Microsoft hat sich in den vergangenen Monaten viel Kritik ob der Ausrichtung von Windows 11 als KI-Betriebssystem anhören müssen. Im kommenden Jahr soll aber auch das Benutzererlebnis für PC-Spieler deutlich besser werden, wie das Unternehmen in einem Blogeintrag verspricht.
Wir sind verpflichtet, Windows zum besten Ort zum Spielen zu machen, und wir werden weiterhin Systeme verfeinern, die für Gaming am meisten zählen.
Das Ziel ist ambitioniert: Microsofts Entwicklerteams sollen sich an gleich mehreren Stellschrauben betätigen, um freie Ressourcen für Spiele zu schaffen. Das Unternehmen nennt dabei konkrete Ansatzpunkte.
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Optimierungen im Hintergrund und beim Ressourcen-Management
Im Kern geht es um eine Neuordnung der Prioritäten. Laut Microsoft sollen Optimierungen bei der Verwaltung von Hintergrund-Workloads, bei Power- und Scheduling-Verbesserungen sowie bei Grafik-Stack-Optimierungen dafür sorgen, dass euer System leichter läuft.
- Der Grafik-Stack umfasst dabei die komplette Grafik-Architektur von Windows, einschließlich Schnittstellen wie DirectX. Parallel dazu plant Microsoft eine Überarbeitung von Treiber-Updates.
- Das Zusammenspiel dieser Maßnahmen soll es ermöglichen, dass die im Hintergrund laufenden Prozesse verstärkt auf die Gaming-Leistung ausgelegt werden.
Konkrete Performance-Zahlen nennt Microsoft bislang nicht. Der Konzern betont aber, dass diese Optimierungen die verfügbaren Ressourcen für Gaming freisetzen sollen.
Auto SR und Advanced Shader Delivery kommen auf mehr Geräte
Neben den System-Optimierungen soll auch die Technologie-Palette wachsen. »Auto SR«, die hauseigene und auf OS-Ebene agierende Upscaling-Funktion für schärfere Grafik und flüssigere Frameraten, wird 2026 auf dem ROG Xbox Ally X kommen.
Die Technologie arbeitet ohne Eingriff von Spielentwicklern und soll problemlos auf bestehenden Spielen laufen. Bislang ist Auto SR als Vorschau nur auf Copilot+ PCs verfügbar.
Zudem wächst die Anzahl an unterstützten Spielen für »Advanced Shader Delivery« (ASD). Diese Technologie preloaded Game-Shader während des Downloads, sodass Spiele beim ersten Start schneller laden, flüssiger laufen und weniger Batterie verbrauchen.
ARM und Xbox Full Screen im Fokus
Ein weiterer Punkt geht auf Microsofts grundsätzliche Strategie im Gaming-Bereich ein: Die »Xbox Full Screen Experience« (FSE), die speziell für Handheld-Gaming entwickelt wurde, soll auf alle Windows-11-Systeme ausgeweitet werden.
Nutzer von Desktops, Laptops und 2-in-1-Geräten können die Oberfläche bereits über das Windows Insider Program testen.
Für ARM-Prozessoren gibt es indes eine Erwartungshaltung für die kommenden Monate. So arbeitet der Konzern eigenen Angaben zufolge an verbesserter Prism-Emulator-Kompatibilität, um mehr x86-Spiele auf Windows 11 ARM flüssiger laufen zu lassen.
Seit August können ARM-Nutzer zudem im Windows Insider Program Spiele direkt über die Xbox-PC-App herunterladen – nicht nur via Cloud-Streaming, das bislang der Standard war und eine begrenztere Auswahl zur Verfügung stellte.
Weitere Details zu Microsofts Gaming-Roadmap für Windows 11 sollen bei der Game Developers Conference (GDC) im März enthüllt werden. Die Entwicklerkonferenz findet vom 9. bis zum 13. März 2026 im US-kalifornischen San Francisco im Moscone Center statt.
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