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18 Jahre GameStar - GameStar wird erwachsen

Die GameStar feiert ihren 18. Geburtstag. Michael Graf feiert mit – und fragt sich, was es bedeutet, wenn ein Magazin erwachsen wird.

von Michael Graf,
28.08.2015 12:00 Uhr

Alt wird man von selbst, erwachsen nicht. Okay, ich zitiere mal wieder aus Omas Abreißkalender - aber irgendwas scheint an dem Spruch dran zu sein. Heute, am 28. August 2015, feiert GameStar den 18. Geburtstag, am 28. August 1997 erblickte unsere allererste Heftausgabe das Licht der damals noch heilen Zeitschriftenwelt.

Auf der Titelseite: eine ebenso vollbusige wie unscharfe Flatterschrecke aus Hexen 2, die unsere Erstausgabe zum wohl hässlichsten Neugeborenen der Spielemagazingeschichte machte. Ich weiß noch, wie ich das Heft am Bahnhofskiosk durchblätterte und dann sehr liebevoll - zurück ins Regal legte. Brauchte ich nicht, ich hatte ja die PC Player.

Das offizielle Magazin zu »50 Shades of Grey«? Nein, nur unsere Erstausgabe!Das offizielle Magazin zu »50 Shades of Grey«? Nein, nur unsere Erstausgabe!

Meine lange Leserkarriere begann erst vier Wochen später mit der zweiten Ausgabe, von der ein Mitschüler so lange schwärmte, dass ich sie mir endlich genauer ansah. Und was ich sah, gefiel mir. Übersichtliche Wertungskästen und Chart-Tabellen, altbekannte Redakteure (Martin Deppe, Heinrich Lenhardt, Jörg Langer) - und diese sympathisch schrottigen Raumschiff-GameStar-Videos auf der CD (ja, CD).

Während ich dies schreibe, klicke ich nebenher in unserem unseren Heft- und Videoarchiven herum, und fühle mich wie in die Steinzeit zurückversetzt. Eine tolle Steinzeit und ein unvergesslicher Teil meiner Jugend, ja - aber holla, sind 18 Jahre eine lange Zeit.

Und damit wieder zurück zum Thema! GameStar ist 18 Jahre alt. Hell yeah, wir sind volljährig! Aber sind wir auch erwachsen? GameStar, das wird mir im Rückblick nur allzu bewusst, ist das Kind einer anderen, einer übersichtlicheren Zeit. Das Internet war noch längst nicht allgegenwärtig, bekannte Onlinespiele ließen sich an einer Hand abzählen, und selbst dann hatte man noch ein paar Finger übrig.

Smartphones, Facebook, Youtube, Twitch? Ha, der letzte Schrei in Sachen Medienkonsum war die frisch erfundene DVD! Und Spiele kaufte man im Laden, Online-Verkaufsplattformen existierten allenfalls als feuchtes Glitzern im Auge eines Mannes aus Seattle. Auch Indie-Boom, Early Access, Kickstarter, Free2Play, Apps, Social- und Browsergames, DLCs und Online-Aktivierungen - alles Zukunftsmusik!

Der Autor
Michael Graf liest GameStar eigentlich erst seit der zweiten Ausgabe, hat dann aber sofort beim Kiosk seines Vertrauens die erste nachbestellt. Im Prinzip ist er also nachträglicher Leser der ersten Stunde. Im September 2003 wechselte er schließlich die Seiten - vom Leser zum Redakteur -, heute verantwortet er als Mitglied der Chefredaktion unseren Kolumnen- und Reportbereich. Wenn man ihn unbeaufsichtigt lässt, reimt er auch gerne mal.

Eine neue Welt …

Ich will damit nicht sagen, dass die Kollegen damals ein leichtes Leben hatten. Denn erstens bin ich selbst erst seit 2003 mit dabei (Moment mal, sind das wirklich schon zwölf Jahre?). Zweitens haben die Alten uns Jungspunden dafür zu viele »Kriegsgeschichten« von Büroübernachtungen und Last-Minute-Katastrophen erzählt (»Die Vollversion läuft nicht, alle zurück in den Verlag!«).

Das GameStar Team anno 1997.Das GameStar Team anno 1997.

Hey Jungs, falls ihr hier mitlest: Das war ein verdammt guter Job! Euer Einsatz, eure Liebe zum Detail, eure Fähigkeiten vor und hinter der Kamera, an und unter (siehe Büroübernachtungen) der Tastatur hat ihr die GameStar nicht nur zu meinem damaligen Lieblingsheft geformt, sondern auch zu dem, was sie heute ist: das wichtigste Spielemagazin Deutschlands, inzwischen selbstverständlich online.

Mit der »übersichtlicheren Zeit« meine ich vielmehr, dass es damals weniger Medienkanäle gab, die wir abdecken mussten. Es gab Hefte und CDs. Punkt. Heute gibt es Hefte, DVDs (nein, immer noch keine Blu-Rays), Websites, Youtube, Twitch. Um zu wissen, welche Themen die Spieler bewegen, reicht kein Blick in die Releaseliste mehr, stattdessen beobachten wir Facebook, Twitch, Reddit.

Auch die Zielgruppen sind längst nicht mehr so klar umrissen wie damals. In alten GameStar-Zeiten reichte es, allgemein die PC-Spieler anzusprechen. Heute gibt es Onlinespieler und Solisten, Textleser und Videogucker, Hardcore-Strategen und E-Sport-Kenner, Call of Duty-Fans und Battlefield-Jünger, Kickstarter-Unterstützer, Mod-Liebhaber, Retro- und Kulturinteressierte und und und.

Im Dezember 1997 geht GameStar.de online. Seitdem hat sich die Seite schon ein bisschen verändert.Im Dezember 1997 geht GameStar.de online. Seitdem hat sich die Seite schon ein bisschen verändert.

Während die Themen der Berichterstattung früher auf der Hand lagen - die Spiele selbst - müssen wir heute viel mehr überlegen, welche Themen wir überhaupt aufgreifen, wie wir sie aufbereiten, wen wir damit auf welcher Plattform abholen können. Eignet sich ein Thema besonders gut für einen Test, ein Youtube-Video, eine kuriose News, einen Guide, ein Interview, einen Hintergrundreport?

Wie gehen wir beispielsweise mit Let's Plays um, wie mit Twitch-Streams, wie mit »Shitstorms«. Und wie mit den Spielern, die längst keine Tests mehr lesen, sondern denen die User-Bewertungen auf Steam, Amazon & Co. für eine Kaufentscheidung reichen? Was tun wir, wenn eine wichtige Testversion erst am Releasetag bei uns eintrifft?


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