2025 sorgte der chinesische Handyhersteller Xiaomi für Aufsehen, weil das von ihm gebaute E-Auto SU7 Ultra Rekorde auf der Nordschleife des Nürburgrings pulverisierte. Eine europäische Garage hat den Flitzer komplett auseinandergebaut und zeigt sich extrem beeindruckt.
Xiaomi zieht an BMW, Porsche und Co. vorbei
Der Ultra ist die Performance-Variante der Elektro-Limousine SU7 von Xiaomi. Dabei handelt es sich um das allererste Auto des chinesischen Herstellers, der bei uns wohl vor allem für seine Handys bekannt ist. Der SU7 wurde 2024 veröffentlicht.
Im April 2025 konnte der belgische Rennfahrer Vincent Radermecker mit einem SU7 Ultra mit Streckenausstattung neue Nordschleifenrekorde für serienmäßige Elektroautos und Viertürer aufstellen.
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Xiaomi SU7 Ultra: Dieses E-Auto des Handyherstellers hat Rekorde auf der Norschleife gebrochen
Der alte Rekord stammte vom Rimac Nevera, der allerdings knapp 2.5 Millionen US-Dollar kostet. Den SU7 Ultra gibt's hingegen schon
für etwa 100.000US-Dollar.
Die Daten des E-Autos sind vergleichsweise beeindruckend. Ob diese Bewertung auch zum Rest des Fahrzeugs passt, wollte die renommierte EV Clinic herausfinden und hat es dafür einmal komplett auseinandergeschraubt.
Die unabhängige Werkstatt hat sich drauf spezialisiert, die Geheimnisse von neuen Autos mithilfe von Reverse Engineering zu lüften. Beim SU7 Ultra kamen dabei spannende Informationen zum Vorschein.
Die EV Clinic zeigt sich nämlich absolut beeindruckt von der Leistung von Xiaomi. Besonders, wenn man bedenkt, dass es sich um das allererste Fahrzeug des Herstellers handelt, ist die Qualität aller Teile sehr überraschend.
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Dass das Tesla Model 3 und das Tesla Model S in vielen Fällen als Vorbilder dienten, wird laut den Experten in vielen Schlüsselsystemen wie der Vorderradaufhängung, den Befestigungspunkten der Rücksitze, der Halterung der Klimaanlage, den Verstärkungen, dem Kabelbaum und dem Batteriefach deutlich.
Die Batterie des SU7 Ultra bietet eine Reichweite von 630 Kilometern und kann mit der passenden Ladestation in nur elf Minuten von 10 Prozent auf 80 Prozent geladen werden. Und die Performance scheint über jeden Zweifel erhaben. Am Ende ziehen sie ein drastisches Fazit:
»Dieses Auto fordert die deutsche Automobilindustrie nicht nur heraus – in diesem Segment dominiert es sie vollständig und macht sie praktisch zunichte.«
Xiaomi spielt übrigens auch in anderen Gebieten ganz vorne mit. Kürzlich wurden etwa erstmals humanoide Roboter in Auto-Fabriken in China eingesetzt.
Fragezeichen gibt es beim SU7 Ultra hingegen vor allem bei der Reparierbarkeit und dem Langzeitverschleiß. Diese Punkte werden sich erst im Laufe der Zeit zeigen, wenn mehr Leute viele Kilometer mit den Fahrzeugen gesammelt haben.
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