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Dawn of War 2: Retribution im Test - Der Gegenentwurf zur DLC-Abzocke

Einheitenbau, Massenschlachten und eine Kampagne mit gleich sechs spielbaren Parteien – Dawn of War 2: Retribution macht im Test vieles anders als das Hauptprogramm und ist genau deshalb die bislang beste Episode der Strategie-Serie.

von Heiko Klinge,
25.02.2011 18:00 Uhr

Lang lebe das Imperium! Nicht dass wir hier autoritäre Staatsformen oder militärische Gewalt befürworten wollen. Aber es ist schlicht und ergreifend ein Fakt: Immer wenn bei Dawn of War das Imperium ins Spiel kommt, läuft die Echtzeittaktik-Serie von Relic zur Hochform auf.

Das war schon beim ersten Dawn of War in der famosen Erweiterung Winter Assault der Fall, und nun wiederholt sich die Geschichte mit Dawn of War 2: Retribution . Die neue und auch ohne das Hauptprogramm Dawn of War 2 lauffähige Episode zeigt in Zeiten der Download-Häppchen-Abzocke, wie ein Addon auszusehen hat!

Sechs Kampagnen, sechs Geschichten

Das Imperium hat einen mehr als triftigen Grund, um in die Geschehnisse von Dawn of War 2 einzugreifen: Zehn Jahre nach unserem Sieg über den Dämonen Ulkair im ersten Addon Chaos Rising schlagen sich Space Marines, Eldar, Orks, Tyraniden und Chaos nach wie vor fröhlich die Schädel ein, die Planeten des Weltraumsektors Aurelia gleichen einem einzigen riesigen Schlachtfeld. Das Imperium hat eine ziemlich simple Lösung, um diesen endlosen Krieg zu beenden: Exterminatus, die Auslöschung sämtlichen Lebens im gesamten Sektor. So die Ausgangssituation.

Neues Volk In der Schlacht um das Chaos-Portal kombinieren wir beim neuen Imperium unsere Helden (direkt am Portal), Panzer und einfache Infanterie. Letztere habe wir mit Flammenwerfern aufgerüstet, was sie besonders effektiv gegen Bunker macht

Neue Kampagne Auf der neuen Kampagnenkarte verwalten wir unsere Armee und wählen den nächsten Einsatz. Die Kampagne verläuft größtenteils linear, lediglich drei Einsätze sind optional.

Neue Einheiten Zusätzliche Unterstützung für das Chaos: Mit den Schallkanonen der neuen Noise Marines beharken wir einen Cybot der Space Marines und sabotieren so seinen Fernangriff.

Neue Helden Im Inventar spendieren wir unserem Tyraniden-Schwarmlord neuen Klauen und einen giftigen Rückenpanzer. Pro Level-Aufstieg dürfen wir zudem eine neue Spezialfähigkeit wählen.

Wie sich die Geschichte aber nun entwickelt, hängt ganz davon ab, welche der sechs Parteien wir spielen wollen. Als Space Marine zum Beispiel suchen wir den Kriegshelden und als Verräter gebrandmarkten Gabriel Angelos. Als planetenzerstörende Tyraniden-Aliens wollen wir den Schwarm zu alter Größe führen und – nun ja – Planeten zerstören. Als Inquisitor des Imperiums müssen wir herausfinden, wer eigentlich für diesen ganzen Endloser-Krieg-Schlamassel verantwortlich ist. Kenner des Hauptspiels und des ersten Addons erleben dabei zahlreiche intelligente Querverweise und treffen manch alten Bekannte wieder, die spannende Story ist aber auch für Serienneulinge problemlos verständlich.

Gleiches Schlachtfeld, andere Feinde

Zahlreiche Zwischensequenzen in Spielgrafik unterbrechen immer wieder die Missionen.Zahlreiche Zwischensequenzen in Spielgrafik unterbrechen immer wieder die Missionen.

Die Schlachtfelder und Zielsetzungen der 16 Kampagnenmissionen bleiben bei allen Völkern zwar prinzipiell gleich, allerdings variiert Retribution äußerst geschickt den Missionsverlauf und sogar die Feinde, sodass es selbst beim dritten oder vierten Durchlauf nicht langweilig wird. Zum Beispiel kann ein Held der einen Partei, mit dem wir gerade das Universum gerettet haben, plötzlich zum schwer zu knackenden Endgegner für die andere Partei werden. Da macht das Wiedersehen gleich doppelt Freude!

Retribution verzichtet dabei komplett auf die generischen Nebenmissionen des Hauptprogramms. Jeder Einsatz spielt sich anders, eine große Zahl an Skript-Ereignissen, ständig wechselnde Aufgaben und so manches Zeitlimit halten die Action auf einem schweißtreibend hohen Niveau. Die Kehrseite des hohen Spieltempos: Bis auf drei optionale Missionen (die man natürlich mitnimmt) verläuft die Kampagne streng linear, und nach sechs bis acht Stunden ist der Sektor entweder gerettet oder zerstört. Ein bisschen länger hätte es schon sein dürfen.

Dafür betreibt Retribution für ein Addon einen erfreulich hohen Aufwand, um die sechs Geschichten zu erzählen: Es gibt Hunderte exzellent geschriebene und voll vertonte Dialoge, zahllose (wenn auch größtenteils unspektakuläre) Zwischensequenzen in Spielgrafik, immerhin vier kurze Renderfilme und sogar sechs unterschiedliche Enden. Haarspalter mögen zwar bemängeln, dass so nicht alle Story-Fäden logisch zusammenlaufen. Wir finden es aber viel schöner, dass wir jede Kampagne mit dem befriedigenden Gefühl des glorreichen Sieges beenden können, zumal es erstmals in der Geschichte von Dawn of War 2 einen angemessen spektakulären Endkampf gibt, vom dem sich selbst Starcraft 2 eine Scheibe abschneiden kann.

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