Pures Chaos! Das passiert, wenn man Windows XP heutzutage mit dem Internet verbindet.

Ein Technik-Experte hat dokumentiert, was mit einem Windows XP-System passiert, wenn es an das Internet angeschlossen wird.

Nach weniger als zehn Minuten war ein Windows XP-System schon mit Schadsoftware befallen. (Bildquelle: Eric Parker YouTube) Nach weniger als zehn Minuten war ein Windows XP-System schon mit Schadsoftware befallen. (Bildquelle: Eric Parker / YouTube)

Ein Klick, zehn Minuten Wartezeit und der totale Kontrollverlust: Wer heute noch ungeschützt auf digitale Zeitreise geht, lebt gefährlich.

Der Tech-YouTuber Eric Parker hat in einem Video-Experiment ausprobiert, was passiert, wenn man das fast 25 Jahre alte Betriebssystem Windows XP ohne Antivirenprogramm oder Firewall direkt mit dem Internet verbindet.

Sein durch eine virtuelle Maschine abgesicherter Versuch endete in einem totalen Verlust der Kontrolle. Es dauerte nur wenige Minuten, bis das veraltete System zu einem Tummelplatz von Malware und Hackern geworden ist.

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Das passiert mit einem ungeschützten Windows XP-System

Windows XP wird von Microsoft seit dem 8. April 2014 nicht mehr mit Sicherheitsupdates oder Support versorgt. Viele Programme laufen daher auf dem alten Betriebssystem nicht mehr.

Der YouTuber Eric Parker gibt an, die Bedingungen der 2000er Jahre zu simulieren, indem er auf einen zwischengeschalteten Router, Antivirensoftware sowie die integrierte Windows-Firewall während des Tests verzichtet hat.

Es dauerte gerade einmal zehn Minuten, bis das System die ersten Anzeichen einer Infektion zeigte. Daraufhin lässt der YouTuber den PC für einige Stunden als Köder laufen, um zu sehen, was als Nächstes passiert.

Video starten 4:00 Was passiert, wenn man dem ersten Windows-Laufwerk den Buchstaben »C« wegnimmt?

Kontrollverlust & Analyse

Nach seiner Rückkehr stellt er fest, dass das System massiv von außen unterwandert wurde:

  • Ein neuer Administrator-Zugang mit dem Namen admina wurde heimlich im Hintergrund erstellt.
  • Auf dem PC wurde ein FTP-Server installiert, der Angreifer volle Kontrolle über das System gibt.
  • Mithilfe von Diagnose-Tools identifiziert der YouTuber gleich mehrere Arten von Malware, darunter getarnte Google-Prozesse, Trojaner und Programme, die Verbindungen zu Servern in Russland herstellen.
  • Zudem fand er heraus, dass die DNS-Einstellungen des PCs manipuliert wurden und der Datenverkehr über einen Server von Alibaba umgeleitet wurde.
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Ein gescheiterter Rettungsversuch

Um herauszufinden, ob sich solch ein System noch retten lässt, installierte Eric Parker eine alte Version der Antivirensoftware Malwarebytes, die noch mit Windows XP kompatibel ist.

Das Programm findet während des Scans gleich mehrere Viren, die es auch löscht. Allerdings ist das System nach einem Neustart immer noch übernommen. Ein bösartiger Prozess startet sich von selbst neu und schließt daraufhin auch das aktive Antivirenprogramm, wenn es offen ist.

Am Ende erklärt der Tech-YouTuber die Malware zum Sieger des Experiments. Es soll demonstrieren, wie unsicher Windows XP heutzutage ist. Zum Schluss erklärt er noch, dass er dasselbe Experiment mit Windows 7 durchgeführt hat, ohne dass dort irgendwas passiert sei.

Mehr zum Thema: Microsoft hat gerade live gezeigt, was seit dem Release von Windows 11 schmerzlich vermisst wird

Festzuhalten bleibt auch, dass das Experiment mit eingeschalteter Firewall und Antivirensoftware wahrscheinlich anders verlaufen wäre. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es dennoch zu einer erfolgreichen Übernahme gekommen wäre, da es unter anderem keinen modernen Virenschutz für das alte Windows-System mehr gibt.

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