Das iPhone 13 Pro ist mein erstes Smartphone, das ich drahtlos via MagSafe aufladen kann. Nach der Anschaffung 2021 habe ich mir auch ein passendes Ladegerät sowie eine kleine Station für Handy und Apple Watch gekauft.
Eine Zeit lang habe ich sie auf dem Nachttisch genutzt, dann immer seltener. Inzwischen befinden sich MagSafe-Ladepuck und Station in einem Karton auf dem Dachboden – zusammen mit anderen Dingen, die ich nicht oder nur selten brauche.
Irgendwie hat sich mir der Mehrwert des kabellosen Aufladens nicht wirklich erschlossen. Es hat mich teilweise sogar etwas genervt. Nach dem kurzen Abstecher zu MagSafe greife ich nun wieder zum Kabel, und das hat verschiedene Gründe.
Einfachere Nutzung während des Ladens
Mein wahrscheinlich stärkste Argument gegen Wireless Charging: Ich nutze mein Handy häufig während des Ladens. Mal eben schnell was checken, eine Nachricht beantworten oder nach einer langen Zugfahrt im Hotelzimmer.
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Mit Kabel ist das problemlos möglich – ich kann das iPhone aufheben, nutzen und wieder hinlegen. Bei Wireless Charging ist das nur eingeschränkt möglich.
Entweder hängt bei MagSafe der große Ladepuck am Handy oder ich muss es von der Station nehmen, wodurch der Ladevorgang wiederum unterbrochen wird.
Und irgendwie ist das doch auch der vermeintliche Vorteil von Wireless Charging – die Verwendung einer Station, oder? Ich meine, ich könnte das Handy ja sonst genauso an ein Kabel anstecken.
Ladegeschwindigkeit: Via Kabel ist es schneller
Wenn ich es eilig habe und schnell noch etwas Akku brauche, ist das kabelgebundene Laden die bessere Wahl. Mein iPhone 13 Pro lädt über Kabel schneller als per MagSafe.
Das mag nicht immer relevant sein, aber in bestimmten Situationen macht es durchaus einen Unterschied.
Bei Android-Handys ist der Unterschied nochmals deutlich größer, denn einige Modelle unterstützen kabelgebundenes Fast Charging mit 100 Watt und mehr. Das schafft kein Qi-Ladegerät.
Wireless Charging ist weniger effizient
Kabelloses Laden ist ineffizienter als das Aufladen per Kabel. Ein Teil der Energie geht dabei verloren – hauptsächlich in Form von Wärme.
Letzteres kann unter Umständen auch dazu beitragen, dass die Batterie schneller altert, wie beispielsweise das Reparaturportal iFixit in einem ausführlichen YouTube-Video anschaulich erklärt:
Link zum YouTube-Inhalt
Praktische Alltagsprobleme
Darüber hinaus gibt es für mich einige kleinere Alltagsprobleme:
Platz unterwegs: In meinem Rucksack nehmen klassische Ladekabel weniger Platz weg als der klobige MagSafe-Puck oder gar eine Ladestation.
Hüllen-Kompatibilität: Viele meiner sehr günstigen Hüllen unterstützen kein MagSafe und sind dazu schlicht zu dick.
Meine sehr persönlichen Eigenarten
Zugegeben, einige meiner Gründe sind sehr speziell: Ich höre abends im Bett oft Podcasts über das Handy. Dabei lege ich das iPhone neben meinen Kopf und stelle die Lautstärke sehr leise ein, um meine Partnerin nicht zu stören.
Das funktioniert mit Kabel problemlos. Wenn ich müde werde, kann ich das Handy einfach zur Seite legen und schlafen.
Bei der MagSafe-Station müsste ich die Lautstärke deutlich höher einstellen, damit ich es höre. Zudem müsste ich das iPhone dann am Ende meines Hörens im Dunkeln auf ihr platzieren – wodurch das Display wieder angeht und blendet.
Auch in meinem Auto bringt mir eine MagSafe-Halterung nichts, da ich für CarPlay in meinem Fahrzeug ein Kabel brauche. Das sind aber natürlich individuelle Punkte, die nicht jeden betreffen werden.
Wo Wireless Charging durchaus Sinn ergibt
Ich will MagSafe nicht schlechtreden. Es gibt Situationen, in denen es praktisch ist: Wer sein Handy hauptsächlich stationär lädt und es dabei nicht nutzt, profitiert vom Komfort. Einfach hinlegen, fertig.
Auch das Zubehör-Ökosystem mit magnetischen Halterungen, Powerbanks und anderen Accessoires ist innovativ. Und für Menschen, die ihre Ladebuchse schonen wollen, kann Wireless Charging durchaus sinnvoll sein.
Fazit: Die Technik ist cool, aber nicht für meinen Alltag
Wireless Charging ist zweifellos eine interessante Technologie. Aber sie löst für mich kein echtes Problem. Die Nachteile – langsameres Laden, schlechtere Effizienz, Einschränkungen bei der Nutzung – wiegen in meinem Alltag schwerer als der Komfort, kein Kabel einstecken zu müssen.
Das ist sicher nicht bei jedem so. Wer andere Nutzungsgewohnheiten hat, wird vermutlich zu anderen Schlüssen kommen. Aber für mich bleibt das reguläre Ladekabel die praktischere Lösung.
Wie seht ihr das? Nutzt ihr Wireless Charging bei eurem Smartphone oder greift ihr weiterhin zu einem normalen Ladekabel? Welche Gründe habt ihr? Teilt sie mir gerne in den Kommentaren mit.

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