Seit Windows 11 Version 22H2 verlangt Microsoft sowohl für Home- als auch Pro-Versionen bei der Ersteinrichtung ein Microsoft-Konto. Zwar gibt es Umwege, wie sich dieser Zwang deaktivieren lässt – etwa über Drittanbieter-Tools –, doch gemeinhin sorgt der Umstand für Frust.
Die Kritik am Account-Zwang scheint inzwischen nicht nur in der Community laut zu sein, sondern auch innerhalb von Microsoft selbst.
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Windows 11 verlangt zwei Extras, aber hast du sie schon aktiviert? Wie du es herausfindest und sie einschaltest
»Ja, ich hasse das. Wir arbeiten daran.«
Wie Windows Central unter Berufung auf interne Quellen erklärt, gebe es »eine Reihe von Leuten intern«, die das erzwungene Microsoft-Konto kritisch sehen und aktiv an einer Lockerung der Anforderungen arbeiten.
Gestützt wird dieser Bericht mit einer prominenten Stimme: Microsoft-Vizepräsident Scott Hanselman antwortete auf der X-Plattformen auf die Frage nach einer Lockerung des Konto-Zwangs mit dem Eingeständnis, dass er selbst diesen Vorgang ebenfalls hasst:
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Immerhin: Die Änderung an sich ist technisch mehr oder minder trivial, da das Abschalten des Konto-Zwangs einer Änderung einer Gruppenrichtlinie gleich kommt.
Mit Aussagen wie diesen nährt Microsoft zumindest die Hoffnung, dass das Ende vergangenen Jahres erklärte Ziel für 2026, Windows 11 wieder deutlich benutzerfreundlicher zu gestalten, tatsächlich ernst nimmt.
Der Bericht von Windows Central schränkt allerdings auch ein, dass es noch keinen verbindlichen Plan oder gar einen Termin gibt, an dem der Zwang tatsächlich fallen soll.
- Vor jeder Änderung müsse sich Microsoft-intern eine ganze Reihe von Produktteams einigen, die vom Konto-Zwang profitieren und die von OneDrive bis zum Microsoft Store reichen.
- Einige von diesen Gruppen verfolgen natürlich ein konkretes Interesse daran, den Kontozwang beizubehalten – Dienste wie OneDrive und Office 365, die ein solches Konto voraussetzen, bringen dem Unternehmen schließlich auch nicht unerhebliches Geld ein.
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