Vor rund zwei Wochen gab der Windows-Chef einen Ausblick zur Zukunft von Windows 11 und räumte ein, dass Microsoft sich nicht nur auf KI konzentrieren, sondern auch die Benutzererfahrung verbessern müsse.
Dazu wird nun offenbar der nächste Schritt vorbereitet.
Das ist passiert:
- Microsoft hat die Testversion 26220.7344 von Windows 11 freigegeben und dabei einen wichtigen Schritt zur Einbindung von KI-Modellen in das Betriebssystem angekündigt.
- Mit dem Model Context Protocol (MCP) unterstützt Windows 11 ab dieser Testversion einen offenen Standard zur Einbindung von KI-Agenten in das Betriebssystem.
- Das Protokoll dient dabei als Schnittstelle. KI-Agenten, die installiert sind, können sich dadurch mit Apps, Dateien, Tools und Diensten verbinden, sofern der Nutzer dies erlaubt.
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So sieht es aus, wenn ihr Datei- und Ordnernamen nutzen wollt, die Windows bis heute nicht erlaubt
Mit der Testversion hat Microsoft gleich zwei sogenannte Konnektoren veröffentlicht. Diese verbinden KI-Agenten mit Anwendungen, Diensten oder Daten auf dem System.
- Datei-Explorer-Konnektor: KI-Agenten können damit Zugriff auf lokale Dateien erhalten, etwa um diese zu verwalten, zu organisieren oder abzurufen.
- Windows-Einstellungen-Konnektor: Hiermit können KI-Agenten Einstellungen überprüfen, ändern oder mithilfe natürlicher Sprache direkt zu bestimmten Einstellungen springen.
Microsoft betont, dass der Windows-Anwender die Freigabe veranlassen muss. Soll etwa Microsofts KI Copilot auf Dateien zugreifen dürfen, ist die Erlaubnis des Nutzers erforderlich. Dies gilt auch für andere KI-Modelle, die in Windows 11 integriert werden können.
Für jeden KI-Agenten kann dabei der Zugriff individuell eingestellt werden. So gibt es neben den Möglichkeiten, Zugriff immer zu erlauben oder zu unterbinden, auch die Option, den KI-Agenten immer nachfragen zu lassen.
Schritt zum agentischem Betriebssystem
Die Integration der neuen Schnittstelle bereitet den Weg hin zu einem agentischen
Betriebssystem, das Microsoft im November 2025 angekündigt hat.
Die Grundidee ist, dass KI-Agenten eine eigene abgesicherte Umgebung erhalten, in der sie Aufgaben erfüllen können. Zusätzlich erhalten sie ein eigenes Profil, welches unabhängig vom Profil des angemeldeten Nutzers ist.
Die Konnektoren dienen dazu, den Agenten erweiterten Zugriff zu gewähren und so ihren Funktionsumfang zu erweitern.
Nun ist eure Meinung gefragt. Nutzt ihr bereits KI-Funktionen auf euren Geräten oder steht ihr dem Ganzen eher skeptisch gegenüber? Schreibt uns dazu gerne einen Kommentar.
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