Datenverlust und installiert anschließend mit mehreren Neustarts bis zur Ersteinrichtung.
- Administratoren können Cloud Rebuild laut Microsofts Dokumentation per Recovery CSP aus der Ferne auslösen, einzelne Rebuild-Arten sperren und sogar einen bestimmten Zielbuild vorgeben.
Der PC muss die Mindestanforderungen von Windows 11 erfüllen. Häufigste Fehlerursache beim Scheitern ist laut Microsoft ein im UEFI deaktiviertes TPM – läuft Windows 11 nur dank ausgehebelter Hardware-Prüfung, könnte Cloud Rebuild laut Golem versagen.
Was auf der Platte bleibt
Führt ihr das Cloud Rebuild aus, gehen alle lokalen Dateien, Konten, Apps und Einstellungen verloren – nur Daten in Diensten wie OneDrive bleiben erhalten. Das gilt auch für etwaige weitere Festplatten, sofern ihr das im Zuge der Neuinstallation so auswählt; andernfalls wird nur die Festplatte gelöscht, auf der Windows drauf ist.
Der Modus »Dateien entfernen & bereinigen« nutzt zusätzlich die Löschfunktion der Speicherhardware und dafür gedacht, wenn ihr die Festplatte nicht mehr benötigt und weiterverkauft.

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